Neu­er Vor­schlag in der Wo­chen­mark­t/­Schna­bu­lier­markt-Dis­kus­si­on

1. Mai 2014 | von | Kategorie: Häuserkampf

Der be­reits sehr pro­fes­sio­nell aus­ge­ar­bei­te­te Vor­schlag des »über­zeug­ten Für­thers« Jo­chen Schrei­er, auf der Ade­nau­er-An­la­ge ei­nen »Schna­bu­lier­markt« zu in­stal­lie­ren und so­mit auch dem Wo­chen­markt ein be­stän­di­ges Zu­hau­se zu ge­ben, hat grund­sätz­lich nur An­er­ken­nung und Be­wun­de­rung ver­dient: Hier en­ga­giert sich ein Für­ther Bür­ger mit ho­hem fi­nan­zi­el­lem und zeit­li­chen Auf­wand für un­se­re Stadt und zeigt v.a. ei­nen be­reits seit lan­ger Zeit be­stehen­den Miß­stand auf: Die Si­tua­ti­on des Für­ther Wo­chen­mark­tes ist ei­ner Stadt wie Fürth nicht wür­dig! Hier muss et­was ge­tan wer­den! Al­ler­dings nicht ir­gend et­was, son­dern am be­sten das Rich­ti­ge...

Die Konrad-Adenauer-Anlage von 1827 wurde als »Englische Anlage« errichtet und steht unbegreiflicherweise nicht unter Denkmalschutz (Foto: Christofer Hornstein)

Die Kon­rad-Ade­nau­er-An­la­ge von 1827 wur­de als »Eng­li­sche An­la­ge« er­rich­tet und steht un­be­greif­li­cher­wei­se nicht un­ter Denk­mal­schutz (Fo­to: Chri­sto­fer Horn­stein)

Die­ses »Rich­ti­ge« nun her­aus­zu­fin­den und »er­geb­nis­of­fen« das Für-und-Wi­der al­ler mög­li­chen Op­tio­nen auf brei­te­ster Ba­sis in der Stadt­ge­sell­schaft zu er­ör­tern, scheint wich­tig, wo­bei ver­mut­lich bei al­len Ge­dan­ken­spie­len als un­strit­tig an­ge­nom­men wer­den darf, dass der Für­ther Wo­chen­markt ir­gend­wo zwi­schen ehe­ma­li­gem Markt­kauf­ge­bäu­de und der »Neu­en Mit­te« dau­er­haft und mög­lichst at­trak­tiv in­stal­liert wer­den soll­te.

Das jetzige Areal des Paradiesbrunnens bietet viele Vorteile als Standort einer halboffenen Markthalle nach französischem Vorbild und gefährdet kein innerstädtisches Grün (Foto: Christofer Hornstein)

Das jet­zi­ge Are­al des Pa­ra­dies­brun­nens bie­tet vie­le Vor­tei­le als Stand­ort ei­ner halb­of­fe­nen Markt­hal­le nach fran­zö­si­schem Vor­bild und ge­fähr­det kein in­ner­städ­ti­sches Grün
(Fo­to: Chri­sto­fer Horn­stein)

Nun möch­te ich als Ar­chi­tekt und nicht min­der »über­zeug­ter Für­ther« ei­nen wei­te­ren mög­li­chen Stand­ort bzw. ein ganz­jäh­ri­ges Markt­hal­len­kon­zept zur Dis­kus­si­on stel­len und öf­fent­lich be­wer­ben: Das Are­al des Pa­ra­dies­brun­nens in Form ei­ner fi­li­gra­nen Markt­hal­le nach fran­zö­si­schen Vor­bild.

