Ur­ban Gar­de­ning: Stadt Fürth be­grünt Grün­an­la­ge statt ver­sie­gel­ter Flä­chen

10. März 2018 | von | Kategorie: Umwelt

Ur­ban Gar­de­ning in Fürth... Ei­ne Ham­mer-Idee! Die Stadt grü­ner ma­chen, ei­ne Be­geg­nungs­flä­che schaf­fen, wo Bürger*innen ver­schie­den­ster Cou­leur ge­mein­sam gärt­nern, Kin­der und Ju­gend­li­che an Na­tur her­an­füh­ren, ei­ne Er­ho­lungs­oa­se mit­ten in der Stadt, Hilfs­be­reit­schaft und Ver­ständ­nis zwi­schen Alt und Jung för­dern, ge­mein­sa­me Er­leb­nis­se für Men­schen mit den un­ter­schied­lich­sten Hin­ter­grün­den schaf­fen, kurz­um: ei­ne ur-grü­ne Idee, die sich be­reits im Kom­mu­nal­wahl­pro­gramm der Grü­nen 2014 wie­der­fin­det. Die GRÜNEN-Stadträt*innen be­grü­ßen es sehr, dass nun in Fürth ein wei­te­res Ur­ban-Gar­de­ning-Pro­jekt um­ge­setzt wer­den soll.

Platz ist auf der kleinsten Palette: Grün in der Stadt tut allen gut! (Foto: Ralph Stenzel)

Platz ist auf der klein­sten Pa­let­te: Grün in der Stadt tut al­len gut! (Fo­to: Ralph Sten­zel)

Und wo setzt man das am be­sten um? An ei­ner Stel­le, an der ein biss­chen Re­na­tu­rie­rung drin­gend nö­tig ist. Auf der (nicht-vir­tu­el­len) Für­ther Frei­heit zum Bei­spiel, ei­nem zen­tra­len Platz, der viel zu scha­de da­für ist, ein ödes Da­sein als Asphalt- und Blech­wü­ste zu fri­sten. Oder an ir­gend­ei­ner an­de­ren Stel­le, an der man das städ­ti­sche Grau mit ein we­nig Grün auf­lockern kann. Das zu­min­dest wä­re der An­satz­punkt der GRÜ­NEN-Stadt­rats­frak­ti­on ge­we­sen.

Doch an­statt wirk­lich et­was Groß­ar­ti­ges zu schaf­fen, hat sich die Stadt Fürth lie­ber für die Mo­gel­packung ent­schie­den: Man be­grünt... ei­ne Grün­flä­che! Und zwar ei­nen Teil der knapp 400 m lan­gen und gut 30 m brei­ten »Gauß­an­la­ge« zwi­schen der Gauß- und der Volta­stra­ße auf der Hard­hö­he. Der Un­ter­schied wird al­so sein, dass künf­tig nicht mehr Gras und Bü­sche dort wach­sen, son­dern Blu­men­kohl und Zwie­beln. Und dass die ehe­mals öf­fent­lich zu­gäng­li­che Grün­flä­che ein­ge­zäunt wird und nur noch dem Kreis der re­gi­strier­ten Ur­ban Gardener*innen zu­gäng­lich ist.

Si­cher, bes­ser Ur­ban Gar­de­ning auf ei­ner Grün­flä­che als nir­gend­wo, aber der gro­ße Wurf ist das nicht. Und so ver­pufft ei­ne tol­le Idee zum Ju­bi­lä­ums­jahr in ei­nem Pro­jekt, über das man dann sa­gen kann »...net­ter Ver­such, sie haben’s ja gut ge­meint!«

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Ein Kommentar zu »Ur­ban Gar­de­ning: Stadt Fürth be­grünt Grün­an­la­ge statt ver­sie­gel­ter Flä­chen«:

  1. DelphiN sagt:

    Wenn Ur­ban-Gar­de­ning nicht bes­ser ge­för­dert wird hilft nur noch Gue­ril­la-Gar­de­ning. Aber kei­ne Sor­ge: Ir­gend­wan wird’s auch die Die­sel-Par­tei ver­ste­hen.

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