A bos­hafds Weih­nachs­lied, für Hartz 4-Kin­der ge­eig­net

21. Dezember 2014 | von | Kategorie: Spielplatz

Mundart-Text (Grafik: Irma Stolz)

 
A bos­hafds Weih­nachs­lied, für Hartz 4-Kin­der ge­eig­net
nach: »Bos­haf­tes Weih­nachts­lied« von Erich Käst­ner

Morng, ihr kin­der, werds nix gehm,
nur wer hodd’, der gräichd woss gschengd.
Di mud­der hodd eich gschengd es lehm,
des langd doch, wem­mers rechd be­dengd.
Viel­leichd kummd amool ei­er zeid,
doch hei­er is nu ned su weid.

Doch ihr derfd ned trau­ri sei,
di reichn neidn ar­me gern:
Vom broodn gräichd mer bauch­weh glei,
woss neiss is morng scho un­mo­dern.
Morng, dou kummd der weih­nach­ds­moo,
al­ler­dings blo­as ne­benoo.

Gäihd doch läi­ber aff di strass,
dord gibb­ds weih­nachd oh­ne end.
Lau­der bun­der weih­nach­dssch­bass,
doch nur schau­er! Nix in’d händ!
A än christ­baum sich­der fei,
mou doch ned ä eich­ner sei!

Pfeiffd doch aff des weich­nach­ds­zeich!
Seid doch schdolz, dass ihr’s ned hobbd!
Und es chrisdkind sei eich gleich,
wenns aff der em­bo­re hoggd.
Stil­le nachd und heil­ge nachd,
doud ned grei­ner, son­dern lachd!

Morng ihr kin­der, werds nix gehm,
wer nix gräichd, der gräichd ge­duld.
Und dou lernd ihr woss fiers lehm
froochd eich ob­ber, wer droo schuld!
Ir­gend­wann is mol su­weid,
und fier eich is weih­nach­ds­zeid.

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