Beiträge zum Stichwort »Geschichte«

»Rauchzeichen eines Bau­denk­mals« – Der skandalöse Verfall des ältesten Hauses der Südstadt

13. Juli 2017 | von
»Rauchzeichen eines Bau­denk­mals« – Der skandalöse Verfall des ältesten Hauses der Südstadt

In prominentester Lage an der Schwa­ba­cher Straße verfällt ein ma­le­ri­sches Anwesen. Die Ausstattung des Bau­denk­mals fällt dem Van­da­lis­mus zum Opfer, Schlagzeilen macht das Ge­mäuer als es zum Tatort eines Tö­tung­sde­likts wird und ein Jahr später steht es in Flammen. Und die Stadt sieht weg. Die im Volksmund so genannte »Pech­hüttn« ist alles andere als eine Hütte. Vielmehr thront die ehemalige Aus­flugs­gast­stät­te … [weiter]



200 Jahre Stadt Fürth (1808 – 2018) – Nur ein Rechen­fehler?

10. Juli 2017 | von
200 Jahre Stadt Fürth (1808 – 2018) – Nur ein Rechen­fehler?

Seit 2016 vernehmen wir mit zunehmender Häufigkeit Nachrichten zum Jubiläum ‚200 Jahre Stadt Fürth‘ im Jahr 2018. Das ist inhaltlich falsch. Fürth wurde 1808 mit dem bayerischen Gemeindeedikt zur ‚Stadt 2. Klasse‘ erhoben. Dabei zeigt der Zusatz ‚2. Klasse‘ keine recht­li­che Minderstellung an. Er regelt für Städte über 10.000 Einwohner den Umfang und die Besoldung … [weiter]



Zeitsprünge

13. Mai 2017 | von
Zeitsprünge

Schon im Jahr 2008 hat der Fürther Fotograf Robert Söllner historische Ansichtskarten mit Fürther Motiven nachfotografiert, also die da­ma­li­ge Aufnahmesituation rekonstruiert und am glei­chen Ort aus gleicher Per­spek­ti­ve ein aktuelles Foto angefertigt. Beide Bilder hat er dann jeweils zu einem dritten übereinandergelegt und so gleichsam einen Zeitsprung über gut 100 Jahre konserviert. Die Ergebnisse sind … [weiter]



Nationalisten beim Ernte­dank-Umzug?

19. Oktober 2016 | von
Nationalisten beim Ernte­dank-Umzug?

Sehr geehrte Damen und Herren, als erstes möchte ich mich in diesem offenen Brief für die immer wie­der­keh­ren­de tolle Organisation der »Kärwa« bedanken, die ich als Fürther sehr zu schätzen gelernt habe. Auch konnte ich wie jedes Jahr wieder mit der ganzen Familie dem Erntedank-Umzug beobachten. Leider musste ich aber dieses Jahr mit Entsetzen und großem Unverständnis feststellen, dass … [weiter]



Kaffeezauberer

12. Oktober 2016 | von
Kaffeezauberer

Helmut Haberkamm und sein neuer Roman Das Kaffeehaus im Aisch­grund sind hier ein paar Zeilen wert! Die Rahmenhandlung: Der Bau­ern­sohn Michael Wegmann wandert nach Ame­ri­ka aus und kehrt 1867 als wohl­ha­ben­der und »gereifter« Mann in seinen Geburtsort Peppen­höch­städt zurück. Entgegen den allgemeinen Er­war­tun­gen entwickelt sich sein neues Kaffee­haus zu ei­nem regionalen Anziehungspunkt. »Ge­sell­schaft­li­che Um­brüche wie … [weiter]



Ludwig Erhard und Fürths Väter des Wirtschafts­wunders in der NS-Zeit

8. März 2016 | von
Ludwig Erhard und Fürths Väter des Wirtschafts­wunders in der NS-Zeit

Ludwig Erhard, dem zu Lebzeiten die Ehren­bür­ger­würde in Fürth verwehrt wurde, wird derzeit ein nach ihm benanntes Zentrum errichtet. Nach­dem ich im Jahre 2013 mein Entsetzen über die Ergebnisse des Archi­tek­ten­wett­bewerbes für das Ludwig-Erhard-Zentrum artikuliert hatte, wurde ich von verschiedenen Seiten auf Archiv­fund­stücke zu Erhards Rolle in der Zeit des Natio­nal­so­zia­lis­mus aufmerksam gemacht. Drei Väter … [weiter]



Anmerkungen zum Doku­mentarfilm »Liga Terezin« im Babylon-Kino

10. Februar 2016 | von
Anmerkungen zum Doku­mentarfilm »Liga Terezin« im Babylon-Kino

Am Mittwoch, dem 3. Februar, wurde im Babylon-Kino der Dokumentarfilm »Liga Terezin« gezeigt, mit einer Podiumsdiskussion im Anschluss, an der ich als Über­setzer teilgenommen habe. In der Ausgabe der Fürther Nachrichten vom 8. Februar hat Alexander Pfaehler über die Veranstaltung berichtet: »Fußball-Liga im KZ – Fanprojekt holte Dokumentarfilm ins Fürther Babylon-Kino«. Der Artikel ist leider … [weiter]



Das wundertätige Heiligen­bild

1. Februar 2016 | von
Das wundertätige Heiligen­bild

Der strahlend weiße Turm der Heinrichskirche ist das kaum um­strit­te­ne Wahrzeichen der Süd­stadt. Der weiße Turm ist so auffällig, dass er im 2. Weltkrieg in Moosgrün umgestrichen wurde. Über viele Jahrzehnte war St. Heinrich die ein­zi­ge verputzte Kirche in Fürth, ihr ver­einfachter Barock wirkt zwar auf manchen trivial, aber es gibt auch andere Meinungen: »Das ganze Wesen der Kirche hat eine durch nichts unterbrochene Harmonie« … [weiter]



Beamtensiedlung wird zehntes Fürther Denkmal­ensemble

18. Dezember 2015 | von
Beamtensiedlung wird zehntes Fürther Denkmal­ensemble

Weihnachtsgeschenk für Fürth: Der Regio­nal­ausschuss des bayerischen Landes­denk­mal­ra­tes hat in seiner Sitzung vom 30. Oktober 2015 meinem Antrag vom 30. April 2014 statt­ge­ge­ben und die Aufnahme der sogenannten Beamten­sie­dlung als Denkmalensemble in die Denk­mal­liste beschlossen. Sobald noch einige Formalien abgearbeitet sind, erhält Fürth sein zehntes Denk­mal­en­semble. Die Hoffnung, dass die Eintragung … [weiter]



Wie die Rettung des Lokschuppens versemmelt wurde. Ein Erlebnisbericht.

6. November 2015 | von
Wie die Rettung des Lokschuppens versemmelt wurde. Ein Erlebnisbericht.

Sollte es jemand nicht wissen oder inzwischen vergessen haben: Nahe der Stadtgrenze zu Nürnberg an der gleich­namigen U-Bahnstation steht der vermutlich älteste erhaltene Lok­schup­pen Deutschlands, der in un­se­rer aufs Engste mit der Eisenbahngeschichte ver­knüpf­ten Stadt verrottet. Durch den kürzlichen Verkauf des Grundstückes an einen bekannten Fürther Investor stellt sich die Frage, ob nicht doch noch … [weiter]



Die »Neue Mitte« – Nachbe­trachtungen und Versuch einer Einordnung

18. September 2015 | von
Die »Neue Mitte«  –  Nachbe­trachtungen und Versuch einer Einordnung

Vor meiner Zeit als Sprecher der BI »Bessere Mitte Fürth« hätte ich, vielleicht weil ich Architekt bin, die Ver­ant­wort­lich­keit für Stadtentwicklung sicher im Stadt­pla­nungs­amt an­ge­sie­delt. Manche siedeln diese Ver­ant­wor­tung auch ganz oben beim Oberbürgermeister an. Nach intensiverem Eintauchen in die äußerst span­nen­den Prozesse der Stadtentwicklung sehe ich die Dinge mittlerweile wesentlich komplexer. Für mich zeigt … [weiter]



Wie das Weltkulturerbe versemmelt wurde. Ein Erlebnisbericht.

9. Juni 2015 | von
Wie das Weltkulturerbe versemmelt wurde. Ein Erlebnisbericht.

Vor etwas mehr als einem Jahr lehnte der Fachbeirat der Kultus­mi­ni­ster­kon­fe­renz die Bewerbung Fürths zum Weltkulturerbe ab. Da die Öffentlichkeit nur sehr rudimentär über Gründe und Hintergründe informiert wurde, will ich in meiner Reihe an Aufarbeitungen (»10 Jahre Heimatpfleger in Fürth«) mit diesem Thema fort­fahren – ausführlich, aber ich wage zu versprechen: mit unterhaltsamen Lokalkolorit. … [weiter]