»Ein­kaufs­stadt Fürth«: Die Wei­chen wer­den jetzt ge­stellt

28. November 2010 | von | Kategorie: Häuserkampf

Winterliche Weichenstellung (Foto: Ralph Stenzel)

Im No­vem­ber ver­schick­te das Wirt­schafts­re­fe­rat ei­nen Kri­te­ri­en­ka­ta­log zum »In­ter­es­se­be­kun­dungs­ver­fah­ren« für In­ve­sto­ren beim neu­en Ein­kaufs­schwer­punkt Ru­dolf-Breit­scheid-Stra­ße, ver­bun­den mit mit der Bit­te um Stel­lung­nah­me.

Emp­fän­ger des Schrei­bens wa­ren die Stadt­rats­frak­tio­nen, der Stadt­hei­mat­pfle­ger und auch die Bür­ger­initia­ti­ve »Ei­ne bes­se­re Mit­te für Fürth«.

Das Ant­wort­schrei­ben der BI ver­öf­fent­li­chen wir nach­fol­gend im Ori­gi­nal­wort­laut:

 

Sehr ge­ehr­ter Herr Mül­ler,

vie­len Dank für die Zu­sen­dung des Ent­wur­fes ei­nes Kri­te­ri­en­ka­ta­lo­ges für ein »In­ter­es­sen­be­kun­dungs­ver­fah­ren« im Zu­sam­men­hang mit der In­ve­sto­ren­su­che für den Ein­kaufs­schwer­punkt in der Ru­dolf-Breit­scheid-Stra­ße. Ih­rer Bit­te, da­zu Stel­lung zu neh­men, kom­men wir hier­mit ger­ne nach.

Ihr Schrei­ben wur­de auf dem letz­ten Tref­fen der BI un­ter re­ger Be­tei­li­gung en­ga­gier­ter Für­ther Bür­ger aus­führ­lich und kon­struk­tiv er­ör­tert. Die Vor­aus­set­zun­gen für das Ziel der Bür­ger­initia­ti­ve, näm­lich »Ei­ne bes­se­re Mit­te für Fürth« zu er­rei­chen, sind durch den Rück­zug des por­tu­gie­si­schen Groß­in­ve­stors So­nae Si­er­ra und den Kauf der Area­le Wöl­fel, Fied­ler und Park­ho­tel durch die Stadt Fürth er­heb­lich ge­wach­sen. Die BI be­grüßt, dass aus den Er­fah­run­gen der Ver­gan­gen­heit die Leh­ren ge­zo­gen wur­den und die Stadt Fürth das Heft des Han­delns nun selbst in die Hand ge­nom­men hat. Wir möch­ten al­le Ent­schei­der noch ein­mal dar­an er­in­nern, dass es im lau­fen­den Ver­fah­ren um weit mehr geht als nur um die kurz- und mit­tel­fri­sti­ge Ver­bes­se­rung des Ein­kaufs­an­ge­bo­tes in der In­nen­stadt. Es geht vor al­lem um die Ge­stal­tung ei­nes städ­te­bau­lich hoch­sen­si­blen Be­rei­ches, der das Bild der Stadt auf lan­ge Zeit prä­gen wird.

Die BI emp­fiehlt der Stadt Fürth, sich Ih­rer mitt­ler­wei­le sehr gu­ten Aus­gangs­si­tua­ti­on für die In­ve­sto­ren­su­che be­wusst zu sein und ent­spre­chend selbst­be­wusst zu su­chen und zu ver­han­deln. Ge­ra­de die z. Z. de­fi­zi­tä­re Ein­kaufs­si­tua­ti­on in der In­nen­stadt bei gleich­zei­ti­ger Ver­bes­se­rung der So­zi­al­struk­tur macht Fürth für In­ve­sto­ren hoch­in­ter­es­sant. Die zum Ver­kauf ste­hen­den Be­rei­che an der Haupt­ver­bin­dungs­ach­se zwi­schen Schwa­ba­cher Stra­ße und Für­ther Frei­heit sind Herz­stücke der Ein­kaufs­stadt und müs­sen als Top-Stand­or­te an­ge­se­hen wer­den.

Uns ist be­wusst, dass der Kri­te­ri­en­ka­ta­log zum »In­ter­es­sen­be­kun­dungs­ver­fah­ren« be­wusst knapp ge­hal­ten wur­de und re­gen auch nicht an, die­sen Ka­ta­log episch zu ver­brei­tern, aber wir möch­ten Ih­nen ge­gen­über un­se­re Po­si­ti­on zu den ein­zel­nen Punk­ten et­was aus­führ­li­cher dar­le­gen.

