»Rauchzeichen eines Bau­denk­mals« – Der skandalöse Verfall des ältesten Hauses der Südstadt

Aktuelles

»Rauchzeichen eines Bau­denk­mals« – Der skandalöse Verfall des ältesten Hauses der Südstadt

In prominentester Lage an der Schwabacher Straße verfällt ein malerisches Anwesen. Die Ausstattung des Bau­denkmals fällt dem Van­da­lis­mus zum Opfer, Schlagzeilen macht das Ge­mäuer als es zum Tatort eines Tötungsdelikts wird und ein Jahr später steht es in Flammen. Und die Stadt sieht weg.

Die im Volksmund so genannte »Pechhüttn« ist alles andere als eine Hütte. Vielmehr thront die ehemalige Aus­flugs­gast­stät­te in der Schwabacher Straße 53 weit erhöht wie eine verwunschene kleine Villa über dem Eingang zur Südstadt, spätestens seit Mitte der 1920er Jahre die Eisenbahn-Unterführung … [weiter]

Der besondere Beitrag

Humanitäre Hilfe aus Fürth – Mit dem Frankenkonvoi unterwegs Humanitäre Hilfe aus Fürth – Mit dem Frankenkonvoi unterwegs

Ende 2015 begleitete ich die Fürther Hilfs-Ini­tia­ti­ve »Frankenkonvoi« auf einer Fahrt entlang der so­ge­nann­ten Balkanroute. In einem Notizbuch habe ich damals meine Reiseeindrücke fest­ge­hal­ten und sie erst dieser Tage wieder gelesen. Sie könnten für die LeserInnen der »Fürther Freiheit« von Interesse sein, denn um Freiheit geht es dabei letztlich auch, in einem ganz persönlichem Sinne… … [weiter]

Zeitsprünge Zeitsprünge

Schon im Jahr 2008 hat der Fürther Fotograf Robert Söllner historische Ansichtskarten mit Fürther Motiven nachfotografiert, also die da­ma­li­ge Aufnahmesituation rekonstruiert und am glei­chen Ort aus gleicher Per­spek­ti­ve ein aktuelles Foto angefertigt. Beide Bilder hat er dann jeweils zu einem dritten übereinandergelegt und so gleichsam einen Zeitsprung über gut 100 Jahre konserviert. Die Ergebnisse sind … [weiter]

»Fürth ist mir ziemlich egal« »Fürth ist mir ziemlich egal«

Kürzlich erreichte Henry Kissinger das 93. Le­bens­jahr, brav gratulierten Fürther Nachrichten und die Stadt­zeitung. In diesem Jahr sind auch zwei Veröffentlichungen zu Kissinger er­schie­nen, die unterschiedlicher nicht sein könnten; im Folgenden einige Schlaglichter auf unseren Ehrenbürger und die beiden Bücher. Niall Ferguson gilt als »der vielleicht einflussreichste und gewiss wortgewaltigste Historiker unserer Tage« (DIE ZEIT). … [weiter]

Ludwig Erhard und Fürths Väter des Wirtschafts­wunders in der NS-Zeit Ludwig Erhard und Fürths Väter des Wirtschafts­wunders in der NS-Zeit

Ludwig Erhard, dem zu Lebzeiten die Ehren­bür­ger­würde in Fürth verwehrt wurde, wird derzeit ein nach ihm benanntes Zentrum errichtet. Nach­dem ich im Jahre 2013 mein Entsetzen über die Ergebnisse des Archi­tek­ten­wett­bewerbes für das Ludwig-Erhard-Zentrum artikuliert hatte, wurde ich von verschiedenen Seiten auf Archiv­fund­stücke zu Erhards Rolle in der Zeit des Natio­nal­so­zia­lis­mus aufmerksam gemacht. Drei Väter … [weiter]

Kriegssplitter Kriegssplitter

Paul Georg Rieß (1864-1945), übernahm nach dem Tod von Paul Käppner am 27. Januar 1911 die Stadtchronik und führte sie bis 1945 fort. Der Begriff »Weltkrieg« taucht erstmalig am 30. Sep­tem­ber 1911 auf, Eintrag von Chronist Rieß: »Die Kriegs­erklärung Italiens an die Türkei wur­de in hiesiger Stadt heute früh bekannt und rief unter der Bevölkerung große Aufregung her­vor. Da viele hierin den Anfang zum Beginn eines Welt­krieges[weiter]

