Neue Hoff­nung bei Fi­bro­my­al­gie

27. Juni 2010 | von | Kategorie: Wissen

Hexenschuß oder Fibromyalgie? (Foto: Dr. Christopher Hornstein)

Hin­ter chro­ni­schen Schmer­zen ver­birgt sich in vie­len Fäl­len die »neue« rät­sel­haf­te Krank­heit Fi­bro­my­al­gie. Ex­per­ten schät­zen, dass es in Deutsch­land 2–3 Mio. Fi­bro­my­al­gi­ker gibt und die Dun­kel­zif­fer ist hoch, weil viel zu we­nig Me­di­zi­ner über die­se »neue« Er­kran­kung Be­scheid wis­sen und von Sym­ptom zu Sym­ptom irr­lich­tern. Das liegt zum ei­nen dar­an, dass das Be­schwer­de­bild der Fi­bro­my­al­gie sehr un­ter­schied­lich sein kann und zum an­de­ren dar­an, dass es bis zur Dia­gno­se­stel­lung kei­ne la­bor­tech­ni­schen Pa­ra­me­ter oder tech­ni­schen Ver­fah­ren gibt. Der ty­pi­sche Fi­bro­my­al­gi­ker hat zu­nächst fort­lau­fend Pro­ble­me mit Seh­nen, Mus­keln und Ge­len­ken, rennt von Spe­zia­list zu Spe­zia­list und wird schnell als Si­mu­lant, Hy­ste­ri­ker oder Psy­cho ver­kannt, da die Be­fun­de der bild­ge­ben­den Ver­fah­ren nicht zu den hef­ti­gen Be­schwer­den der Pa­ti­en­ten pas­sen. Dies er­höht noch den Lei­dens­druck der Be­trof­fe­nen. Durch Schon­hal­tun­gen und dem oft un­kon­trol­lier­ten Ge­brauch von Schmerz­mit­teln kommt es im Ver­lauf der Er­kran­kung zu schwe­ren or­ga­ni­schen Schä­den und die Pa­ti­en­ten ge­ra­ten in ei­nen Teu­fels­kreis­lauf, der nicht sel­ten in Bett­läg­rig­keit oder im Sui­zid gip­felt. Nach den an­fäng­lich vor­wie­gend or­tho­pä­di­schen Sym­pto­men kom­men spä­ter oft Schlaf­stö­run­gen, Er­schöp­fungs­zu­stän­de und der sog. »Fi­bro­ne­bel«, ei­ne Kon­zen­tra­ti­ons­schwä­che, die die Be­trof­fe­nen an Mor­bus Alz­hei­mer den­ken lässt, hin­zu. Die Li­ste der di­ver­sen Be­gleit­sym­pto­me ist äu­ßerst lang und führt die Ärz­te häu­fig auf Irr­we­ge.

Da die Ur­sa­che der Krank­heit noch völ­lig im Dun­keln liegt, be­schränkt sich die The­ra­pie auf die Be­kämp­fung der Sym­pto­me, wo­bei v.a. im An­fangs­sta­di­um der gan­ze Ka­non der phy­si­ka­li­schen The­ra­pie zur An­wen­dung kommt. Fi­bro­my­al­gi­ker – mit oder oh­ne ge­stell­ter Dia­gno­se – fin­det man ge­häuft bei Heil­prak­ti­kern, in Schmerz­am­bu­lan­zen und bei di­ver­sen Wun­der­hei­lern. Ne­ben Schmerz­mit­teln wer­den auch ger­ne An­ti­de­pres­si­va ver­schrie­ben, de­ren po­si­ti­ve Wir­kung den­je­ni­gen Recht zu ge­ben scheint, die rein psy­chi­sche Ur­sa­chen hin­ter dem ge­heim­nis­vol­len Be­schwer­de­bild ver­mu­ten.

Nun gibt es mit Guai­fene­sin zum er­sten Mal be­rech­tig­te Hoff­nung auf ech­te Hei­lung. Die an Fi­bro­my­al­gie er­krank­te Heb­am­me Do­ra Mai­er aus Deutsch­land hör­te von ei­nem ame­ri­ka­ni­schen Arzt, der sen­sa­tio­nel­le Lang­zeit­erfol­ge bei Fi­bro­my­al­gie er­ziel­te. Er be­han­del­te bis da­to über 6.000 Pa­ti­en­ten mit Guai­fene­sin, ei­nem Rin­den­ex­trakt des süd­ame­ri­ka­ni­schen Gua­jak-Bau­mes. Nach ei­ner Erst­ver­schlim­me­rung bes­ser­ten sich die Sym­pto­me in In­ter­val­len, wenn sich die Pa­ti­en­ten an sein Be­hand­lungs­sche­ma hiel­ten. Do­ra Mai­er in­for­mier­te sich nä­her und pro­bier­te die The­ra­pie auf ei­ge­ne Faust aus. Ihr kör­per­li­cher Ver­fall schien sich mit der Zeit um­zu­keh­ren. Ih­re »schlech­ten Ta­ge« wäh­rend der The­ra­pie wur­den zu­neh­mend bes­ser als ih­re »gu­ten Ta­ge« vor der The­ra­pie. Zum er­sten Mal ging es berg­auf und nicht im­mer wei­ter berg­ab. Aus Dank­bar­keit über die The­ra­pie, setz­te sie sich zum Ziel, die The­ra­pie von Dr. Amand mit Guai­fene­sin in Deutsch­land bei den Lei­den­ge­nos­sen be­kannt zu ma­chen, über­setz­te das Buch von Dr. Amand ins Deut­sche und grün­de­te ein In­ter­net­fo­rum zu­sam­men mit ei­ni­gen an­de­ren, de­nen Guai­fene­sin eben­falls ge­hol­fen hat­te. Un­ter dem Pseud­onym Ju­dith Da­go­ta ver­öf­fent­lich­te ei­ne Ih­rer Mit­strei­te­rin­nen zwei Bü­cher, eben­falls aus Dank­bar­keit und um Be­trof­fe­ne auf die neue Hoff­nung Guai­fene­sin auf­merk­sam zu ma­chen. Die Schar der »Guais« wächst stän­dig, wäh­rend die Schul­me­di­zin wei­ter be­harr­lich Dr. Amands Er­kennt­nis­se igno­riert.

