Die Katzen von Venedig
23. Januar 2012 | von Ilse RuckKlein und klug und selbstverständlich
liegen sie im Fenster,
hinter antiker Vase,
von der Sonne beschienen.
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Klein und klug und selbstverständlich
liegen sie im Fenster,
hinter antiker Vase,
von der Sonne beschienen.
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Der Kachelofen hielt sich mit vier Säulen und einem Ofenrohr an der Decke fest, konnte man meinen. Aber es war umgekehrt. Erstmals verriet ich das Geheimnis: Der griechische Riese Atlas stand hier getarnt als Kachelofen zwischen den Tischen und trug den Himmel auf seinen Schultern, am Rande der Erde, kurz vor dem Garten der Hesperieden, ganz im Westen der alten Welt, dort, wo vorhin die Venus verschwand. … [weiter]
kurz
stockt der atem
angesichts
der bilder
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Geh du schon vor,
ich komm gleich nach.
Du mußt heut Nacht
allein ins Bett, mein Schneck.
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Mei Großvadder wor a ganz normaler junger Mo, iich mahn etz so vom Aussehng her. Net bsonders schee, obber a net nersch. Und amol hat er si a Schnorrn wachsn lassn, dou hat er ausgschaut wie a richticher Italiener. Dou hommer nu a Bild. Und an Bauernhof hat er a ghat. Und amol hat er uns erzählt, dass domols a Heiratsvermittleri gehm hat. Die hat erscht alles auskundschaft und dernoch die Sach’ ausghandlt. … [weiter]
Der Kinder wegen zogt ihr raus aufs Land.
Die sind längst aus dem Haus, das viel zu groß
für dich allein ist, weil: dein erster Mann
war eine – wenn auch lange – Phase bloß.
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Wie er die Würmer, lang und dünn
aus seinem Kröpfe würgt.
Und in die aufgesperrten Schnäbel
kreischender Jungen stopft.
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Schon zweimal war ich in Athen
und nie fand ich es schön.
Verloren fand ich mich, allein,
in einer Wüste, riesengroß, aus Stein.
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Ich find schon deine Phantasiegeschich-
ten grauenhaft, doch überhaupt kein Kopf
hab ich für deinen Lyrikquatsch. Wie’n Kropf,
ist der, so asslig, krank und überflüssig!
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Die Pantherin, die räkelt sich,
wacht auf aus langem Schlummer.
Putzt Fell und Pfoten säuberlich,
streift ab den inn’ren Kummer.
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