Die Spiegelglas-Stadt Fürth Die Spiegelglas-Stadt Fürth

In Fürth nahm die Spiegelglas- und Spiegel­indu­strie seit Beginn des 19. Jh. einen bemer­kens­werten Auf­schwung. In diesem Prozess fiel jüdischen Kaufleuten eine herausragende Rolle zu. Bis 1857 hatte sich das Spiegelglas- und Spiegel­gewerbe in Fürth auf Firmen­ebene wie folgt ent­wickelt: Es gab 19 Spiegelglasfabriken, zwei Spie­gelfabriken, 26 Spiegel­glas­handlungen und fünf Glashandlungen. … [weiter]

Der lange Weg der SpVgg Fürth Der lange Weg der SpVgg Fürth

Am morgigen Sonntag geht die laufende Spiel­zeit der 2. Fußball-Bundesliga zu Ende und die SpVgg Fürth kehrt nach geglücktem Aufstieg in die Erstklassigkeit zurück. Es war ein langer, 49 Jahre andauernder, entbeh­rungsreicher Weg, welcher nun endlich ans Ziel führte. Alles be­gann 1963, als sich die SpVgg Fürth nicht für die da­mals neu geschaffene ein­gleisige Bundesliga qualifizieren konnte … [weiter]

Eine Kindheit in der Südstadt Eine Kindheit in der Südstadt

Im Jahre 1966 zogen meine Eltern von der engen Wohnung in der Gustavstraße in eine wesentlich geräu­migere Bleibe in der Fürther Südstadt, in die Salzstraße 8, in der früher ein Milchgeschäft seine Räume hatte. Entsprechend groß war die Wohnung, bzw. das Schlaf­zimmer meiner Eltern, das war der Verkaufsraum des Milchladens gewesen. Man erkennt es noch … [weiter]

Häuserkampf

Beamtensiedlung wird zehntes Fürther Denkmal­ensemble Beamtensiedlung wird zehntes Fürther Denkmal­ensemble

Weihnachtsgeschenk für Fürth: Der Regio­nal­ausschuss des bayerischen Landes­denk­mal­ra­tes hat in seiner Sitzung vom 30. Oktober 2015 meinem Antrag vom 30. April 2014 statt­ge­ge­ben und die Aufnahme der sogenannten Beamten­sie­dlung als Denkmalensemble in die Denk­mal­liste beschlossen. Sobald noch einige Formalien abgearbeitet sind, erhält Fürth sein zehntes Denk­mal­en­semble. Die Hoffnung, dass die Eintragung … [weiter]

Kultur

Fürther Künstlerin wird SI-Kunstpreisträgerin der Me­tropolregion Nürnberg 2017 Fürther Künstlerin wird SI-Kunstpreisträgerin der Me­tropolregion Nürnberg 2017

Die Fürther Künstlerin Kathrin Hausel (geb. 1979) ist eine virtuose Malerin, eine Grenz­gängerin zwi­schen real-bildhafter und fiktiver Welt mit all ihren menschlichen Sehnsüchten und Untiefen. Sie studierte Malerei an der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft in Alfter bei Bonn und ist seit 2004 frei­schaf­fend tätig. 2008 erhielt sie ein Atelierstipendium der Stadt Bonn und … [weiter]

Medien

»Fürther Freiheit« goes mobile »Fürther Freiheit« goes mobile

Nachdem dieser Tage in einer On­line­stu­die zu lesen war, daß die mo­bi­le Internet-Nutzung wieder einmal stark zugenommen hat und nicht nur die junge Generation, sondern ins­be­son­de­re auch die ältere Benutzerschaft ver­stärkt mit dem Smartphone durch den virtuellen Kosmos surft, habe ich jetzt alle von mir betreuten WordPress-Websites und somit auch die »Fürther Freiheit« auf »responsive … [weiter]

Politik

Austreibung der bösen Gei­ster der Geschäftemacherei und Privatisierung Austreibung der bösen Gei­ster der Geschäftemacherei und Privatisierung

Am 23. Februar 2017, dem dies­jäh­ri­gen Weiberfasching, hat das Fürther Sozialforum die Woh­nungs­bau­ge­sell­schaft der Stadt Fürth, die WBG, heimgesucht. Etliche Hexen drangen dort ein, um mit ihren Besen die bösen Geister der Privatisierung und Ge­schäf­te­ma­che­rei aus den Räumen und aus den Hirnen der Ge­schäfts­führung zu vertreiben. Die WBG ist als städti­sche Gesellschaft einmal dafür angetreten, … [weiter]