Die nach französischem Vorbild errichtete Schrannenhalle in München könnte Vorbild für eine kleinere halboffene Markhalle in Fürth sein (Foto: privat)

Die nach fran­zö­si­schem Vor­bild er­rich­te­te Schran­nen­hal­le in Mün­chen könn­te Vor­bild für ei­ne klei­ne­re halb­of­fe­ne Mark­hal­le in Fürth sein (Fo­to: pri­vat)

Die­ser Platz ist ge­ra­de­zu prä­de­sti­niert für ei­nen Wo­chen­markt, ei­nen »Schna­bu­lier­markt« oder ei­ne halb­of­fe­ne Markt­hal­le, wie sie mir vor­schwebt. Ei­ne sol­che fi­li­gra­ne, ar­chi­tek­to­nisch mög­lichst zeit­los und nach­hal­tig ge­stal­te­te Markt­hal­le nach fran­zö­si­schem Vor­bild auf dem jet­zi­gen Are­al des Pa­ra­dies­brun­nens hät­te vie­le Vor­tei­le:

Diese ehemalige Markthalle in Frankreich kommt den Dimensionen die an der Kleinen Freiheit angemessen wären, nahe, wobei die Architektur deutlich zeitloser ausfallen könnte (Foto: privat)

Die­se ehe­ma­li­ge Markt­hal­le in Frank­reich kommt den Di­men­sio­nen die an der Klei­nen Frei­heit an­ge­mes­sen wä­ren, na­he, wo­bei die Ar­chi­tek­tur deut­lich zeit­lo­ser aus­fal­len könn­te (Fo­to: pri­vat)

- Sie wür­de den ei­gent­lich viel zu lan­gen Ge­samt­platz bes­ser »fas­sen« und die Platz­pro­por­tio­nen wohl­tu­end ver­bes­sern.

- Sie lä­ge na­he zum Bahn­hof mit re­la­tiv ho­her Fre­quenz bzw. gro­ßer Lauf­kund­schaft.

- Ih­re Grö­ße wä­re ge­nau auf die wirt­schaft­li­chen Pro­gno­sen für ei­nen Wo­chen­markt an­pass­bar.

- Na­tur oder Stadt­grün wür­den we­der zer­stört noch ge­fähr­det.

- Sie wür­de die bei­den neu­en Ver­kaufs­po­le »Neue Mit­te« und »Horn­schuch-Cen­ter« op­ti­mal ver­bin­den.

- Die halb­of­fe­ne Hal­le lie­ße sich her­vor­ra­gend in das Kon­zept der Für­ther Kärwa in­te­grie­ren.

- Ein Markt­hal­len­kon­zept er­mög­licht am ehe­sten ei­nen auch wirt­schaft­lich at­trak­ti­ven Ganz-Jah­res-Be­trieb.

- Sie wä­re so mit Si­cher­heit auch ei­ne über­re­gio­na­le At­trak­ti­on, die die Qua­li­tät des Be­sat­zes stei­gern wür­de.

- Nicht zu­letzt wä­ren die Fahr­zeu­ge der Be­schicker auf den an­gren­zen­den Park­plät­zen be­stens auf­ge­räumt.

Der 1995 als groß­zü­gi­ge Spen­de von Max Grun­dig an die Stadt für ca. 1,2 Mio. DM er­bau­te Pa­ra­dies­brun­nen wä­re zu­dem kei­nes­wegs für die Für­ther ver­lo­ren, denn er könn­te 1:1 un­ge­fähr 100 Me­ter nach Osten vor das AOK-Ge­bäu­de ver­setzt wer­den. Hier wä­re er her­vor­ra­gend neu pla­ziert und könn­te viel­leicht et­was von der ge­plan­ten Alu­la­mel­len­fas­sa­de ab­len­ken, die in Kür­ze das wie­der­be­leb­te Markt­kauf­ge­bäu­de »schmücken« wird und auf die sich die Für­ther »freu­en« dür­fen.

Die im »Schnabuliermarkt«-Konzept als Stand­ort an­ge­dach­te drei­tei­li­ge Kon­rad-Ade­nau­er-An­la­ge mit Pa­vil­lion­park, Fon­tä­nen­brun­nen und Kin­der­spiel­platz ent­stand 1827 (!) als »Eng­li­sche An­la­ge« und es ist ver­mut­lich nicht nur mir un­be­greif­lich, war­um sie nicht schon lan­ge un­ter Denk­mal­schutz steht, auch wenn es bis 1933 ei­ni­ge Neu­ge­stal­tun­gen gab.

