Beiträge zum Stichwort »Beruf«

Söllners Sichten

2. Juni 2017 | von
Söllners Sichten

Auch wenn der Fürther Fotograf Robert Söllner erst in den 1980er Jahren zu fotografieren be­gann, fühlt er sich hauptsächlich Fo­to­gra­fen des frühen und mittleren 20. Jahrhunderts ver­bun­den – an­ge­fan­gen von Walker Evans über Irvin Penn, Josef Koudelka und Chargesheimer bis hin zu Robert Frank. Nicht zuletzt wegen dieser fotografischen Sozialisation bleibt für Söllner die Reduktion auf Schwarz-Weiss das Mittel der Wahl.

Wer sucht, braucht eine Brille. Mit der des Robert Söllner eröffnet sich ein Blickwinkel, der nicht nur optisch darauf ausgerichtet ist, möglichst breit zu sehen und dabei – möglichst gelassen – hellsichtig zu ma­chen.« (Dr. Wolfgang Hofer im Vorwort des Bildbandes »Aus der Pro­duk­tion« mit Theaterfotografien von … [weiter]



Die »Neue Mitte« – Nachbe­trachtungen und Versuch einer Einordnung

18. September 2015 | von
Die »Neue Mitte«  –  Nachbe­trachtungen und Versuch einer Einordnung

Vor meiner Zeit als Sprecher der BI »Bessere Mitte Fürth« hätte ich, vielleicht weil ich Architekt bin, die Ver­ant­wort­lich­keit für Stadtentwicklung sicher im Stadt­pla­nungs­amt an­ge­sie­delt. Manche siedeln diese Ver­ant­wor­tung auch ganz oben beim Oberbürgermeister an. Nach intensiverem Eintauchen in die äußerst span­nen­den Prozesse der Stadtentwicklung sehe ich die Dinge mittlerweile wesentlich komplexer. Für mich zeigt … [weiter]



Unter schattigen Bäumen – Ein Plädoyer für das »Milchhäusla«

22. September 2014 | von
Unter schattigen Bäumen – Ein Plädoyer für das »Milchhäusla«

Warum war ich nicht schon viel früher mal hier zu einem Feierabendbier?! Die großen alten Bäume der Konrad-Adenauer-Anlage spenden Schat­ten. Gnädig verbergen Stämme und Blätter das Elend am anderen Ende des Parks, wo Baucontainer für die sogenannte Neue Mitte die Brunnenanlage zum Schweigen gebracht haben. Es ist vielleicht einer der letzten schönen Abende dieses sonnenarmen … [weiter]



Quo vadis, Rundfunk­museum ?

10. März 2014 | von
Quo vadis, Rundfunk­museum ?

Es ist schon länger her, dass der Leiter des Rundfunkmuseums Gerd Walther »Knall auf Fall« seiner Funktion entbunden wurde und Betretungsverbot an der Einrichtung erhielt. Terminiert auf spätestens 12 Uhr am 21.6.2013 (mit Schreiben vom 20.6.2013 der Personal- und Finanzreferentin Frau Ammon). Es gab einen Zeitungsartikel und ein paar kritische Leserbriefe. Das war es dann … [weiter]



»Und hinterher ist die Enttäuschung groß« – Worte des Baureferenten aus dem Jahr 2003

23. August 2013 | von
»Und hinterher ist die Enttäuschung groß« – Worte des Baureferenten aus dem Jahr 2003

Es wird langsam Herbst. Das Park-Hotel verabschiedet sich Sand­stein­quader für Sand­stein­quader aus Fürth und geht hinüber in die Geschichtsbücher. Zeit, um sich im Archiv zu ver­graben, Zeit für Entdeckungen: Als vor genau 10 Jahren die Diskussion um ein Ein­kaufs­zen­trum anstelle des Park-Hotels begann, ver­öffent­lichten die Fürther Nachrichten in ihrer Wochen­end­aus­gabe vom 20./21. Sep­tem­ber 2003 unter … [weiter]



Eine persönliche Bilanz der BI Bessere Mitte Fürth und eine Chronik der Ereignisse bis heute

24. Oktober 2012 | von
Eine persönliche Bilanz der BI Bessere Mitte Fürth und eine Chronik der Ereignisse bis heute

In der gut besuchten Mitglieder­ver­sammlung der BI am Dienstag, den 23.10.12 habe ich wie mehrfach intern angekündigt nach vier Jahren mein Amt als Sprecher niedergelegt. Die aktuelle Diskussion über den Architekten­wett­be­werb hat mir gezeigt, dass es innerhalb der BI keine belastbare Übereinkunft gibt, was unter »stadt­ver­träg­li­cher« bzw. »qualitätvoller« Architektur zu verstehen ist. Die Bürgerinitiative kann … [weiter]



Ein Leben in Fürth

26. Dezember 2011 | von
Ein Leben in Fürth

Am 18.06.1923 erblickte meine Oma Hildegard Katharina Förster in der Fürther Altstadt das Licht der Welt. Die Zeiten waren damals relativ gut: Alle hatten eine Abeit, verdienten zwar wenig, aber wenn alle zusammen­halfen war genug Geld da, um gut leben zu können. Oma wurde daheim erzogen und ging am Kirchenplatz in die Schule. Als die NSDAP an die Macht kam, ging (mußte gehen) meine Oma zum BDM … [weiter]



Situationsbericht aus der Pflichtschule

27. März 2011 | von
Situationsbericht aus der Pflichtschule

An der Innenseite einer Tür zum Lehrerzimmer einer Fürther Grund- und Mittelschule hing folgende Fundsache: Situationsbericht: Jede Lehrkraft unserer Schule hat täglich die Aufgabe zu bewältigen, eine Wandergruppe mit Spitzensportlern und Behinderten bei Nebel durch unwegsames Gelände in nord-südlicher Richtung zu führen und zwar so, dass alle bei bester Laune und möglichst gleich­zeitig an drei … [weiter]



Eine Kindheit in der Südstadt

20. März 2011 | von
Eine Kindheit in der Südstadt

Im Jahre 1966 zogen meine Eltern von der engen Wohnung in der Gustavstraße in eine wesentlich geräu­migere Bleibe in der Fürther Südstadt, in die Salzstraße 8, in der früher ein Milchgeschäft seine Räume hatte. Entsprechend groß war die Wohnung, bzw. das Schlaf­zimmer meiner Eltern, das war der Verkaufsraum des Milchladens gewesen. Man erkennt es noch … [weiter]



Im Fokus der Mensch: Julia Thomas und Thomas Steigerwald

24. Oktober 2010 | von
Im Fokus der Mensch: Julia Thomas und Thomas Steigerwald

Aber sie sei doch gar nichts Besonderes, meinte die jugendlich flott gekleidete alte Dame, die mit ihren über 90 Lebensjahren noch immer täglich hinter dem Tresen ihres kleinen Gemischtwaren­ladens stand, dort von Montag bis Samstag Lebensmittel und Lottoscheine verkaufte und sich sonntags vielleicht nicht immer auf die vom Ordnungsamt genehmigten, frischen Schnitt­blumen beschränk­te. Die Filmemacher … [weiter]



»Solche Kunst ehrt ihren Meister…«

14. Juli 2010 | von
»Solche Kunst ehrt ihren Meister…«

Johann Georg Geismann wird in Fromberg bei Sulzbach-Rosenberg als Sohn des Edelhof-Besitzers Georg Geismann und dessen Frau Margarete geboren. Der Vater ist seit den 1860er Jahren an der Fürther Brauerei in der Bäumenstraße beteiligt, die er dann am 29. Juni 1967 von den Gebrüdern Ottmann übernimmt. Schon zu Johann Geismanns Schulzeit kommt die Familie so nach Fürth … [weiter]



Amateurfunk – schräge Vögel in Fürth?!

4. Juli 2010 | von

Amateurfunker – sind das nicht die alten Männer, die daheim im Kämmerlein hocken und vermittels riesiger Antennen kryptische Morsebotschaften mit der ganzen Welt austauschen? Doch weit gefehlt, es handelt sich dabei um ein vielschichtiges und abwechslungs­reiches Hobby rund um Kommunikation, Elektronik und Antennen­technik. Auch in Fürth gibt es eine rege Gemeinde von Funkamateuren, die sich … [weiter]