Spielplatz

Söllners Sichten Söllners Sichten

Auch wenn der Fürther Fotograf Robert Söllner erst in den 1980er Jah­ren zu fotografieren begann, fühlt er sich hauptsächlich Fo­to­gra­fen des frühen und mittleren 20. Jahrhunderts ver­bun­den – an­ge­fan­gen von Walker Evans über Irvin Penn, Josef Koudelka und Chargesheimer bis hin zu Robert Frank. Nicht zuletzt wegen dieser fotografischen Sozialisation bleibt für Söllner die Reduktion … [weiter]

Sport

110 Jahre SpVgg Fürth 110 Jahre SpVgg Fürth

Heute vor genau 110 Jahren wurde die Spielvereinigung Fürth ins Leben gerufen. Für Verein und Fans Grund zum Feiern, aber auch Grund genug, die lange und zumeist erfolgreiche Geschichte des Vereins noch einmal Revue passieren zu lassen. Die Anfänge des Fußballs in Fürth liegen weit vor dem offiziellen Gründungsdatum der SpVgg Fürth. Bereits gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde der neue Sport von See- und Kaufleuten … [weiter]

Umwelt

Landnahme von kultur­fremden Lebewesen und ihre mangelnde Integrationsbe­reitschaft Landnahme von kultur­fremden Lebewesen und ihre mangelnde Integrationsbe­reitschaft

Das erste Mal fielen mir die Anfänge der sich ankündigenden Invasion zwischen Vach und Stadeln im Winter 2008 auf: Ein Bauwerk, das offensichtlich ungenehmigt errichtet wurde. Ein Sammelsurium von durch­ein­ander auf­ge­häuf­ten Hölzern – eine Erinnerung an Slum und Favela. Nicht die geringste Ähnlichkeit mit den momentan bevorzugten Bauhaus-An­mu­tun­gen. Und dann noch in der Nähe: Zeugnisse … [weiter]

Verkehr

Bahnsinn 15 Bahnsinn 15

Man erinnere sich: Im März 2014 reichten die Stadt Fürth und andere Kläger einen Eilantrag gegen den Verschwenk (Planfeststellung 16 Fürth-Nord) beim Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt ein. Im Oktober 2014 wurde dieser Antrag positiv beschieden. Wenn nun ein Eilantrag beim Ge­richt bis zur Ent­schei­dung einige Monate braucht, kann man sich vielleicht ausrechnen, wann ein rechts­kräf­ti­ges Urteil gefällt wird. … [weiter]

Vermischtes

200 Jahre Stadt Fürth (1808 – 2018) – Nur ein Rechen­fehler? 200 Jahre Stadt Fürth (1808 – 2018) – Nur ein Rechen­fehler?

Seit 2016 vernehmen wir mit zunehmender Häufigkeit Nachrichten zum Jubiläum ‚200 Jahre Stadt Fürth‘ im Jahr 2018. Das ist inhaltlich falsch. Fürth wurde 1808 mit dem bayerischen Gemeindeedikt zur ‚Stadt 2. Klasse‘ erhoben. Dabei zeigt der Zusatz ‚2. Klasse‘ keine recht­li­che Minderstellung an. Er regelt für Städte über 10.000 Einwohner den Umfang und die Besoldung … [weiter]

Wirtschaft

Gelungener Vortrag von Toni Hofreiter zu TTIP & CETA Gelungener Vortrag von Toni Hofreiter zu TTIP & CETA

Auf Einladung der Fürther GRÜNEN sprach MdB Dr. Anton »Toni« Hofreiter am 19. Juli 2016 in Fürth über die geplanten Frei­han­dels­ab­kom­men TTIP und CETA. Über 120 interessierte Zuhörer*innen waren trotz des fantastischen Bier­gar­ten-Wetters in die Freibank am Waag­platz ge­kom­men, die daher wirklich proppenvoll war – ein klares Zeichen dafür, dass das Thema brandaktuell ist und … [weiter]

Wissen

Das wundertätige Heiligen­bild Das wundertätige Heiligen­bild

Der strahlend weiße Turm der Heinrichskirche ist das kaum um­strit­te­ne Wahrzeichen der Süd­stadt. Der weiße Turm ist so auffällig, dass er im 2. Weltkrieg in Moosgrün umgestrichen wurde. Über viele Jahrzehnte war St. Heinrich die ein­zi­ge verputzte Kirche in Fürth, ihr ver­einfachter Barock wirkt zwar auf manchen trivial, aber es gibt auch andere Meinungen: »Das ganze Wesen der Kirche hat eine durch nichts unterbrochene Harmonie« … [weiter]