Um die­se meist sehr be­leb­te grü­ne Oa­se mit­ten in der Stadt be­nei­den uns vie­le Städ­te und wir soll­ten sie bes­ser pfle­gen, aber nicht um­ge­stal­ten wol­len. Ei­ne Um­nut­zung oder Um­ge­stal­tung zu ei­nem Wo­chen­markt wä­re ein gro­ßer Ver­lust und birgt ein­fach zu vie­le Ge­fah­ren und Ri­si­ken für die Le­bens­qua­li­tät der In­nen­stadt, aber auch un­ter wirt­schaft­li­chen Ge­sichts­punk­ten.

Stichworte: , , , ,

17 Kommentare zu »Neu­er Vor­schlag in der Wo­chen­mark­t/­Schna­bu­lier­markt-Dis­kus­si­on«:

  1. Alois M. sagt:

    Zu­stim­mung. Der Markt muss nun wirk­lich nicht auf die ein­zi­ge grö­ße­re in­ner­städ­ti­sche Grün­flä­che, noch da­zu die äl­te­ste Grün­an­la­ge Fürths. So­was auch nur an­zu­den­ken, das gibt´s nur in Fürth. Denn je­der weiß nach der Neu­en Mit­te: Wer mit Geld nach Fürth kommt, darf letzt­end­lich al­les – auch die letz­te Grün­flä­che in An­spruch neh­men.,

  2. Alex Schulz sagt:

    Ich fand den Vor­schlag von Herrn Schrei­er auf den er­sten Blick sehr sym­pa­thisch, bis mir klar wur­de, dass das Gras nicht zu hal­ten sein wür­de. Mit ei­ner ver­sie­gel­ten Flä­che sä­he das Gan­ze schon wie­der ganz an­ders aus – auch nicht mehr so idyl­lisch.

    Dem Vor­schlag von Herrn Horn­stein kann ich Ei­ni­ges ab­ge­win­nen. Al­lein, es gibt zwei Nach­tei­le, wes­we­gen ich das nicht gern ver­wirk­licht se­hen wür­de: Der Pa­ra­dies­brun­nen als po­si­ti­ver As­pekt des Ge­biets um die Frei­heit wür­de recht ins Ab­seits ge­scho­ben, es wä­re scha­de um ihn. Jetzt liegt er fast mit­tig zwi­schen Fried­rich- und Kir­chen­stra­ße an ei­nem zen­tra­len Platz mit ho­her Fre­quenz.

    Was mich an der Idee der halb­of­fe­nen Hal­le sehr stört: Das Ge­biet zwi­schen zwi­schen Fried­rich- und Kir­chen­stra­ße ist ein Ort mit­ten in der Stadt, an dem der Blick nicht gleich wie­der durch Häu­ser ver­stellt ist, son­dern wei­ter schwei­fen kann. Ei­nen frei­en Blick an zen­tra­ler Stel­le gibt es nicht so oft, er ver­mit­telt Wei­te in der en­gen Stadt. Ich emp­fin­de das im­mer wie­der als wohl­tu­end – ge­ra­de weil ich gleich wie­der Häu­ser ge­gen­über se­he, wenn ich aus mei­nen ei­ge­nen Fen­stern schaue. Es wä­re scha­de, wür­de die­se Sicht­ach­se ver­baut.

  3. GünniS sagt:

    Kann dem Au­tor nur zu­stim­men, wenn­gleich ich (lei­der) der Über­zeu­gung bin, dass so ein Kon­zept in Fürth nicht trag­fä­hig ist, aber sei’s drum, das wä­re ja nicht die er­ste Ein­rich­tung wel­che von der Stadt sub­ven­tio­niert wird – und ei­ne Be­rei­che­rung wä­re es al­le mal.

    Was mich per­sön­lich an der Sa­che stört, ist Schrei­ers plötz­li­cher Auf­tritt aus dem Nichts, sei­ne Hal­tung, sei­ne »Em­pö­rung« bzw. und sein Un­ver­ständ­nis dass nicht al­le so­fort hur­ra hur­ra ru­fen. Dach­te er wirk­lich dass der Vor­schlag so um­ge­setzt wird nur weil er sel­ber in­ve­stiert hat und sich als Heils­brin­ger prä­sen­tiert?