 
Punkt a)

Er­hal­tung der We­ge­be­zie­hung in der Ru­dolf-Breit­scheid-Stra­ße als öf­fent­li­cher Raum (zu­min­dest für Fuß­gän­ger und Rad­fah­rer)

Der hier mit »Er­hal­tung der We­ge­be­zie­hung« lei­der et­was va­ge an­ge­spro­che­ne Punkt ist und bleibt ei­ner der zen­tra­len An­lie­gen der Bür­ger­initia­ti­ve. Die BI for­dert Er­hal­tung der Ru­dolf-Breit­scheid-Stra­ße als öf­fent­li­cher Raum in ih­rer heu­ti­gen Brei­te. Die Pla­nungs­ho­heit der Stadt Fürth für die ge­sam­te Ru­dolf-Breit­scheid-Stra­ße muss er­hal­ten blei­ben. Das Teil­stück von der Hall­stra­ße bis zur Fried­rich­stra­ße soll­te zur klas­si­schen Fuß­gän­ger­zo­ne um­ge­wan­delt wer­den. Ge­gen ei­nen ad­äquat di­men­sio­nier­ten »Sky­walk« gibt es kei­ne Ein­wän­de. Von ei­ner Stahl-Glas­über­da­chung der Ru­dolf-Breit­scheid-Stra­ße wird al­ler­dings ab­ge­ra­ten. Es ist wün­schens­wert, dass der Bus nach wie vor durch die RBS und die Hall­stra­ße fährt.

 
Punkt b)

Einbindung/Einfügung in die Stadtstruktur/Baustruktur

Der BI scheint es wich­tig, die­sen et­was ba­nal und selbst­ver­ständ­lich da­her­kom­men­den, wich­ti­gen Punkt ein­mal nä­her zu er­läu­tern:

Die Ein­zig­ar­tig­keit der hi­sto­ri­schen Stadt Fürth macht nicht die Horn­schuh-Pro­me­na­de und nicht die Alt­stadt um die Gu­stav­stra­ße aus (so schön und ma­le­risch sich die­se auch heu­te prä­sen­tie­ren), son­dern die hi­sto­ri­sche West­stadt mit Ih­ren noch fast völ­lig un­ver­sehr­ten, klas­si­zi­sti­schen Sand­stein­fas­sa­den. Hier liegt ar­chi­tek­tur­hi­sto­risch un­be­streit­bar das Al­lein­stel­lungs­merk­mal der Stadt Fürth, mit dem sich ja auch die In­itia­ti­ve um Herrn Lo­thar Bert­hold für die Auf­nah­me in die Li­ste als »Welt­kul­tur­er­be« be­wer­ben möch­te. Lei­der ist noch nicht je­dem in Fürth be­wusst, welch ein Ju­wel die west­li­che In­nen­stadt dar­stellt. Ge­ra­de in ih­rer Ge­schlos­sen­heit be­steht ihr Wert, ein­zel­ne Häu­ser sind we­ni­ger spek­ta­ku­lär. Die west­li­che In­nen­stadt ist ver­gleich­bar mit ei­ner Brief­mar­ken­samm­lung, de­ren Wert in Ih­rer Voll­stän­dig­keit und nicht in ein­zel­nen Mar­ken be­steht.

Bei der Ein­fü­gung in die Stadt­struk­tur müs­sen v. a. die ty­pi­schen Pro­por­tio­nen der west­li­chen In­nen­stadt be­ach­tet wer­den. Ei­ne ein­heit­li­che ar­chi­tek­to­ni­sche Aus­for­mung der drei Area­le wür­de die­se völ­lig Pro­por­tio­nen spren­gen und stellt kein ge­stal­te­risch-nach­hal­ti­ges Kon­zept dar. Für den öko­no­mi­schen Er­folg ist das zen­tra­le Ma­nage­ment des drei­tei­li­gen Ge­schäfts­haus­mo­dells wich­tig, nicht die Rea­li­sie­rung ei­ner ver­meint­lich »re­prä­sen­ta­ti­ven« Groß­struk­tur, hin­ter der sich im Fal­le von Ein­kaufs­zen­tren nur die Klein­struk­tu­ren ein­zel­ner Lä­den wie­der fin­den. In­so­fern stellt der Ver­kauf al­ler drei Area­le an ei­nen In­ve­stor und die ar­chi­tek­to­ni­sche Tren­nung die­ser Be­rei­che kein Wi­der­spruch dar, son­dern för­dert die ge­stal­te­ri­sche Nach­hal­tig­keit durch Wah­rung Fürth-ty­pi­scher Pro­por­tio­nen.

 
Punkt c)

Denk­mal­ge­schütz­te Ge­bäu­de sind in die Pla­nung ein­zu­be­zie­hen und wei­test­ge­hend zu er­hal­ten.

Wenn wir die zu­ge­sand­te Über­sichts­kar­te rich­tig le­sen, be­trifft die­ser Punkt vor al­lem die An­we­sen Ru­dolf-Breit­scheid-Stra­ße 4 und 6. Hier ist die BI der Auf­fas­sung, dass es oh­ne Schwie­rig­kei­ten mach­bar ist, so­wohl die Fas­sa­den als auch die da­hin­ter lie­gen­de Bau­sub­stanz der Ober- und Dach­ge­scho­ße in ein ar­chi­tek­to­nisch reiz­vol­les Ge­samt­kon­zept zu in­te­grie­ren. Die oh­ne­hin stark neu­zeit­lich ver­än­der­ten Erd­ge­schos­se kön­nen aus un­se­rer Sicht gänz­lich als Por­tal für die rück­wär­ti­gen Ge­schäf­te ge­nutzt wer­den.

 
Punkt d)

In An­leh­nung an die Ziel­vor­ga­ben des in­te­grier­ten Ein­zel­han­dels- und Zen­tren­kon­zep­tes soll ei­ne Stär­kung der in­ner­städ­ti­schen Leit­sor­ti­men­te ins­be­son­de­re in den Be­rei­chen Be­klei­dung und Schu­he er­fol­gen.

Die­sen klar for­mu­lier­ten Punkt un­ter­stützt die BI und er­kennt kei­nen Er­läu­te­rungs­be­darf.

 
Punkt e)

Sach­ge­rech­te, städ­te­bau­lich und denk­mal­pfle­ge­risch an­ge­mes­se­ne und an­spre­chen­de Lö­sung für ei­nen evtl. Er­satz­bau des Park­ho­tels

Die BI be­für­wor­tet den Er­halt der Fas­sa­de des Park­ho­tels, v. a. we­gen des ho­hen emo­tio­na­len Wer­tes des Ge­bäu­des und sei­nem iden­ti­täts­stif­ten­den Cha­rak­ter für Fürth, auch wenn hier nur der Fest­saal un­ter Denk­mal­schutz steht. In Ge­sprä­chen am Stand der BI wur­de deut­lich, dass vie­le Für­ther Bür­ger an die­sem Für­ther Wahr­zei­chen hän­gen.

 
Punkt f)

Be­gren­zung der (Ein­zel­han­dels-) Ver­kaufs­flä­chen auf ca. 15.000 m²/netto

Die Be­gren­zung der Ein­zel­han­dels-) Ver­kaufs­flä­chen auf ca. 15.000 m²/netto war und ist ei­ne zen­tra­le For­de­rung der BI. So kann ein Im­puls für die Ein­kaufs­stadt Fürth ge­setzt wer­den, oh­ne dass es in an­de­ren Be­rei­chen zu Ver­ödun­gen kommt. Hier­bei er­scheint es uns sehr wich­tig, dass als Grö­ßen­be­griff nicht ir­gend­ei­ne se­lek­tier­te, die z.B. den Raum hin­ter der La­den­the­ke nicht als Ver­kaufs­flä­che be­misst, zur An­wen­dung kommt, son­dern die in­ter­na­tio­nal ein­ge­führ­te GLA (Gross Leasable Area), al­so die ge­sam­te Ge­schäfts­flä­che! Die Ge­sell­schaft für Im­mo­bi­li­en­wirt­schaft­li­che For­schung e.V. (GIF) er­teilt nä­he­re Aus­künf­te zur kor­rek­ten Ver­kaufs­flä­chen­be­rech­nung.

 
Punkt g)

Op­tio­nal soll der Bau ei­ner Tief­ga­ra­ge un­ter dem Cen­ter oder un­ter der Frei­heit mög­lich sein un­ter der Vor­aus­set­zung der Bau­rea­li­sie­rung in der kirch­weih­frei­en Zeit und der ver­kehrs- und stadt­ver­träg­li­chen Situierung/Gestaltung der Ein- und Aus­fahr­ten

Für die­sen Punkt regt die BI an, die Aus­wir­kun­gen des zu er­war­ten­den Lie­fer- und Kun­den­ver­kehrs bei je­dem vor­ge­leg­ten Kon­zept zu prü­fen. Au­ßer­dem plä­die­ren wir für ein Park­leit­sy­stem für al­le be­stehen­den Park­häu­ser. In je­dem Fall soll­ten nicht in ei­ne be­stehen­de Ge­bäu­de­struk­tur ein­ge­füg­te so­li­tä­re Ein- und Aus­fahr­ten für ei­ne Tief­ga­ra­ge (z.B. auf der Für­ther Frei­heit) aus städ­te­bau­li­chen Grün­den un­be­dingt ver­mie­den wer­den.

 
Punkt h)

Re­fi­nan­zie­rung des Kauf­prei­ses für die von der Stadt er­wor­be­nen Grund­stücke (Fied­ler-Are­al / Wöl­fel-Are­al / Park­ho­tel)

Wie be­reits oben er­wähnt, han­delt es sich bei den drei Area­len um Sah­ne­stücke des Für­ther Im­mo­bi­li­en­mark­tes, die von der Stadt Fürth ver­gleichs­wei­se gün­stig er­wor­ben wor­den sind. In­so­fern stellt die Re­fi­nan­zie­rung inkl. der Zin­sen und evtl. wei­te­rer Fi­nan­zie­rungs­ko­sten ei­ne Selbst­ver­ständ­lich­keit dar. Der BI scheint es wich­tig dar­auf hin­zu­wei­sen, dass der Qua­li­tät des Kon­zep­tes der ein­deu­ti­ge Vor­rang vor dem ge­bo­te­nen Kauf­preis ge­ge­ben wer­den muss. Nur durch ein in je­der Hin­sicht nach­hal­ti­ges Kon­zept wird der lang­fri­sti­ge Nut­zen (und auch der öko­no­mi­sche Mehr­wert) für die Stadt Fürth ge­si­chert.

Zu­sätz­lich zu den oben ab­ge­han­del­ten Kri­te­ri­en hält die BI ei­ne ar­chi­tek­to­nisch reiz­voll In­te­gra­ti­on der Sand­stein-Fas­sa­de des Fied­ler-Ge­bäu­des für wün­schens­wert.

Die BI for­dert ei­nen of­fe­nen Ar­chi­tek­ten­wett­be­werb für das ge­plan­te Are­al. Größ­ter Wert ist da­bei auf die Aus­wahl ei­ner Ju­ry zu le­gen, de­ren Mit­glie­der Er­fah­rung im Um­gang mit hi­sto­ri­schen In­nen­städ­ten nach­wei­sen kön­nen. Die BI stellt sich zur Ver­fü­gung, bei der Aus­wahl der Ju­ry-Mit­glie­der und bei der Auf­stel­lung der Wett­be­werbs­kri­te­ri­en be­hilf­lich zu sein.

Dass im neu­en Kon­zept wohl kein Platz mehr für ein Ki­no ist, kann man be­dau­ern, es ist aber ver­ständ­lich, wenn vor­ran­gig gro­ße Flä­che für Tex­til und Schu­he zur Ver­fü­gung ge­stellt wer­den sol­len. Die BI regt an, die Un­ter­ge­schos­se des Ci­ty-Cen­ters für ein In­nen­stadt-Ki­no zu nut­zen. Für die­sen Zweck wä­re auch der bis­her we­nig an­ge­nom­me­ne Ein­gang ne­ben dem Thea­ter ide­al. Die gro­ße Tief­ga­ra­ge des Ci­ty-Cen­ters wä­re eben­falls op­ti­mal. Er­gän­zen könn­te man das An­ge­bot durch Ga­stro­no­mie, Dis­ko­thek und evtl. noch ein Fit­ness­cen­ter, al­so In­nen­stadt be­le­ben­de An­ge­bo­te für ein eher ju­gend­li­ches Pu­bli­kum.

Die Bür­ger­initia­ti­ve »Ei­ne bes­se­re Mit­te für Fürth« un­ter­stützt die Stadt Fürth wei­ter­hin kon­struk­tiv und ap­pel­liert an al­le Ent­schei­der, sich ih­rer Ver­ant­wor­tung für ei­ne nach­hal­tig po­si­ti­ve Ent­wick­lung der schö­nen Für­ther In­nen­stadt be­wusst zu sein.

 
Be­ste Grü­ße!

Dr. Chri­sto­fer Horn­stein
(Spre­cher der BI »Ei­ne bes­se­re Mit­te für Fürth«)

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13 Kommentare zu »»Ein­kaufs­stadt Fürth«: Die Wei­chen wer­den jetzt ge­stellt«:

  1. Die Stel­lung­nah­me des Stadt­hei­mat­pfle­gers Dr. Alex­an­der May­er sei hier gleich­falls wie­der­ge­ge­ben:

     

    Dr. Alex­an­der May­er
    Stadt­hei­mat­pfle­ger
    www.dr-alexander-mayer.de

     
     
    Herrn Be­rufsm. Stadt­rat
    Horst Mül­ler
    Rat­haus
    90744 Fürth

     
    Fürth, 28. No­vem­ber 2010

     
     
    »Ein­kaufs­stadt Fürth«; Ihr Schrei­ben v. 18.11.2010

     
    Sehr ge­ehr­ter Herr Mül­ler,

    vie­len Dank für Ihr Schrei­ben vom 18. No­vem­ber.

    Fol­gen­de Stel­lung­nah­men und Än­de­rungs­wün­sche zur »Fest­le­gung des Kri­te­ri­en­ka­ta­logs« gibt es von mei­ner Sei­te:

    a: Zu­stim­mung.

    b: Ich bit­te um Kon­kre­ti­sie­rung.

    c: Än­de­rung: »Denk­mal­ge­schütz­te Ge­bäu­de sind in die Pla­nung ein­zu­be­zie­hen und
    wei­test­ge­hend voll­stän­dig zu er­hal­ten«.

    d: Zu­stim­mung und Er­gän­zung: Ein gu­tes Haus­halts­wa­ren­ge­schäft könn­ten wir nach dem Weg­fall von Meyer/Bastian auch wie­der ge­brau­chen.

    e: Ich for­de­re den Er­halt der Fas­sa­de und des hi­sto­ri­schen Trep­pen­hau­ses so­wie die Wie­der­her­stel­lung des Fest­saals.

    f: Zu­stim­mung.

    g: Ich bit­te um ge­naue Prü­fung, ob das not­wen­dig und von der Ge­schäfts­welt er­wünscht ist.

    h: Das soll­te ei­ne Selbst­ver­ständ­lich­keit sein!

     
    Mit freund­li­chen Grü­ßen

  2. Doc Bendit sagt:

    An­mer­kung zu den Punk­ten c und e:

    Hier ge­he ich mit dem Stadt­hei­mat­pfle­ger völ­lig kon­form und so­gar noch ei­nen Schritt wei­ter: es soll­te auch al­te Bau­sub­stanz er­hal­ten wer­den die nicht un­ter Denk­mal­schutz steht. Die baye­ri­sche Denk­mal­li­ste ist si­cher auch nicht voll­stän­dig oder un­fehl­bar. Wä­re zum Zeit­punkt der Er­fas­sung der Denk­mä­ler z.B. die Fas­sa­de des Fied­ler-Ge­bäu­des (Ru­dolf-Breit­scheid 9, 11) noch nicht ge­schän­det ge­we­sen, wä­re es si­cher auch in die Li­ste auf­ge­nom­men wor­den. Ähn­li­ches gilt wohl auch für Hall­str. 6.

    Wei­ter­hin gibt es auf dem so­ge­nann­ten Wöl­fel-Are­al, al­so in rück­wär­ti­ger Be­bau­ung, in­ter­es­san­te Ge­bäu­de, al­len vor­an Ru­dolf-Breit­scheid 14, ein ne­ben dem Ki­no zu­rück­ver­setz­ter, im­po­san­ter Sand­stein­bau (ver­mut­lich die ehe­ma­li­ge Bäcke­rei ?). Was ist mit die­sen Ge­bäu­den ge­plant? Beim Park­ho­tel ist zu hof­fen, dass es er­hal­ten bleibt und evtl. wie­der auf sei­ne ur­sprüng­li­che Hö­he zu­rück­ge­baut wird. Wirk­lich stö­rend wir­ken aus der Luft be­trach­tet nur die Ein­bau­ten von Fied­ler aus den 1960er Jah­ren, das Ki­no und die Com­merz­bank. Hier kann ein Ab­riss nur Vor­tei­le für das Stadt­bild brin­gen.

  3. Ei­ne von der Par­tei Bünd­nis 90 / Die Grü­nen zum neu­en Ein­kaufs­schwer­punkt ab­ge­ge­be­ne Er­klä­rung ist Ge­gen­stand ei­nes neu­en Ar­ti­kels, un­ter dem die Dis­kus­si­on wei­ter­ge­führt wer­den kann. Hier an die­ser Stel­le wer­den die Kom­men­ta­re hin­ge­gen ge­schlos­sen.

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