Der Fär­der Ruf od­der der Watz­mann is aa in Färd

26. April 2015 | von | Kategorie: Spielplatz

Mundart-Text (Grafik: Irma Stolz)

 
Der Fär­der Ruf
od­der
der Watz­mann is aa in Färd (in me­mo­ri­am Wolf­gang Am­bros)
od­der
in­zwi­schen is des a scho ä Rä­mi­nes­zens

Er: So­och äm­ool frau, heersd du des aa?

Sie: Iich heer nix.

Er: Na. Iich heers ganz ge­nau. Wäi wenn mi an­ner rufn däd.

Sie: Du schbinnsd doch. Ich hobb ohrn wäi ä lux. Und wenn iich nix heer, dann is dou nix.

Er: Naa. Du hossd ned rechd. Es heerd si oo, als wenn mi an­ner rufn däd. Dou wid­der! Heers­ders ned? Du mousd des doch heern!

Sie: Heer aaf! Des is al­les ei­bil­dung.- Hogg di hi, dring dei bier und gib ä ro­uh!

Er: Frau. Mich ruffd an­ner. Su ganz dief ruft mi an­ner. Iich soll hi­gäih.

Sie: Du gäihsd nir­gends hi. Iich konn mer scho den­gn, woss des is. Heer läi­ber ned hi!

Er: Iich konn ned! Es wer­de im­mer lau­der. Es is scho fassd, wäi wenn an­ner brülln däd. Des is wäi ä be­fehl.

Sie. Du sollsd ned hi­härn. Bis edz hod­der uns ver­schond, der ruf. Weil mir schdarg worn. Weil mir aff nix ge­härd homm.

Er. Lou mir! I mou ford. Es is schdär­ger als wäi iich. Iich mou in di Gu­stav­strass!

Sie: Mou, gäih ned! Gäih ned. Dou, in der Gu­stavsch­drass, wennsd dou ä bis­ser­ler zu laud bissd od­der nachds aff der strass stäihsd, no schberrns di ei! Denk doch an miich! Denk an un­se­re kin­ner!

Er: Iich konn ned. Iich mou douhi. Iich mou in Gu­stavsch­drass. Dou! Edz is wid­der ganz deid­li. Es is wäi wenn än lö­we brülln däd. Ich mou ford, aff der schdell.

Sie: Wenn du des machsd, dann loui mi scheidn. Edz konnsd ders raus­soung: Iich od­der di Gu­stav­strass.

Er: Ich kon­ned. Es zäichd mi ford, mid al­ler gwald. Iich mou in löwn. Däi wardn dord aff miich. Sei mer ned bees, frau. Iich wers scho zwin­ger, die Gustrav­strass und ih­rn Löwn.

Sie: Mein godd. Dou gäih­der hi, des bläi­de manns­büld, des bläi­de. Su­lang hom­mers gschaffd, und edz, edz hodds­nern baggd, di Gut­sav­strass. Dou! Iich siechs scho. Dou, eds is­ser scho am Grü­ner Mar­gd. Mei, wäi der sich schiggd. Dou, edz biich­der scho ei an der Nor­ma. Nu ä boor schridd. Mein Godd! Er is nei, er is nei! Er is in Gelbn Löwn nei!

Edz hülfd nur­nu beedn.

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