Dr. Amand, der als jun­ger Arzt Gicht­pa­ti­en­ten be­han­del­te, ent­wickel­te sei­ne Theo­rie em­pi­risch noch lan­ge be­vor Fi­bro­my­al­gie 1992 of­fi­zi­ell als Krank­heit an­er­kannt wur­de. Bei Gicht ist be­kannt­lich die Harn­säu­re im Blut er­höht. Dr. Amand hat­te un­ter sei­nen Pa­ti­en­ten auch ei­ne Grup­pe mit gicht­ähn­li­chen Sym­pto­men, aber nor­ma­len Harn­säu­re­wer­te. Er be­han­del­te auch die­se Grup­pe mit Me­di­ka­men­ten, die Harn­säu­re über die Nie­re aus­schei­den und auch die Be­schwer­den die­ser Pa­ti­en­ten bes­ser­ten sich. Er schloss dar­aus, dass bei die­ser Grup­pe, die of­fen­sicht­lich an Fi­bro­my­al­gie litt, ein an­de­rer Stoff über die Nie­re aus­ge­schie­den wur­de. Er ver­mu­te­te Phos­phat, was nach sei­ner Theo­rie auf­grund ei­ner ge­ring­gra­di­gen ge­ne­ti­schen Aus­schei­dungs­stö­rung über die Jah­re im Kör­per ab­ge­la­gert wird. Da Gicht­me­di­ka­men­te vie­le Ne­ben­wir­kun­gen ha­ben und bei nor­ma­len Harn­säu­re­wer­ten nicht ge­nom­men wer­den soll­ten, kam ei­ne The­ra­pie mit die­sen Me­di­ka­men­ten nicht in Be­tracht. Er such­te nach ei­nem ne­ben­wir­kungs­ar­men Me­di­ka­ment zur Phos­ph­at­mo­bi­li­sie­rung bzw. ‑aus­schei­dung und kam auf das seit 300 Jah­ren als Schleim­lö­ser be­kann­te pflanz­li­che Heil­mit­tel Guai­fene­sin. Er ent­wickel­te rein em­pi­risch sein Be­hand­lungs­sche­ma. Dr. Amand, ein Schul­me­di­zi­ner durch und durch, wird bis heu­te nicht mü­de, zu be­to­nen, dass er sei­ne Theo­rie zur Ur­sa­che von Fi­bro­my­al­gie und zu sei­ner The­ra­pie nur ver­mu­tet und hand­fe­ste For­schungs­er­geb­nis­se feh­len, er be­haup­tet al­ler­dings nach der Be­hand­lung von mitt­ler­wei­le über 10.000 Pa­ti­en­ten ei­ne Tat­sa­che ve­he­ment: Guai­fene­sin wirkt!

War­um über Guai­fene­sin nicht wei­ter ge­forscht wird, ist auch schnell ver­ständ­lich: Es gibt auf Guai­fene­sin kein Pa­tent, die Be­hand­lung ko­stet im Mo­nat nicht ein­mal 5 Eu­ro und wel­ches In­ter­es­se soll­te die Phar­ma­in­du­strie und die »Ge­sund­heits­in­du­strie« an ei­nem hei­len­den Me­di­ka­ment ha­ben, wenn doch Schmerz­mit­tel, Psy­cho-phar­ma­ka und di­ver­se phy­si­ka­li­sche The­ra­pi­en fet­te Ge­win­ne ab­wer­fen, die durch Guai­fene­sin nur ge­schmä­lert wer­den könn­ten?

Der ge­naue Wirk­me­cha­nis­mus von Guai­fene­sin bleibt so­mit wei­ter ge­nau­so my­ste­ri­ös wie die Fi­bro­my­al­gie selbst. Den vie­len Pa­ti­en­ten, de­nen Guai­fene­sin schon ge­hol­fen hat, dürf­te das al­ler­dings egal sein. Die Tat­sa­che, dass es dank­ba­re Be­trof­fe­ne sind, die sich in Deutsch­land für die­ses preis­gün­sti­ge und ne­ben­wir­kungs­freie Heil­mit­tel mit viel per­sön­li­chem Ein­satz stark ma­chen, soll­te al­le, die sich mit Fi­bro­my­al­gie pla­gen, neu­gie­rig ma­chen. Aus­führ­lich In­for­ma­tio­nen gibt es auf den Web­sei­ten www.contra-dem-schmerz.de und www.guaifenesin.de. Hier kann man auch das Buch von Dr. Amand mit dem Ti­tel »Fi­bro­my­al­gie« und die Bü­cher von Ju­dith Da­go­ta be­stel­len. Hil­fe­su­chen­de wer­den sie le­sen wie Kri­mis.

 
Chri­sto­fer Horn­stein ist pro­mo­vier­ter Me­di­zi­ner, übt den Be­ruf des Arz­tes aber nicht mehr aus und ar­bei­tet statt des­sen als frei­er Ar­chi­tekt in Fürth-Ritz­manns­hof.

Stichworte:

25 Kommentare zu »Neue Hoff­nung bei Fi­bro­my­al­gie«:

  1. Dora sagt:

    Sehr ge­ehr­te Da­men und Herrn,

    die Ur­sa­che für die­se Er­kran­kung sind Vi­ren, Bak­te­ri­en, Chla­my­di­en, Zo­ster Vi­rus, Amal­gam und Bor­re­li­en.

    Es kann auch ein En­zym­de­fekt vor­lie­gen wel­ches da­zu führt, dass der Kör­per nicht rich­tig ent­gif­ten kann.

    Al­les was in Deutsch­land nicht an­er­kannt wird!

    Bor­re­lio­se ist die größ­te Epi­de­mie des 21 Jahr­hun­derts.

    Sie wird we­gen den Spi­ro­schä­te mit der Sy­phi­lis ver­gli­chen.

    mfg

    Do­ra

  2. Skipper sagt:

    Dem kann ich nur zu­stim­men! Die mei­sten chro­ni­schen Er­kran­kun­gen un­kla­rer Ge­ne­se v.a. fälsch­li­cher­wei­se Au­to­im­mun­erkran­kun­gen und Er­kran­kun­gen des sog. rheu­ma­ti­schen For­men­krei­ses ge­hen auf das Kon­to von Bak­te­ri­en (Bor­rel­li­en, Yer­se­ni­en, Chla­my­di­en, Bar­to­nel­len, Ba­be­si­en, My­ko­plas­men, Ana­plas­men u.a.) und Vi­ren (Ep­stein-Barr, Zo­ster uvm.), wo­bei die Blut­tests oft nicht aus­sa­ge­kräf­tig sind. Da aber an chro­ni­schen Krank­hei­ten gu­tes Geld für die sog. Ge­sund­heits­in­du­strie ver­dient wird, ha­ben die Ak­teu­re kein In­ter­es­se an ei­ner wirk­li­chen Ur­sa­chen­for­schung die­ser häu­fig ver­brei­te­ten Er­kran­kun­gen. Hier an­zu­set­zen wä­re ei­ne Ge­sund­heits­re­form, die ih­ren Na­men auch ver­die­nen wür­de.

  3. manao sagt:

    ich bin be­trof­fen von fi­bro­my­al­gie, ich neh­me das guai­fene­sin und kann sa­gen es hilft.

    und ich glau­be auch auf grund der vie­len syn­to­me an dr. ar­mands the­se, die plau­si­bel ist, da das me­di­ka­ment hilft. ich bin dank­bar das es ei­nen dr. ar­mand und sei­ne lang­jäh­ri­ge for­schung gibt und glück­lich das ich dar­auf ge­sto­ssen bin .mein le­ben ist wie­der le­bens­wer­ter.

    das was der ar­ti­kel­schrei­ber hier aus­drückt spricht mir aus der seele,danke!

    was ist der mensch schon noch wert ‚wenn der ru­bel rollt.

  4. Barbara sagt:

    Vor erst fünf Wo­chen ha­be ich mit der Guai­fenesin­the­ra­pie be­gon­nen. Ich do­ku­men­tie­re die­sen Weg mit ei­nem Vi­deo­blog, zu se­hen un­ter

    http://fibromyalgie-guaifenesin-behandlung.blogspot.de/

    Ich bin sehr op­ti­mi­stisch und freue mich über neu­gie­ri­ge Be­su­che!

  5. Annette Schmidt sagt:

    Hal­lo,

    die­se »Wer­bung« für ei­ne »Ei­gen­the­ra­pie«, die von den pro­pa­gie­ren­den Per­so­nen als se­ri­ös und hilf­reich an­ge­prie­sen wird wur­de bis heu­te mit nichts be­stä­tigt. Die An­ga­ben zu ei­ner »Stu­die« von Dr. Amand, der an­geb­lich die Wirk­sam­keit ge­gen­über Pla­ce­bo nach­ge­wie­sen hät­te, wur­de nie zu­en­de ge­führt. Be­reits vor ihm war man auf die­se The­ra­piei­dee ge­kom­men und nach vie­len Ver­su­chen, die al­le oh­ne ab­ge­schlos­se­nen Stu­di­en en­de­ten, gibt es bis heu­te kei­ne ein­zi­ge Stu­die die die Wirk­sam­keit bei der The­ra­pie von FMS be­le­gen wür­de. Die An­ga­ben von »Pseu­do-Be­trof­fe­nen« kann wohl nicht aus­rei­chen als Er­folg be­zeich­net zu wer­den.

    Die Ur­sa­chen­for­schung bei FMS ist noch lan­ge nicht so weit, kon­kre­te An­ga­ben und Ant­wor­ten zu ge­ben. Das be­deu­tet al­so auch, wer heu­te an­gibt, es hand­le sich um ei­ne Um­welt­er­kran­kung, Au­to­im­mun­erkran­kun­gen oder In­fek­tio­nen al­ler Ar­ten.... der nutzt die Hilf­lo­sig­keit vie­ler Pa­ti­en­ten aus die sich von der Me­di­zin­welt nicht ver­stan­den füh­len. Die mei­sten The­ra­pi­en die dann »heils­brin­gend« sein sol­len, ge­hen im­mer an den Geld­beu­tel der Be­trof­fe­nen und fül­len die Kas­sen der An­bie­ter der­ar­ti­ger »The­ra­pi­en«.

    Zu die­ser Grup­pe ge­hö­ren auch di­ver­se Me­di­zi­ner, die mit ei­nem »ein­fa­chen Spei­chel­test« 40 ver­schie­de­ne Er­kran­kun­gen in­den­ti­fi­zie­ren kön­nen wol­len. Schaut man nä­her hin­ter die­ses Ge­flecht ent­deckt man nach kur­zer Zeit, dass die­ser »zwei­fels­freie« Test schon alt ist und im­mer mal wie­der mo­di­zi­ziert wur­de, um­be­nannt wur­de um bei der näch­sten Er­kran­kung als »Mass der Dia­gno­stik« zu gel­ten. Al­ler­dings fin­den sich dann kei­ne Da­ten zu den an­geb­lich ge­won­ne­nen Er­kennt­nis­sen die aus die­sen Testun­gen her­vor­ge­gan­gen sind.

    Die An­ga­ben zu den an­geb­li­chen Er­fol­gen von Dr. A. wur­den nie be­stä­tigt, Ne­ben­wir­kun­gen wer­den tot ge­schwie­gen und wer Ge­gen­ar­gu­men­te vor­bringt, der wird ger­ne in Fo­ren und Kom­men­tar­li­sten be­schimpft und an­ge­fein­det. Al­ler­dings gibt es nach die­sen Ti­ra­den kei­ner­lei Ar­gu­men­te, die die Theo­ri­en und Über­le­gun­gen von Dr. A. je be­stä­tigt hät­ten. Es gibt nur va­ge An­ga­ben, schlecht über­set­ze »Ori­gi­nal­tex­te« und im­mer wie­der »pas­sen­de Pa­ti­en­ten­mei­nun­gen« über heils­brin­gen­de Lin­de­rung durch die pro­pa­gier­te The­ra­pie!

    Wo­her gibt es Da­ten und wie se­hen die aus, die be­stä­ti­gen dass die an­ge­prie­se­ne The­ra­pie auch ernst­haft hilf­reich war? Gab es vor­her schon die Dia­gno­se­stel­lung FMS oder wur­de die dann ein­fach an­ge­nom­men?

    Über wei­ter­füh­ren­de In­for­ma­tio­nen wä­re ich an die­ser Stel­le dank­bar. Über­zeu­gen sich mich mit Ar­gu­men­ten und nicht mit An­ga­ben von an­geb­lich ge­heil­ten Per­so­nen.

    MfG, A. Schmidt

  6. Lie­be Frau Schmidt,

    vie­les ist rich­tig von dem was Sie schrei­ben, aber das be­stechen­de an der Gua­fe­ni­sin-The­ra­pie ist doch ge­ra­de, dass ge­ra­de kei­ner dar­an Geld ver­dient. Das Mit­tel ist nicht ge­schützt und die The­ra­pie ko­stet ge­ra­de ein­mal im Schnitt (je nach Do­sie­rung) 3,- bis 5,-. Au­ßer­dem pro­pa­gie­ren Be­trof­fe­ne die The­ra­pie, de­nen Gua­fe­ni­sin ge­hol­fen hat. All das macht die po­si­ti­ven Aus­sa­gen zur Gua­fe­ni­sin sehr glaub­haft und in je­dem Fall wä­re ei­ne se­riö­se Stu­die zu die­sem The­ma ihr Geld wert.

    Die Stu­di­en, die zu Gua­fe­ni­sin und FMS not­wen­dig wä­ren, ko­sten aber viel Geld und wer­den nicht ge­macht, weil kei­ner dar­an Geld ver­die­nen könn­te, son­dern so­gar noch Geld ver­lie­ren wür­de, wenn bei nach­ge­wie­se­ner Wirk­sam­keit im­mense Men­gen Schmerz­mit­tel für die­ses Pa­ti­en­ten­kol­lek­tiv ein­ge­spart wer­den wür­de.

    Der Ar­ti­kel will hier üb­ri­gens kei­nen »über­zeu­gen«. Er will nur in­for­mie­ren und auf die­se The­ra­pie­form auf­merk­sam ma­chen. Es mag sein, dass Gua­fe­ni­sin-The­ra­pie bei dem ein oder an­de­ren nicht hilft, von schäd­li­chen Ne­ben­wir­kun­gen ha­be ich je­den­falls noch nichts ge­hört. Je­der soll­te sich al­so von der Wir­kung oder Nicht-Wir­kung des Me­di­ka­men­tes selbst über­zeu­gen.

    Sehr schön fin­de ich den Blog von Bar­ba­ra zum Selbst­ver­such.

  7. Armgard Düster sagt:

    Hal­lo Frau Schmidt,

    sind Sie selbst be­trof­fen? Ihr Kom­men­tar war zu lang, als dass er glaub­haft auf mich wir­ken konn­te. Dass kei­ne gro­ßen For­schungs­er­geb­nis­se (ei­ni­ge klei­ne­re schon) vor­lie­gen, ist be­kannt. War­um soll­ten sie auch, es ist, wie schon ge­sagt nichts dran zu ver­die­nen.

    Wo kann ich denn die Ge­gen­stim­men mit den er­fah­re­nen Ne­ben­wir­kun­gen von Guai­fene­sin fin­den?

    Es wer­den wohl auch si­cher­lich nur Men­schen, die nach Jahr­zehn­te­lan­gem Su­chen die Dia­gno­se Fi­bro­my­al­gie ge­stellt be­kom­men ha­ben, die­ses Mit­tel aus­pro­bie­ren. Es sei denn, es wird zu an­de­ren The­ra­pi­en ein­ge­setzt, aber um die­se geht es hier ja nicht.

    Guai­fene­sin ist ein Stroh­halm (viel­leicht auch mehr) nach dem je­der Be­trof­fe­ne ger­ne greift und der zu­dem auch in je­den Geld­beu­tel passt.

    Nach­dem sich mein Zu­stand oh­ne Hil­fe von au­ßen (Lang­zeit­kor­ti­sonthe­ra­pie ha­be ich we­gen be­stehen­der Ma­gen­pro­ble­me noch auf­ge­scho­ben) so­weit ge­bes­sert hat, dass mein De­si­ter­es­se an al­lem lang­sam schwin­det, bin ich da­bei, auf die Su­che zu ge­hen. Im Ur­laub be­find­lich mit In­ter­net­an­schluss.

    Zu­hau­se muss ich nach je­dem Ab­sturz nur auf­ar­bei­ten und kann kei­ne län­ge­ren Bei­trä­ge im In­ter­net le­sen.

    Ich wer­de jetzt, in Frank­reich be­find­lich; ver­su­chen, Guai­fene­sin zu be­kom­men und es aus­pro­bie­ren – mir bleibt, au­ßer Kor­ti­son, kei­ne an­de­re Wahl, weil ich nicht weiß wie tief der näch­ste Ab­sturz sein wird.

    Bit­te nen­nen Sie mir doch den Ort, an dem ich die Ge­gen­stim­men bzw. Ne­ben­wir­kun­gen fin­den kann, über­zeu­gen Sie mich mit Ge­gen­stim­men von der Un­wirk­sam­keit die­ses Mit­tels.

  8. manao sagt:

    lei­der ist es so, das die im ar­ti­kel be­schrie­be­nen ak­ti­vi­tä­ten und the­ra­pi­en, nur bis zu ei­nem ge­wis­sen grad hel­fen. meist aber ‚geht es bei der fi­bro­my­al­gie kon­ti­nu­ier­lich bergab,irgendwann geht und hilft gar nichts mehr.

    was die er­ste zeit noch hilft , ge­ra­de sport , kann ir­gend­wann wenn man am tief­punkt der krank­heit an­ge­kom­men ist, ge­nau das ge­gen­teil be­wir­ken. vie­le pa­ti­en­ten ‚ha­ben näm­lich über­haupt kei­ne kraft mehr und sind chro­nisch so er­schöpft ‚das sie selbst nicht mehr in der la­ge sind, ei­nen spa­zier­gang zu be­wäl­ti­gen. und je­de be­la­stung führt dann zu noch mehr er­schöp­fung und schmer­zen.

    au­ssen­ste­hen­de, the­ra­peu­ten und ärz­te ‚se­hen oft­mals nur den ver­wei­gern­den pa­ti­ien­ten und nicht ‚das er das gar nicht be­wäl­ti­gen kann. auch weil er aus eig­ner leid­vol­ler er­fah­rung weiss, das be­la­stung zu über­la­stung und des­sen be­darf es oft nicht viel,zu noch mehr schmer­zen und er­schö­fung füh­ren kann.

    ge­nau das ist auch der grund ‚war­um die be­trof­fe­nen, als oft­mals schwie­rig und un­ko­ope­ra­tiv hin­ge­stellt wer­den, was sie über­haupt nicht sind. ein dr. ker­sten spricht so­gar von klas­si­schen mi­to­chon­dria­len Mul­ti­sy­stem­er­kran­kung. was die er­schöp­fung schon plau­si­bel er­klä­ren wür­de. aber auf die­ses the­ma geht die schul­me­di­zin ‚ja auch nicht oder kaum ein, ge­nau­so we­nig wie auf die im er­ste­rem ant­wort­ar­ti­kel be­schrie­be­nen pro­ble­me.

    vie­le die letzt­end­lich doch zu guai­fene­sin fin­den, sind ge­nau an die­sen end­punkt der er­kran­kung an­ge­kom­men. meist mit den worten„ich ha­be al­les pro­biert, erst half mir ei­ni­ges noch gut, nun hilft gar nichts mehr. nun ist guai­fene­sin mei­ne let­ze hoff­nung«, ha­be ich mich selbst und vie­le an­de­re er­lebt.

    mitt­ler­wei­le ist ein jahr mei­ner the­ra­pie ver­gan­gen und mir geht es bes­ser, ich ha­be vie­le ver­bes­se­run­gen. aber,es war nicht im­mer ein leich­ter weg. und es be­deu­tet le­bens­lang ‚viel di­zi­plin und ver­zicht auf ei­ni­ges lieb­ge­wor­de­nes oder ge­wohn­tes. aber das ist es mir, aus heu­ti­ger sicht, auf mei­nen rück­blick, al­le­mal wert.

  9. Armgard Düster sagt:

    von Frau Schmidt ist kei­ne Ant­wort ge­kom­men be­züg­lich :
    selbst be­trof­fen? wo Ne­ga­tiv­stim­men? wo do­ku­men­tier­te Ne­ben­wir­kun­gen?
    Si­cher ist bei je­dem Mit­tel oder auch Le­bens­mit­tel: »Die Do­sis macht das Gift« (Zi­tat).

    In­zwi­schen ha­be ich fest­ge­stellt, dass Guai­fene­sin nicht nur ein Stroh­halm ist! Ich ha­be Mit­te Ja­nu­ar mit der The­ra­pie be­gon­nen, nach­dem ich mich durch Le­sen gründ­lichst vor­be­rei­tet ha­be.

    Frau Schmidt hat of­fen­sicht­lich das Buch von Dr. Amand mit sei­nen Er­kennt­nis­sen nicht ge­le­sen. Um Be­trof­fe­nen zu hel­fen be­darf es näm­lich nicht im­mer ko­sten­auf­wän­di­ger Stu­di­en. Und man wie­der­holt ei­ne sol­che Stu­die nicht, wenn da­bei von au­ßen her Feh­ler ge­macht wor­den sind. Die For­schun­gen, die in Deutsch­land statt­ge­fun­den ha­ben oder auch noch statt­fin­den, sind si­cher­lich auch sehr in­ter­es­sant, brin­gen aber im Mo­ment dem Pa­ti­en­ten nichts. Wenn ich war­ten soll­te, bis die deut­schen For­schun­gen den Pa­ti­en­ten hel­fen, wür­de ich mit Si­cher­heit bis zu er­folg­rei­chen und hilf­rei­chen Er­geb­nis­sen nicht mehr le­ben und mehr ge­lit­ten ha­ben. Das wird noch vie­le, vie­le Jah­re dau­ern, weil nicht lu­kra­tiv.

    Ich kann nur je­dem ra­ten, der an Fi­bro­my­al­gie lei­det, so früh wie mög­lich die­se Buch von Dr. Amand zu le­sen (mehr­mals) und, wenn es ver­stan­den wur­de, mit die­ser The­ra­pie zu be­gin­nen. Denn, wie Ma­no sagt, die Be­hand­lung der ein­zel­nen Sym­pto­me funk­tio­niert nur kurz und am Schluss hilft nichts mehr. Ich se­he nicht ein, dass man sich dar­in fü­gen muss.

    Der Er­folg kommt nicht von heut auf mor­gen, denn was sich in Jahr­zehn­ten ein­ge­la­gert hat, kann nicht in kur­zer Zeit wie­der ver­schwin­den. Es dau­ert und er­for­dert ein Stu­di­um die­ser The­ra­pie, das auch für Lai­en mög­lich und ver­ständ­lich ist. Be­ginn mit ei­ner nied­ri­gen Do­sis, das ist wich­tig, sonst gibt man auf. Hil­fe kann man be­kom­men im Fi­bro­my­al­gie Fo­rum, in dem Bar­ba­ra auch seit Mo­na­ten ihr Wohl und Weh wäh­rend die­ser The­ra­pie mit klei­nen Vi­de­os do­ku­men­tiert. Dan­ke da­für.

    Schlie­ße mich Ma­nos Mei­nung an.

  10. Helen sagt:

    Gu­ten Tag.

    Ich fra­ge mich im­mer, mit wel­chem Recht wird ein Schmerz­pa­ti­ent – wenn das Blut­bild oder an­de­re Un­ter­su­chun­gen kei­ne Be­fun­de an­zei­gen – als Si­mu­lant in die Schub­la­de ab­ge­legt!? Seit Frei­tag ha­be ich wie­der sol­che Schmer­zen, das ich am lieb­sten al­les ste­hen und lie­gen las­sen wür­de. Es zerrt to­tal an mei­ne Kräf­te. Aber da ich ei­ne Kämp­fe­rin bin, ha­be ich heu­te das Buch be­stellt. Es ist für mich die letz­te Hoff­nung. Das kann auch nur je­mand ver­ste­hen, der sel­ber dau­ernd un­ter Schmer­zen lei­det. Manch­mal den­ke ich, wenn ich bei ei­nem Arzt bin, ob ich nicht ihm mei­ne Schmer­zen über­tra­gen kann! Dann sä­he viel­leicht vie­les an­ders aus. Je­den­falls so wie das mo­men­tan ist, ist es zum heu­len.

    Fin­de auch die Kom­men­ta­re von Arm­gard Dü­ster zu­tref­fend. Und die von Ma­na­os eben­falls. Al­les gu­te und viel Er­folg.

    MfG
    He­len

  11. Armgard Düster sagt:

    Hal­lo He­len,

    ist auch kei­ne Harn­säu­re in Dei­nem Blut?

    Hier der Link auf mei­nen Blog, in dem ich er­zäh­le, wie ich mir über die Schmer­zen ge­hol­fen ha­be, sie ste­hen jetzt nicht mehr bei mir im Vor­der­grund.

    http://akduester.wordpress.com/

    Bin in der Guai-The­ra­pie drin seit 8 Wo­chen. Die Ver­bes­se­rungn schlei­chen sich sehr lang­sam an, wie auch die Er­kran­kng sich über Jahr­zehn­te an­ge­schli­chen hat – bis zum Zu­sam­men­bruch.

    Un­be­ding­te Vor­aus­set­zung für die The­ra­pie ist die Lek­tü­re des Bu­ches und es auch ver­ste­hen. Dann gibt es noch das Guai Fo­rum als wert­vol­le Hil­fe.

    Gu­ten Er­folg,
    Arm­gard

  12. Helen sagt:

    Hal­lo Arm­gard,

    Dan­ke für die Rück­mel­dung. Ha­be mir ja heu­te das Buch be­stellt. Bin sehr ge­spannt dar­auf.

    Dei­ne Sei­te ha­be ich mir auch an­ge­schaut und fin­de mich da teil­wei­se wie­der. Zur Zeit macht mir die­ses Wet­ter schwer zu schaf­fen. Ich woh­ne in der Nä­he von Augs­burg.

    Die Harn­säu­re im Blut las­se ich noch­mal un­ter­su­chen, ob­wohl – so­weit ich den­ken kann – al­les un­ter­sucht wur­de. Dan­ke für den Tipp.

    Es kam mei­stens ein Schul­ter­zucken oder da­mit müs­sen sie le­ben bzw ab­fin­den etc.etc.

    Ich bin ei­gent­lich ei­ne Froh­na­tur, die Schmer­zen und der drauf­fol­gen­de De­pres­si­on – manch­mal leicht, manch­mal schwer – ma­chen das zu­nich­te.

    Im üb­ri­gen gehe/wandere ich viel und ma­che Yo­ga und Wir­bel­säu­len­gym­na­stik. Was mir sehr gut tut.
    Aber je mehr ich mich be­we­ge – nach der Ru­he­pau­se – sind halt die Schmer­zen wie­der da.

    Aber ich las­se mich nicht un­ter­krie­gen. Es kommt auch wie­der die Son­ne

  13. manao sagt:

    all die schil­de­run­gen kann ich nur be­stä­ti­gen, wür­de ich auf die for­schung war­ten ge­be es kei­ne zu­kunft. das kann aber nur je­mand ver­ste­hen ‚der be­trof­fen ist. au­ssen­ste­hen­den ist das mit si­cher­heit nicht mög­lich.

    auch ich wünsch­te mir manch­mal ‚das ich je­mand nur an­fas­sen müss­te um kurz mei­nen zu­stand zu über­tra­gen, das je­doch je­mand zu­mu­ten, wenn das mög­lich wä­re ‚möch­te ich nicht. die­se krank­heit bringt ent­setz­li­che schmer­zen und ne­ben­er­scheinu­gen mit sich.

    sie macht aus einst fröh­li­chen auf­ge­schlos­se­nen men­schen , de­pre­si­ve und kör­per­li­che fracks. wenn ich heut zu­rück­se­he auf mei­ne schmerz­kar­rie­re, über­kommt mich das grau­en, wie ver­än­dert ich mich hat­te, ein einst fröh­li­cher, und kämp­fe­ri­scher mensch, ein hau­fen elend, de­pre­siv und am en­de. wie die fa­mi­lie mit­lei­det vor al­lem die kin­der, sie kö­nen das am we­nig­sten be­grei­fen was da ge­schieht, wie­viel dir ge­nom­men wird.

    na­tür­lich braucht al­les zeit und ge­dullt und an­ge­kom­men bin ich noch lan­ge nicht, auch hab ich manch­mal star­ke aus­schwemm­pha­sen, es ist eben wie ei­ne kas­set­te zu­rück­spu­len. aber es gibt so­vie­le verbesserungen,auch na­he­ste­hen­de und fa­mi­lie mer­ken das mitt­ler­wei­le. auch der fröh­li­che und kämp­fe­ri­sche mensch ‚hält lang­sam wie­der ein­zug und ich kann manch­mal gar nicht be­grei­fen , wie sehr die­se kh ver­än­dern kann.

    jetzt heisst es nach vorn schau­en und wei­ter­hin dis­zi­plin in der the­ra­pie ein le­ben­lang. nie wie­der oh­ne, es gä­be nicht ei­nen grund auf­zu­hö­ren.

    lie­be he­len, es gibt die­sen ei­nen weg , du soll­test den mut ha­ben ihn zu gehn, es lohnt. ich wün­sche dir die kraft ‚den mut und dein le­ben zu­rück.

    ich wün­sche mir ‚auch wenn man sich nicht hin­ein­ver­set­zen kann, das man uns we­nig­stens ernst nimmt, dennn fi­bro ist re­al ‚auch wennn man sie nicht sehn kann, ge­nau wie die the­rap­te. ich wün­sche euch das kost­bar­ste was es gibt, ge­sund­heit.

  14. Ramona sagt:

    Ich kann das eben­falls nur be­stä­ti­gen, ha­be aus Ver­zweif­lung mit Guai­fene­sin an­ge­fan­gen, nach­dem ich mich gut in­for­miert ha­be, wur­de auch von Arzt zu Arzt ge­schickt mit sa­gen­haf­ten Me­di­ka­men­ten, es hieß nur ent­span­nen Sie sich, ge­hen sie mal schön aus und sei­en sie froh das sie nicht das Ge­lenk­rheu­ma ha­ben, ich dach­te nur, so­was kann nur je­mand sa­gen der die­se höl­li­schen Schmer­zen nicht hat.

    Je­den­falls ha­be ich das ver­trau­en in die deut­schen Ärz­te ver­lo­ren. Be­fin­de mich eben­falls mit Guai­fene­sin auf dem Weg der Bes­se­rung und bin dank­bar das es noch Men­schen gibt, die uns hel­fen! vie­len Dank für Eu­ren gro­ßen Ein­satz, aber das kön­nen nur die ver­ste­hen, die sel­ber lei­den.

    Ich wün­sche Euch Ge­sund­heit, Kraft das al­les durch­zu­ste­hen

  15. Barbara sagt:

    Nun ist schon ein Jahr Guai­fene­sin um! Rück­blickend ging es schnell, aber es war auch ein har­ter Weg.

    Vor al­lem im Be­reich En­er­gie ha­be ich deut­li­che Fort­schrit­te zu ver­bu­chen, wor­über ich na­tür­lich sehr froh bin. Auch die Schmer­zen sind zu­rück­ge­gan­gen, ich bin aber noch nicht be­schwer­de­frei.

    Na­tür­lich ha­be ich die Ver­än­de­run­gen nach ei­nem Jahr auf mei­nem Blog in ei­ner Art Ju­bi­lä­ums­vi­deo fest­ge­hal­ten.

    Auch nach ei­nem Jahr ha­be ich noch die zur The­ra­pie ge­hö­ren­den schlech­ten Pha­sen. Die gu­ten Pha­sen über­wie­gen aber mitt­ler­wei­le und ich kann wie­der ei­nen halb­wegs nor­ma­len All­tag füh­ren.

    Ich kann je­dem, der die­se The­ra­pie für sich in Be­tracht zieht, nur ra­ten, sich um­fas­send dar­über zu in­for­mie­ren. Ei­ne gu­te Vor­be­rei­tung ist enorm wich­tig. Mehr In­fos da­zu gibt es auf mei­nem Blog, der nicht kom­mer­zi­ell ist.

    Ich ste­he na­tür­lich im Aus­tausch mit wei­te­ren Be­trof­fe­nen, die die­se The­ra­pie durch­füh­ren und konn­te da­durch ei­nen Gast­bei­trag ver­öf­fent­li­chen, der ei­ne wei­te­re Guai-Ge­schich­te er­zählt.

    Auf­grund der vor­han­de­nen ge­gen­sätz­li­chen In­for­ma­tio­nen über die Guai­fenesin­the­ra­pie im Netz ha­be ich die­sen Blog be­gon­nen. Ich wuß­te vor­her nicht, ob Guai­fene­sin funk­tio­niert oder nicht. Nun kann ich die­se The­ra­pie wirk­lich wei­ter emp­feh­len. Vor­aus­set­zung ist je­doch das strik­te Ein­hal­ten der Vor­ga­ben des Dr. St. Amand. Da muß schon das ein oder an­de­re Op­fer ge­bracht wer­den, aber es lohnt sich – ich ha­be mein Le­ben wie­der.

    Al­les Gu­te.

  16. Christine sagt:

    Hal­lo, ich bin neu hier. Ha­be vie­le eu­rer Bei­trä­ge ge­le­sen.

    Ich ha­be auch durch Zu­fall von die­sem Buch ge­hört. War die­ses Jahr auf ei­ner REHA we­gen FMS, aber es ist ei­ne Ka­ta­stro­phe, wie man da­mit um­geht. Je­der sagt ei­nem et­was an­de­res. Ich den­ke, je­der der Dr. Amands Buch ge­le­sen hat, ich ha­be das über­ar­bei­te­te Ex­em­plar von 2009, wird dar­in neue, wie ich glau­be, be­rech­tig­te Hoff­nung se­hen. Er hat al­les so plau­si­bel be­schrie­ben und er­klärt. Auch war­um es so schwie­rig ist, für be­han­deln­de Ärz­te, Stu­di­en durch­zu­füh­ren. Ich fin­de mich in sei­nen Aus­füh­run­gen und Be­schrei­bun­gen 100% wie­der. Das kann nur je­mand so schrei­ben, der selbst die­se Krank­heit hat. Und war­um soll­te der lü­gen? Ich bin ge­ra­de auf der Su­che, nach ei­nem Arzt, der mich be­glei­tet, dann geht es los. Ich bin gu­ter Din­ge, das ich Er­folg ha­ben wer­de. Was kann schon pas­sie­ren? Schlech­ter kann es ja kaum noch wer­den.

    Wer re­si­gniert hat schon ver­lo­ren.

    Al­so nur Mut!!!!!

  17. Dr. Ilse Scharfetter sagt:

    Ich in­ter­es­sie­re mich sehr für die neue The­ra­pie für mei­ne Pa­ti­en­ten!

  18. Armgard Düster sagt:

    Hal­lo Frau Dr. Schar­fet­ter,

    es soll­te mich sehr freu­en, wenn end­lich die Guai­fenesin­the­ra­pie in der Ärz­te­schaft Ein­zug hält.

    Die gu­te Vor­be­rei­tung ist na­tür­lich Vor­aus­set­zung für den Er­folg, aber das braucht man Ih­nen si­cher nicht zu sa­gen. Mein Haus­arzt ak­zep­tiert, dass ich die­se The­ra­pie in ei­ge­ner Ver­ant­wor­ung durch­füh­re (auch schon ein Fort­schritt) und er tut das, was bis­her bei Fi­bro­my­al­gie ge­tan wird (so­fern man nicht als Si­mu­lant hin­ge­stellt wird), er führt be­glei­tend die Un­ter­su­chun­gen, die an­de­re Krank­hei­ten aus­schlie­ßen, durch.

    Aber er wen­det die­se The­ra­pie noch nicht bei an­de­ren Pa­ti­en­ten an. Es sind auch nur we­ni­ge Fi­bro-Pa­ti­en­ten in sei­ner Pra­xis, die von ei­nem Rheu­ma­to­lo­gen ei­ge­stellt sind.

    Für mich als Pa­ti­en­tin ist es be­ru­hi­gend und an­ge­nehm, ernst ge­nom­men zu wer­den und die mög­li­che me­di­zi­ni­sche Un­ter­stüt­zung zu be­kom­men.

    Ich wün­sche Ih­nen und Ih­ren Pa­ti­en­ten viel Er­folg, und zwar von Her­zen, sehr von Her­zen,

    Grü­ße von Arm­gard Dü­ster

  19. Barbara sagt:

    Hal­lo Frau Dr. Schar­fet­ter,

    In­fos zur Guai­fenesin­the­ra­pie gibt es zur Zeit nur von Be­trof­fe­nen selbst.

    Ei­nen re­gen Aus­tausch gibt es im Be­trof­fe­nen-Fo­rum.

    Dort kön­nen Sie sich gern über den Kon­takt (ganz un­ten auf der Sei­te) an die Ad­mi­ni­stra­ti­on wen­den oder auch an mich, ei­ner Mo­de­ra­to­rin des Fo­rums, un­ter mei­ner Mail­adres­se

    barbara_auf_der_heide@web.de

    Die mei­ste Er­fah­rung mit der Guai­fenesin­the­ra­pie hier in Deutsch­land hat Frau Mai­er (guaifenesin.de).

    Wir war­ten drin­gend auf Ärz­te, die die­ser The­ra­pie ei­ne Chan­ce ge­ben, das Pro­to­koll von Dr. St. Amand voll und ganz be­rück­sich­ti­gen und be­reit sind, sich dar­auf ein­zu­las­sen.

    Be­trof­fe­nen-Tref­fen in den un­ter­schied­lich­sten Re­gio­nen des deutsch­spra­chi­gen Raums be­wei­sen im­mer wie­der, daß die Guai­fenesin­the­ra­pie er­folg­reich sein kann, wenn man sich an die Vor­ga­ben des Dr. St. Amand hält.

    Freund­li­che Grü­ße,
    Bar­ba­ra

  20. Heide sagt:

    Lie­be Arm­gard, lie­be Bar­ba­ra,

    Sie spre­chen mir aus der See­le.

    Seit 3 Jahr­zehn­ten ha­be ich dif­fu­se kör­per­li­che und see­li­sche Be­schwer­den. X- Un­ter­su­chun­gen muss­te ich über mich er­ge­hen las­sen, ei­ni­ge Or­ga­ne wur­den ent­nom­men, di­ver­se Schmä­hun­gen und Schmer­zen muss­te ich er­tra­gen.

    Im Ja­nu­ar die­sen Jah­res be­kam ich dann die Dia­gno­se: Fi­bro­my­al­gie!!!

    Ein hal­bes Jahr ha­be ich ge­braucht um das Guai­fene­sin zu fin­den und zu nut­zen!!!!

    Dies Pul­ver ist der Schlüs­sel um aus die­ser ab­wärts Spi­ra­le her­aus­zu­kom­men!!!! Ich le­be wie­der.

    Es funk­tio­niert, ich bin der Be­weis!!

    Wich­tig ist: Sa­li­cyla­te müs­sen ge­mie­den wer­den, sonst gibt es Blockie­run­gen.

  21. Barbara sagt:

    Erst vor we­ni­gen Ta­gen wur­de ein Por­tal zur The­ra­pie mit Guai­fene­sin ver­öf­fent­licht, auf dem es sehr gu­te In­fos zur Vor­be­rei­tung und Durch­füh­rung der The­ra­pie gibt:

    http://www.fibromyalgie-guaifenesin.info

    Gruß,
    Bar­ba­ra

  22. Heide sagt:

    http://www.guaifenesin.de/bezugsquellen-von-guaifenesin.html

    Mei­ne be­vor­zug­te Sei­te

    Herz­li­cher Gruss
    Hei­de

  23. Da es sich bei der »Für­ther Frei­heit« um ein Bür­ger-Blog mit pri­mär lo­ka­ler Aus­rich­tung han­delt und Fi­bro­my­al­gie-Be­trof­fe­ne in­zwi­schen zahl­rei­che An­lauf­stel­len ge­nannt (und ver­linkt) be­kom­men ha­ben, wird die Kom­men­tar-Funk­ti­on für den obi­gen Ar­ti­kel nun­mehr ge­schlos­sen. Dan­ke für Ihr Ver­ständ­nis!

Kommentar-Feed RSS-Feed für Kommentare nur zu diesem Beitrag

Kommentar abgeben: