Beiträge zum Stichwort »Lebensläufe«

Söllners Sichten

2. Juni 2017 | von
Söllners Sichten

Auch wenn der Fürther Fotograf Robert Söllner erst in den 1980er Jah­ren zu fotografieren begann, fühlt er sich hauptsächlich Fo­to­gra­fen des frühen und mittleren 20. Jahrhunderts ver­bun­den – an­ge­fan­gen von Walker Evans über Irvin Penn, Josef Koudelka und Chargesheimer bis hin zu Robert Frank. Nicht zuletzt wegen dieser fotografischen Sozialisation bleibt für Söllner die Reduktion … [weiter]



Genitalverstümmelung: Grausame Gegenwart

11. Februar 2017 | von
Genitalverstümmelung: Grausame Gegenwart

In Deutschland leben rund 48.000 Mädchen und Frauen, die von weiblicher Ge­ni­tal­ver­stüm­me­lung (Female Genital Mutilation, FGM) betroffen sind. Zwischen 1500 und 5700 Mädchen, die in Deutschland leben, sind da­von bedroht. Dies geht aus der neuesten »Empirischen Stu­die zu weiblicher Genitalverstümmelung« hervor, die anlässlich des »Null-Toleranz-Ta­ges« gegen weibliche Ge­ni­tal­ver­stüm­me­lung am Montag, dem 6. Februar 2017 im … [weiter]



»Fürth ist mir ziemlich egal«

5. Juli 2016 | von
»Fürth ist mir ziemlich egal«

Kürzlich erreichte Henry Kissinger das 93. Le­bens­jahr, brav gratulierten Fürther Nachrichten und die Stadt­zeitung. In diesem Jahr sind auch zwei Veröffentlichungen zu Kissinger er­schie­nen, die unterschiedlicher nicht sein könnten; im Folgenden einige Schlaglichter auf unseren Ehrenbürger und die beiden Bücher. Niall Ferguson gilt als »der vielleicht einflussreichste und gewiss wortgewaltigste Historiker unserer Tage« (DIE ZEIT). … [weiter]



Ludwig Erhard und Fürths Väter des Wirtschafts­wunders in der NS-Zeit

8. März 2016 | von
Ludwig Erhard und Fürths Väter des Wirtschafts­wunders in der NS-Zeit

Ludwig Erhard, dem zu Lebzeiten die Ehren­bür­ger­würde in Fürth verwehrt wurde, wird derzeit ein nach ihm benanntes Zentrum errichtet. Nach­dem ich im Jahre 2013 mein Entsetzen über die Ergebnisse des Archi­tek­ten­wett­bewerbes für das Ludwig-Erhard-Zentrum artikuliert hatte, wurde ich von verschiedenen Seiten auf Archiv­fund­stücke zu Erhards Rolle in der Zeit des Natio­nal­so­zia­lis­mus aufmerksam gemacht. Drei Väter … [weiter]



The Stroke – Erlebnisse mit dem Schlaganfall

24. Oktober 2014 | von
The Stroke – Erlebnisse mit dem Schlaganfall

Was hat Fürth mit Sydney in Australien gemeinsam? Wenig, aus bestimmter Perspektive aber auch wieder einiges. Viele Aspekte hat Fürth in der globalisierten Welt nicht nur mit Sydney, sondern mit vielen anderen Städten der indu­stria­li­sier­ten Welt gemeinsam. Unter anderem zweierlei. Erstens: Es gibt da wie dort zahl­reiche Fans der Band AC/DC. Zweitens: »The Stroke«, der … [weiter]



Friedrich Ulrich – Ein (Lebens)Künstler aus Fürth

15. Oktober 2014 | von
Friedrich Ulrich – Ein (Lebens)Künstler aus Fürth

Fritz Ulrich wurde am 17. Juli 1901 in Fürth ge­bo­ren. Seine Schullaufbahn und sein Studium an der Kunst­akademie absolvierte er in Nürn­berg. Während des zweiten Welt­krieges war er in Frank­reich stationiert, wo er sich viel mit Malerei beschäftigte und französische Künstler kennen­lernte. Seine spätere Arbeit wurde von dieser Zeit stark geprägt. In einer Ausstellung in der Nürnberger Galerie Atzenhofer … [weiter]



Unter schattigen Bäumen – Ein Plädoyer für das »Milchhäusla«

22. September 2014 | von
Unter schattigen Bäumen – Ein Plädoyer für das »Milchhäusla«

Warum war ich nicht schon viel früher mal hier zu einem Feierabendbier?! Die großen alten Bäume der Konrad-Adenauer-Anlage spenden Schat­ten. Gnädig verbergen Stämme und Blätter das Elend am anderen Ende des Parks, wo Baucontainer für die sogenannte Neue Mitte die Brunnenanlage zum Schweigen gebracht haben. Es ist vielleicht einer der letzten schönen Abende dieses sonnenarmen … [weiter]



Quo vadis, Rundfunk­museum ?

10. März 2014 | von
Quo vadis, Rundfunk­museum ?

Es ist schon länger her, dass der Leiter des Rundfunkmuseums Gerd Walther »Knall auf Fall« seiner Funktion entbunden wurde und Betretungsverbot an der Einrichtung erhielt. Terminiert auf spätestens 12 Uhr am 21.6.2013 (mit Schreiben vom 20.6.2013 der Personal- und Finanzreferentin Frau Ammon). Es gab einen Zeitungsartikel und ein paar kritische Leserbriefe. Das war es dann … [weiter]



Der Festsaal fällt – Fürth gibt auch jüdisches Erbe preis

7. Juli 2013 | von
Der Festsaal fällt – Fürth gibt auch jüdisches Erbe preis

Fürth gibt ein Kapitel jüdischer Wirtschafts- und Gesell­schafts­ge­schich­te dem Vergessen anheim. Was Fürther Juden mit dem Park-Hotel verbindet: Ein historischer Abriss (in des Wortes doppelter Be­deu­tung). Mit zunehmender Stärke wird seit vielen Wochen die Aus­einandersetzung zwischen einer Gruppe en­gag­ier­ter Fürther Bürger und einem Bündnis von Stadt­ver­wal­tung und Bauträger (MIB) um Erhalt oder Abriss des Fest­saals … [weiter]



Bekenntnisse zur SpVgg

11. November 2012 | von
Bekenntnisse zur SpVgg

Ich könnte es kurz machen: Fußball interessiert mich nicht die Bohne. Punkt. Und das Ende? Vermutlich würden die Schlagzeilen in etwa so lauten: Nach seinem skandalösen Outing wurde Fürths Stadt­heimat­pfleger noch vor einem gewissen Bewohner der Gustavstraße geteert und gefedert, danach auf einer U-Bahn Schiene über die Stadtgrenze in die östliche Nachbargemeinde ge­tra­gen, der Reisepass … [weiter]



Ein Flaneur

6. Juli 2012 | von

Eigene Werke hat er nicht hinterlassen, aber an Plänen und Ideen fehlte es dem ehemaligen Stu­denten der Theaterwissenschaft nicht. Literarisch ungemein interessiert, hat sich der Fürther an manchem versucht: hier eine Lesung in kleinem Kreis, Gedichte, einige Filmkritiken, dort Kameradienste bei Auftritten befreundeter Musiker, auch Theaterarbeit bei Markus Nondorf, der ihm die Rolle des Clementi … [weiter]



Ein Leben in Fürth

26. Dezember 2011 | von
Ein Leben in Fürth

Am 18.06.1923 erblickte meine Oma Hildegard Katharina Förster in der Fürther Altstadt das Licht der Welt. Die Zeiten waren damals relativ gut: Alle hatten eine Abeit, verdienten zwar wenig, aber wenn alle zusammen­halfen war genug Geld da, um gut leben zu können. Oma wurde daheim erzogen und ging am Kirchenplatz in die Schule. Als die NSDAP an die Macht kam, ging (mußte gehen) meine Oma zum BDM … [weiter]