Spielplatz

Die Katzen von Venedig

23. Januar 2012 | von
Die Katzen von Venedig

Klein und klug und selbstverständ­lich
liegen sie im Fenster,
hinter antiker Vase,
von der Sonne beschienen.
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Aphrodite und das Hefe­weizen

10. April 2011 | von
Aphrodite und das Hefe­weizen

Der Kachelofen hielt sich mit vier Säulen und einem Ofenrohr an der Decke fest, konnte man meinen. Aber es war umgekehrt. Erstmals verriet ich das Geheimnis: Der griechische Riese Atlas stand hier getarnt als Kachelofen zwischen den Tischen und trug den Himmel auf seinen Schultern, am Rande der Erde, kurz vor dem Garten der Hesperieden, ganz im Westen der alten Welt, dort, wo vorhin die Venus verschwand. … [weiter]



hybris und vanitas

20. März 2011 | von
hybris und vanitas

kurz
stockt der atem
angesichts
der bilder
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Großes und kleines Glück

14. März 2011 | von
Großes und kleines Glück

Geh du schon vor,
ich komm gleich nach.
Du mußt heut Nacht
allein ins Bett, mein Schneck.
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Mei Grossvadder

13. Februar 2011 | von
Mei Grossvadder

Mei Großvadder wor a ganz normaler junger Mo, iich mahn etz so vom Aussehng her. Net bsonders schee, obber a net nersch. Und amol hat er si a Schnorrn wachsn lassn, dou hat er ausgschaut wie a richticher Italiener. Dou hommer nu a Bild. Und an Bauernhof hat er a ghat. Und amol hat er uns erzählt, dass domols a Heiratsvermittleri gehm hat. Die hat erscht alles auskundschaft und dernoch die Sach’ ausghandlt. … [weiter]



Italien

12. Februar 2011 | von
Italien

Wir gingen so dahin,
erschöpft
von übervollem Tag;

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Zufall

1. Februar 2011 | von
Zufall

Der Kinder wegen zogt ihr raus aufs Land.
Die sind längst aus dem Haus, das viel zu groß
für dich allein ist, weil: dein erster Mann
war eine – wenn auch lange – Phase bloß.
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Ein Vogel

23. Januar 2011 | von
Ein Vogel

Wie er die Würmer, lang und dünn
aus seinem Kröpfe würgt.
Und in die aufgesperrten Schnäbel
kreischender Jungen stopft.
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Athen

16. Januar 2011 | von
Athen

Schon zweimal war ich in Athen
und nie fand ich es schön.
Verloren fand ich mich, allein,
in einer Wüste, riesengroß, aus Stein.
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Petrarca, alter Schwede

11. Januar 2011 | von
Petrarca, alter Schwede

Ich find schon deine Phantasiegeschich-
ten grauenhaft, doch überhaupt kein Kopf
hab ich für deinen Lyrikquatsch. Wie’n Kropf,
ist der, so asslig, krank und überflüssig!
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Das Kamel

5. Januar 2011 | von
Das Kamel

Es ruht im Sand mit Majestät,
viel tausend Jahre schon.
Der Blick ist unbewegt.

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Die Pantherin

30. Dezember 2010 | von
Die Pantherin

Die Pantherin, die räkelt sich,
wacht auf aus langem Schlummer.
Putzt Fell und Pfoten säuberlich,
streift ab den inn’ren Kummer.
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