    Üb­ri­gens wur­de ein ganz ähn­li­ches Ge­dan­ken­spiel zum Wo­chen­markt mit dem glei­chen Er­geb­nis hier in der Für­ther Frei­heit be­reits vor gut drei Jah­ren ver­öf­fent­licht, sie­he den Ar­ti­kel: »Die Für­ther Frei­heit: Event- oder Markt­platz ?«

  4. Manu sagt:

    Schö­nes Bild von der Ade­nau­er-An­la­ge. Dan­ke! Mit die­sem Bild wird sehr viel deut­li­cher, dass hier wirk­lich ei­ne Grün­an­la­ge be­droht ist (im Ge­gen­satz zu dem eher Tri­stesse vor­spie­len­den Fo­to in den FN neu­lich...).

    Mir ging es so ähn­lich wie Alex Schulz: Auch ich fand die Idee nur im er­sten Mo­ment sym­pa­thisch, aber nicht mehr bei län­ge­rem Nach­den­ken. Die Ade­nau­er-An­la­ge ist un­be­dingt zu er­hal­ten! (Und zwar so­wohl die Grün­an­la­ge wie auch der Fon­tai­nen­be­reich!)

    Zum ver­öf­fent­lich­ten Kon­zept: War­um wird auf der Home­page des Schna­bu­lier­markts (Ja, der noch nicht exi­stie­ren­de Schna­bu­lier­markt hat tat­säch­lich schon ei­ne ei­ge­ne Home­page) im­mer noch mit Men­schen, die auf der grü­nen Wie­se sit­zen, ge­wor­ben?

    Zum Al­ter­na­tiv­kon­zept: Je­der, der von ei­nem Frank­reichur­laub heim­kommt, schwärmt von den Markt­hal­len. Ich auch. Aber wenn man die­se Idee für Fürth wei­ter­ver­folgt, muss man un­be­dingt ver­mei­den, dass sich die Feh­ler der Grü­nen Hal­le wie­der­ho­len.

    Ich fin­de im üb­ri­gen auch den jet­zi­gen Stand­ort Bahn­hofs­platz gar nicht schlecht. Zu­min­dest prak­tisch. Und bei den Händ­lern be­liebt. Könn­te man dort nicht auch ei­ne et­was hüb­sche­re Aus­ge­stal­tung an­denken oder die bei­den Sei­ten­be­rei­che mit ein­be­zie­hen, wenn der Platz auf dem Mit­tel­teil auf Dau­er zu klein ist?

  5. Christofer Hornstein sagt:

    Dan­ke für die an­re­gen­den Kom­men­ta­re!

    Der Aus­druck Markt-HAL­LE ist even­tu­ell et­was ir­re­füh­rend für das, was mir kon­kret an die­sem Ort vor­schwebt und auch das Bild der Schran­nen­hal­le in Mün­chen täuscht Di­men­sio­nen vor, die für den Ort an der klei­nen Frei­heit völ­lig un­pas­send wä­ren.

    Die fi­li­gra­ne Stahl­kon­struk­ti­on wä­re im Som­mer eher ei­ne seit­lich re­la­tiv of­fe­ne Über­da­chung und könn­te in der käl­te­ren Jah­res­zeit par­ti­ell oder ganz ge­schlos­se­nen wer­den. Auch in der Hö­he wä­re Sie deut­lich nied­ri­ger als die Ge­bäu­de des Platz­ran­des, so dass sie zwar den Platz deut­lich zo­niert, aber we­nig von sei­ner Groß­zü­gig­keit neh­men wür­de. Die­se Über­da­chung hät­te et­wa die dop­pel­te Hö­he der jetzt vor­han­de­nen Ki­os­ke und lä­ge da­mit z.B. deut­lich nied­ri­ger als die um­lie­gen­den Bäu­me. Ei­ne sol­che Kon­struk­ti­on (ich scheue hier den Aus­druck »Ge­bäu­de«) soll­te eher den Cha­rak­ter ei­nes recht­ecki­gen Pa­vil­lons denn ei­ner »Hal­le« auf­neh­men.

    Zur grü­nen Hal­le, die ja vom Grund­satz eher als Spe­zia­li­tä­ten- bzw. Schna­bu­lier­markt denn als Wo­chen­markt­hal­le kon­zi­piert war, fällt mir nur ein: Right thing-wrong place! So et­was kann nur in gu­ter In­nen­stadt­la­ge mit na­tür­li­cher Fre­quenz und an­de­ren Ge­schäf­ten in der Nä­he funk­tio­nie­ren. Die Si­tua­ti­on wä­re auf der klei­nen Frei­heit ei­ne völ­lig an­de­re!

  6. Ich per­sön­lich hal­te den Vor­schlag von Chri­sto­fer Horn­stein für sehr über­zeu­gend und die auf­ge­zähl­ten Ar­gu­men­te sämt­lich für stich­hal­tig, auch wenn der Pa­ra­dies-Brun­nen zu­ge­ge­be­ner­ma­ßen da­mit ein we­nig an dern Rand des in­ner­städ­ti­schen Ge­sche­hens ge­rückt wer­den wür­de. Ich fürch­te nur, daß die »er­geb­nis­sof­fe­ne Prü­fung« ein­mal mehr zum Knie­fall vor dem In­ve­stor, par­don: För­de­rer füh­ren wird, den man doch bit­te, bit­te nicht ernst­haft in sein Kon­zept hin­ein­re­den darf, da­mit er nicht ver­grätz­ter­wei­se ei­nen Rück­zie­her macht...

  7. Manu sagt:

    Ach­tung, jetzt wird´s ge­fähr­lich!

    Die Dis­kus­si­on hat sich laut Jung schon auf nur noch 2 Al­ter­na­ti­ven »ver­engt«, und zwar (war­um wun­dert mich das jetzt nicht?) aus­ge­rech­net auf die zwei schlech­te­sten. Und Jung ist so­gar be­reit, die Spring­brunn­an­la­ge zu op­fern. Ich bin ent­setzt! Herr Jung, wa­gen Sie es nicht!

  8. Alois M. sagt:

    @Manu: Der OB er­schau­ert si­cher­lich ob die­ser Dro­hung. Ge­nau­so, wie er er­schau­ern und zu­tiefst be­ein­druckt sein wird, wenn je­mand auf­muckt, dass Tei­le des Rat­hau­ses dem Evi-Kurz-Ge­dächt­nis­zen­trum ein­ver­leibt wer­den sol­len. Und der Ab­riss der Vor­hal­le des Bahn­ho­fes wird auch schon pro­pa­gan­di­stisch vobe­rei­tet, wie ich bei des OBs Re­de zur Er­öff­nung der Denk­mal-Aus­stel­lung in der Stadt­spar­kas­se kon­si­stie­ren muss­te.

  9. Manu sagt:

    Er soll nicht er­schau­ern, son­dern zur Be­sin­nung kom­men.

  10. Rüdiger M. sagt:

    Ich fin­de es scha­de, dass sich der­zeit nie­mand em­pört, über die Art und Wei­se der »Schna­bu­lier­markt Um­fra­ge« der Stadt Fürth.

    Ger­ne ha­ben wir die KA An­la­ge, den Spiel­platz, das Ron­dell mit un­se­ren Kin­dern be­nutzt, als Spiel­platz und Um­feld noch recht un­at­trak­tiv wa­ren. Heu­te ist die Brun­nen­an­la­ge für mich oft ein Ort der Ru­he, Re­ge­ne­ra­ti­on und Be­sin­nung. Was mich des­halb be­son­ders auf­bringt: die Sa­che hat den An­schein doch längst ent­schie­den zu sein, die Um­fra­ge dient mei­ne er­ach­tens nur als Vor­wand, die­ses un­see­li­ge Pro­jekt am Stand­ort KA An­la­ge durch­zu­drücken. Der Wirt­schaft nicht dem Men­schen die­nen, Kin­der? Egal. Das Wirt­schafts­re­fe­rat er­drei­stet sich so­gar , die auf po­si­tiv ge­trimm­te Home­page des Schna­bu­lier­mark­tes ge­nau so zu er­wäh­nen wie das Um­fra­ge­insti­tut. Der Vor­wand: »da­mit Sie sich über das Vor­ha­ben ger­ne in­for­mie­ren kön­nen«.

    Die HP ist ei­ne rei­ne Ju­bel­num­mer, die mit ge­fak­ten Bil­dern (Ap­fel­markt etc.) po­si­tiv ein­stimmt, sach­li­che, ernst­haf­te Aus­ein­an­der­set­zung mit Kri­tik feh­len ge­nau­so wie State­ments des BN oder an­de­rer Kri­ti­ker. Die Se­rio­si­tät des Um­fra­ge­insti­tuts ist für mich in Fra­ge ge­stellt (die Un­ab­hän­gig­keit des Wirt­schafts­re­fe­rats so­wie­so), denn die Neu­tra­li­tät ist wg. Nen­nung ein­sei­ti­ger In­for­ma­ti­ons­quel­len NICHT ge­wahrt wor­den. Al­so, was soll das Gan­ze?

    An­de­rer­seits ha­ben die Kri­ti­ker kei­ne INFO Sei­te o. ä. an­zu­bie­ten oder ist der Ein­druck rich­tig, dass man Kri­tik, mitt­ler­wei­le so­gar sei­tens Stadt am Stand­ort KA An­la­ge gar nicht mehr hö­ren, ge­schwei­ge denn zu­las­sen will?

  11. @Rüdiger M.:

    Als Pri­vat­mann tei­le ich Ih­re Ein­schät­zung, daß die städ­ti­sche Um­fra­ge me­tho­disch un­se­ri­ös, of­fen­kun­dig ten­den­zi­ös und schon auf­grund des Ver­wei­ses auf die Schreier’sche Schna­bu­lier­markt-Web­site nach­ge­ra­de skan­da­lös ist.

    Als Her­aus­ge­ber der »Für­ther Frei­heit« ver­wei­se ich auf die Sei­ten »MIt­ma­chen!« und »Fra­gen?« und la­de al­le in­ter­es­sier­ten und en­ga­gier­ten Bürger(innen) da­zu ein, die­se Platt­form hier zu nut­zen, um ih­re ei­ge­ne Sicht der Din­ge zu ar­ti­ku­lie­ren. Es gibt hier we­der Platz­man­gel noch Maul­kör­be, es herr­schen viel­mehr Mei­nungs­frei­heit und Of­fen­heit.

    Der ein­zi­ge Ha­ken: Schrei­ben macht Mü­he! Aber es lohnt sich: Was hier im Bür­ger-Blog ver­öf­fent­licht wird, wird auch dann noch zu­ver­läs­sig ge­fun­den und ge­le­sen, wenn in die Zei­tung aus Pa­pier schon längst der Sa­lat ein­ge­wickelt wird...

  12. GünniS sagt:

    Wer sich et­was mit der Ge­schich­te der An­la­ge aus­ein­an­der­setzt (z.B. auf Für­thWi­ki), er­kennt, dass sie be­reits seit ih­rer Er­rich­tung vor den Be­gehr­lich­kei­ten pri­va­ter Bau­herrn ge­schütz wer­den muss­te – und dies ge­schah stets durch um­sich­tig agie­ren­de Bür­ger­mei­ster. Im Jahr 2014 bin ich mir aber des Schut­zes der An­la­ge durch das Rat­haus kei­nes­wegs mehr si­cher!

  13. Ute Schlicht sagt:

    ... und nun (2018!) fällt je­man­dem (ge­nau­er: Herrn Schier) auf, dass der Wo­chen­markt an der Ade­nau­er­an­la­ge an­de­re Fe­ste »be­ein­träch­ti­gen« oder gar ver­hin­dern könn­te.

    Was soll man da­zu sa­gen: »Es le­be die ko­ope­ra­ti­ve und vor­aus­schau­en­de Pla­nung in Fürth!« oder. »Das kommt da­von, wenn man al­lein der – pro­fi­tie­ren­den – Ga­stro­no­mie das Sa­gen über­lässt« ... oder: ???

    Mich über­zeugt üb­ri­gens (im­mer noch) am mei­sten die Idee, den Markt in die »Aus­läu­fer« am Cen­tau­ren­brun­nen zu stel­len – dort wä­re er kon­kur­renz­los gut un­ter­ge­bracht und müss­te nie­mals, nix und nie­man­dem wei­chen. War­um will man das nicht ver­ste­hen? (Ich ahn’s ....)

Kommentar-Feed RSS-Feed für Kommentare nur zu diesem Beitrag

Kommentar abgeben: