Wie die Rettung des Lokschuppens versemmelt wurde. Ein Erlebnisbericht.

6. November 2015 | von | Kategorie: Häuserkampf

Sollte es jemand nicht wissen oder inzwischen vergessen haben: Nahe der Stadtgrenze zu Nürnberg an der gleich­namigen U-Bahnstation steht der vermutlich älteste erhaltene Lok­schup­pen Deutschlands, der in un­se­rer aufs Engste mit der Eisenbahngeschichte ver­knüpf­ten Stadt verrottet. Durch den kürzlichen Verkauf des Grundstückes an einen bekannten Fürther Investor stellt sich die Frage, ob nicht doch noch ein glück­li­ches Ende möglich ist. Die Hoffnung stirbt zuletzt…

Der Lokschupen in Fürth, Zustand Anfang November 2015. (Foto: Alexander Mayer)

Im Rahmen meiner sporadischen Aufarbeitung von 10 Jahren Heimatpfleger habe ich mir aus aktuellem An­lass als nächstes dieses Thema ausgesucht – zu­ge­ge­be­ner­maßen eine komplizierte und lange Ge­schich­te. Aber kein anderes Bauwerk hat meine Auf­merk­sam­keit über die ganze, fast 11jährige Tätigkeit als Hei­mat­pfle­ger so verfolgt, wie dieses einmalige geschichtliche Bau­denk­mal – genau genommen darüber hinaus. Ab­ge­se­hen davon ist auch diese Geschichte gleichzeitig ei­ne vielsagende Fallstudie über Politik und Verwaltung.

Opfer unvermeidlich

Am 11. Januar 1996 hieß es in den FN unter der Überschrift »Opfer für die S-Bahn unvermeidlich«, dass »Eingriffe in die historische Bausubstanz der Stadt unvermeidlich« seien. Zu nennen seien dabei vor allem »der historische Lokschuppen an der Stadtgrenze und das alte Stellwerk an der Ottostraße, die beide abgerissen werden müssen«. Und mit diesem »Abgerissen-werden-müssen« war die Angelegenheit für die Stadt Fürth er­le­digt, nicht jedoch für das Landesamt für Denkmalpflege. Im Planfeststellungsverfahren wurden den Ein­sprü­chen des Lan­des­am­tes auch Rechnung getragen, der Lokschuppen blieb stehen.

20.000 Euro zu viel

Als ich 2004 das Amt des Heimatpflegers antrat, bezog sich einer meiner ersten Anfragen auf den Lokschuppen und seine Gebäudegruppe (Lokschuppen, Anbau, Feldschmiede), da aufgrund eines Brandes das Dach stark beschädigt und damit der Verfall stark beschleunigt worden war. In der Antwort hieß es dementsprechend: »Die Gebäude befinden sich einem sehr schlechten baulichen Zustand; dieser ist auf eine jahrelange Ver­nach­läs­si­gung not­wen­di­ger Mindestmaßnahmen eines sachgerechten Bauunterhaltes zurückzuführen. Die Bahn hat bis­lang keine Bereitschaft zur Erfüllung ihrer Unterhaltspflicht zu erkennen ergeben … Zwischenzeitlich hat sich der Zustand des Daches des Lokschuppens so weit verschlechtert, dass die bauliche Substanz dieses Bau­denk­mals ernsthaft in Gefahr ist. Bei einem weiteren Zuwarten ist der Abgang des Lokschuppens wohl zu befürchten. Die Bauaufsicht als Untere Denkmalschutzbehörde beabsichtigt deshalb, gemäß Art.4 Abs. 1 DSchG ein Ver­fah­ren zur Instandhaltung in die Wege zuleiten und in diesem Zusammenhang die Notsanierung des Daches an­zu­ord­nen.«

Jetzt kam aber die generell eigentümerfreundliche Rechtsprechung bayerischer Gerichte ins Spiel: Da der Bahn »offensichtlich« keine sinnvolle Nutzung des Gebäudes mehr möglich ist, könne nach der einschlägigen Recht­spre­chung der Verwaltungsgerichte der Bahn der Erhalt nur zugemutet werden, wenn sich die öffentliche Hand an­ge­mes­sen an den Kosten von etwa 20.000 € beteiligt. Dass die Stadt Fürth dies ausspuckte, war natürlich illusorisch. Das Landesamt hatte 10.000 € in Aussicht gestellt, musste dies jedoch damals unter Vorbehalt der Bereitstellung von entsprechenden Mittel im Haushalt des Freistaates stellen. Also unterließ man zunächst die In­stand­hal­tungs­ver­fü­gung und schrieb immer mal wieder die Eigentümerin, die damals noch der DB gehörende Immo­bi­lien­ver­wer­tungs­ge­sell­schaft Aurelis an.

Kosten für Notsicherung völlig außer Verhältnis

Nachdem sich aber weiterhin nichts ergab, bat ich Mitte 2006 um konkretere Schritte. Wie sahen die aus? Zu­nächst wurde Aurelis angeschrieben, die nun eine Kostenschätzung von 40.000 € für ein Notdach angab, und dem geneigten Leser mitteilte: »Schon die Kosten für diese erste Notmaßnahme stehen zur derzeitigen Nut­zungs­mög­lich­keit des Objektes völlig außer Verhältnis … Wir gehen daher von einer Unzumutbarkeit in Bezug auf die In­stand­hal­tungs­ver­pflich­tung der Gebäude im Allgemeinen sowie bzgl. der konkreten Notmaßnahme aus«. Aurelis schlug nun der Stadt Fürth vor, gemeinsam ein Konzept für die Nutzung zu entwickeln und des­we­gen »von einer förmlichen Instandsetzungsanordnung Abstand zu nehmen«.

Im September 2006 gab es dann ein ent­spre­chen­des Gespräch zwischen Vertretern von Aurelis und des Denkmalschutzes. Den »Argumenten« von Aurelis wurde entgegengehalten, dass (Protokollauszug) »die Bahn das Gebäude seit mehreren Jahrzehnten verfallen lässt. Viele Vorstöße der Stadt Fürth in Richtung zur Sanierung des Gebäudes oder in Richtung zur Vermietung sind erfolglos geblieben, gerade auch weil von Seiten der Bahn keinerlei Breitschaft bestand, diese Aktionen zu unterstützen«. Nach einigen Diskussionen wurde folgende »Lösung« ein­ver­nehm­lich befürwortet: »Die Bahn wird eine grundsätzliche Aussage zur Höhe des Ver­kaufs­prei­ses in spä­te­stens drei Wochen an die Stadt Fürth weiterleiten. Die Stadt wird dann versuchen, In­teres­sen­ten zu finden, die zu Gesprächen mit der Bahn geführt werden«.

Tatsächlich geschah nichts dergleichen. Stattdessen sprach Ende 2006 ein »leitender Mitarbeiter der Firma Aurelis« bei OB Jung vor und bat darum, »die Verfolgung der Instandsetzung weiterhin auszusetzen«. Man solle erst einmal warten, ob sich »etwas ergibt«. Das war dann wohl auch die Meinung der Stadtspitze, die in manchen Fällen nichts mehr liebt als unkonkrete Aussagen, so dass weiterhin nichts geschah. Auch kam Aurelis dem Versprechen, einen Kaufpreis zu nennen, nicht nach. Wie ich aus späteren Informationen nachträglich schließen musste, gab es zwischen Aurelis und dem Wirtschaftsreferat die übereinstimmende Einschätzung, dass die Verwertung des ca. 14.000 m² großen Gesamtgrundstückes durch den Lokschuppen geschmälert würde, der am östlichem Ende dieser schon an der Jakobinenstraße beginnenden Liegenschaft liegt.

Exposé als Fake

Da 2007 de facto auch nichts geschah, erlaubte ich mir Ende 2007 eine Nachfrage. Nach langem hin und her kam plötzlich im Februar 2008 die frohe Botschaft: OB Jung verwies stolz auf ein Exposé, das ihm kurz zuvor von Aurelis übergeben worden war. In diesem wurde der Lokschuppen zum Verkauf angeboten, wenn auch ohne Preis­an­ga­be. Auch Online war das Exposé für »ca. 200 m² BGF Lokschuppen. ca. 100 m² Wohnhausanbau« abrufbar. Dennoch kam mir die Sache spanisch vor. Nun war ich gerade in Gesprächen mit einen Dach­decker­betrieb, den ich prinzipiell für den Lokschuppen interessieren konnte, und so machte ich die Probe auf’s Exempel: am 12. Februar 2008 um 11:08 Uhr rief ich bei »Aurelis Real Estate« an, ein Herr F. war laut Mitschrift am Apparat. Ich hätte ernsthaft Interesse am Lokschuppen und würde ihn eventuell kaufen. Die Antwort kam prompt und ohne Umschweife: Aurelis verkauft den Lokschuppen nicht. Der Hinweis auf das erst kürzlich online gestellte Verkaufs-Exposé wurde wiederum mit der »Antwort« quittiert, dass Aurelis aufgrund von »Schwie­rig­kei­ten mit dem Wegerecht« nicht verkaufe, basta. Nachdem ich mir das sowieso genau so gedacht hatte, war ich nicht weiter überrascht und meldete es brav an die Stadt Fürth weiter. Nun kam von der Stadt­ver­wal­tung eine (vermutlich versehentlich offene) Antwort mit einer wirklichen Überraschung: Das Wirt­schafts­re­fe­rat sei dabei, den Lokschuppen als Teil des Ge­samt­grund­stückes zu vermarkten, der Vorschlag zur Ausgliederung sei überholt. Ich traute beim Lesen ob der Offenheit meinen Augen nicht, da anderes abgesprochen war. – An­schei­nend sollte da jemand getäuscht und ruhiggestellt werden.

Fränkisches Freilandmuseum lehnt ab

Zunächst aber blieb alles soweit noch gesittet. Unter dem Eindruck des Erlebten schrieb ich Be­zirks­tags­prä­si­dent Richard Bartsch an und bat ihn um Hilfe. Die sogenannte Translozierung ist zwar nur Denkmalpflege 2. Wahl, aber immer noch besser, als den Verlust des Gebäudes in Kauf zu nehmen. Ich bat Richard Bartsch, die Aufnahme in das Fränkische Freilandmuseum in Bad Windsheim zu prüfen. OB Jung, dem ich einen Kopie des Schreibens zukommen ließ, unterstützte das Anliegen mit einem eigenen Schreiben. Dies war nur konsequent, da die Aus­glie­de­rung des Lokschuppens aus dem immerhin 14.000 m² großen Gesamtgrundstück offensichtlich auch für die Stadt nicht mehr zur Disposition stand – wovon offiziell weder das Landesamt für Denkmalpflege noch ich in­for­miert worden war. Allerdings lehnte der damalige Museumsleiter Prof. Dr. Konrad Bedal die Auf­nah­me des Lokschuppens ab und führte dabei konzeptionelle und vor allem finanzielle Gründe an.

Instandsetzungsverfügung von Gericht aufgehoben

Nachdem sich Aurelis bloßgestellt hatte, war man aber jetzt immerhin in der Bauaufsicht bereit, das Risiko einer Instandsetzungsverfügung einzugehen. In einem entsprechenden Schreiben Ende Februar 2008 hieß es dann auch sehr richtig: »Nach Art. 4 Abs. 1 DSchG haben die Eigentümer ihre Baudenkmäler instand zu halten … Da Sie bislang Ihrer Verpflichtung zur Instandhaltung des Lokschuppens nicht nachgekommen sind, ist deshalb be­ab­sich­tigt, ein entsprechendes Instandhaltungsverfahren in die Wege zu leiten. In diesem Zusammenhang ist zu be­rück­sich­ti­gen, dass Ihre Bemühungen zur Vermarktung der Immobilie leider ohne Ergebnis geblieben sind. Wir können uns zudem des Eindruckes nicht erwehren, dass ihre Verkaufsbereitschaft nicht ernsthaft ist und Sie mit dieser Hinhaltetaktik lediglich auf den weiteren Verfall und den Abgang des Baudenkmals spekulieren.«

Die Fürther Bauaufsicht beschied dann auch die Instandsetzung, der Bescheid wurde jedoch im Herbst 2008 vom Verwaltungsgericht aufgehoben. In ihrer traditionell wenig gemeinwohl-, umso mehr dagegen eigen­tü­mer­orien­tier­ten Rechtsprechung stellten die Richter fest, dass Eigentum nur dann verpflichtet, wenn es wirtschaftlich zumutbar ist. Und der Immobiliengesellschaft sei es eben angeblich nicht wirtschaftlich zumutbar, den Lok­schup­pen zu erhalten (Umsatzerlöse Aurelis in den Jahren 2002-2006: 330 Millionen Euro). Das Gericht verwies vor allem auf fehlende Finanzierungsmöglichkeiten seitens der öffentlichen Hand (!). Die Stadt Fürth fühlte sich hier weniger angesprochen und gab den Ball an das Landesamt für Denkmalpflege weiter. Aurelis dagegen setzte noch eines drauf und stellte einen Abbruchantrag für den Lokschuppen.

Rechtliche Würdigung

Das hatte nun wieder zur Folge, dass die Wirtschaftlichkeits- und Finanzierungsprüfung zunächst aufgeschoben wurde – vermutlich war das die eigentliche Absicht von Aurelis. Das Gericht hatte zudem Aurelis in die Hände gearbeitet: Es fordert nämlich, dass erst der Eigentümer seine Vorstellung für die weiter Nutzung konkretisieren müsse, dann erst sei die Förderung zu prüfen und dann eine entsprechende Zusage zu erfolgen habe. Wenn aber der Eigentümer die Vorstellungen für eine Nutzung nicht konkretisiert, gibt es auch die folgenden Schritte nicht – womit der Eigentümer das Verfahren nach Belieben steuern kann.

In Bezug auf den Abbruchantrag nahm nicht nur das Landesamt für Denkmalpflege, sondern auch das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Stellung. Das Landesamt betont in seinem Schreiben vom 23. Februar 2009 nochmals den historischen Wert des Gebäudes: »Vermutlich handelt es sich um eine der ältesten erhaltenen Lokomotivschuppen aus der Frühzeit der Eisenbahn. Aus verkehrs-, technik- und archi­tek­tur­hi­stori­scher Sicht handelt es sich um ein außerordentlich bedeutsames Zeugnis baye­ri­scher Geschichte«. Die Ju­ri­sten des Staatsministeriums nahmen das Urteil des Verwaltungsgerichts aus­ein­an­der: Eine »Zu­mut­bar­keits­prü­fung ist erst durchzuführen, wenn die Antragstellerin nachgewiesen hat, dass keine realistische Ver­äuße­rungs­mög­lich­keit besteht. Das Fehlen einer Veräußerungsmöglichkeit wurde … von den Antragstellerin [Aurelis] bislang nur behauptet. Ein Nachweis über ernsthafte Veräußerungsbemühungen wurde jedoch nicht geführt. Die Stadt Fürth wird gebeten, die Antragstellerin um die Vorlage entsprechender Nachweise zu ersuchen … Fraglich ist, ob in der vorgelegten Berechnung der unterlassene Bauunterhalt ausreichend berücksichtigt wird. Nach den gut­ach­ter­li­chen Feststellungen ist offensichtlich, dass die überwiegenden Schäden direkte oder indirekte Folge des un­ter­las­se­nen Bauunterhalts sind … Die Stadt Fürth wird daher ge­be­ten, gemeinsam mit dem Landesamt für Den­kmal­pfle­ge die­je­ni­gen Maßnahmen zu ermitteln, die unmittelbar oder mittelbar aufgrund des unterlassenen Bau­un­ter­halts erforderlich geworden sind. Die entsprechenden In­ve­sti­tions­kosten sind in der Wirt­schaft­lich­keits­prü­fung nicht zu berücksichtigen … Es ist nicht ausgeschlossen, dass bei zutreffender Berücksichtigung des un­ter­las­se­nen Bauunterhaltes auch bei im Übrigen unveränderten Annahmen des Gutachtens keine wirt­schaft­li­che Unterdeckung mehr festzustellen ist und ein Anspruch auf Erteilung der Abbrucherlaubnis daher ausscheidet« – und die In­stand­set­zungs­ver­fü­gung rechtens war, wie ich mir hin­zu­zu­fü­gen erlaube. Aber wir wissen von der Gustavstraße, dass Gerichte sich ihre eigenes Recht machen, und vom Festsaal, dass geltendes Recht in Bayern problemlos ignoriert werden kann.

Diverse Geplänkel am Rande

Am Rande erwähnt sei auch, dass ich über MdB Marlene Rupprecht den damaligen Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee mit dem Lokschuppen behelligte – das Ergebnis lohnt jedoch nicht referiert zu werden. Ähnliches gilt für die Reaktion des von OB Jung angeschriebenen DB Vorstandsvorsitzenden Rüdiger Grube im Februar 2010.

Immer wieder tauchten Interessenten und Hilfsangebote für den Lokschuppen auf, einmal der schon erwähnte Dachdeckerbetrieb, dann beispielsweise ein Architekt und ein kleiner metallverarbeitender Betrieb. Ein Fürther Bürger hätte den Lokschuppen gerne in seinen Garten transferiert. Selbst die Nürnberger Altstadtfreunde schrieb ich an, aber aufgrund der Lage des Lokschuppens konnten sie verständlicherweise nur ideelle Hilfe anbieten. Am erfolgversprechendsten erschien mir das Angebot der Beruflichen Fortbildungszentren der Bayerischen Wirtschaft (bfz), im Rahmen eines Projektes Teile der Instandsetzung des Lokschuppens weitgehend kostenfrei zu über­neh­men. Nach zahlreichen Treffen kamen sich aber auch die Vertreter des bfz zunehmend wie der Buchbinder Wanninger vor und zogen sich zurück. Ein Beobachter aus München meinte hierzu, es sei auffällig, dass bei der Stadt Fürth selbst gut gemeinte Initiativen zum Lokschuppen regelmäßig im Sande verlaufen…

Die DB AG erklärte sich Anfang 2010 bereit (bzw. gab das zumindest vor), den Lokschuppen aus dem Bestand der Aurelis zurückzunehmen, unter der Voraussetzung, dass die Stadt ein tragfähiges Nutzungskonzept vorlegt, was nicht geschah, da man den Lokschuppen ja gar nicht ausgliedern wollte. Den ehemaligen Heimatpfleger-Kollegen und neu berufenen Chef des fränkischen Freilandmuseums Herbert May versuchte ich im Oktober 2010 nochmals meine aus der Not geborene Idee der Translozierung schmackhaft zu machen, was dieser aber wiederum ab­lehn­te. Zudem kamen bis Mitte 2014 weitere Verhandlungen meinerseits mit eventuellen Pri­vat­in­ve­sto­ren, die aber überwiegend aus schon genannten Gründen scheiterten. Ähnlich gingen Kontakte zu den Frei­land­museen Fla­dun­gen und Finsterau aus.

Im September 2011 erfolgte im Bauausschuss ein Bericht zum Lokschuppen, in dem die Kosten für eine Not­si­che­rung nunmehr mit 120.000 € beziffert wurden, der Verfall sei dabei auch nur für 15 Jahre aufzuhalten und die Bauteile aus der Notsicherung seien bei einem weiteren Ausbau nicht mehr zu verwenden. »Die Haushaltslage der Stadt lässt umfangreiche Maßnahmen kaum zu«. Man erinnere sich: 2004 wurde das Notdach mit 20.000 Euro beziffert. Es drängt sich der Verdacht auf, das mit dieser Kostenschätzung den Aktivitäten ein Riegel vorgeschoben werden sollte.

Ende 2011 wurde vom Landesamt für Denkmalpflege eine Dachsanierung vorgeschlagen, Kostenaufteilung 1/3 Stadt, 1/3 Aurelis, 1/3 Entschädigungsfond des Landesamtes. Der Vorschlag wurde nicht weiter verfolgt, da sei­tens Aurelis und vermutlich auch seitens der Stadt kein wirkliches Interesse bestand.

Hoffnungsträger DB-Museum

Einen besonders absurdes Erlebnis im Zusammenhang mit dem Lokschuppen ergab sich mit der Einschaltung des DB Museums. Dies kam so: Kurz nachdem das DB Museum eine neue Leitung bekommen hatte, schrieb ich am 9. Juni 2011 die neue Leiterin Russalka Nikolov an und bat sie um Hilfe. Der Brief blieb zunächst un­be­ant­wor­tet. Im November 2011 machte ein DB-Mitarbeiter Frau Nikolov nochmals auf den vielleicht ältesten erhaltenen Lok­schup­pen Deutschlands und mein Schreiben aufmerksam. Nach einigem Hin und Her brachte Frau Nikolov die Idee vor, den alten Lokschuppen an der Stadtgrenze durch Abbau und Wiederaufbau auf dem Gelände des DB Museums zu retten. Diese Idee war zwar prinzipiell nicht neu, ich hatte das schon im März 2008 vorgeschlagen (siehe oben), aber da sie nun im Gegensatz zu früher nicht an ein eher unwilliges Museum herangetragen wurde, sondern von einer Museumsleiterin selbst stammte, klang das sehr erfolgversprechend.

Der DB-Mitarbeiter schrieb die relevanten Leute bei der Stadt Fürth an. OB Jung erklärte umgehend, dass er (und damit die Stadt Fürth) Nikolovs Vorschlag hervorragend finde und nach Kräften unterstützen wolle. Das war vor dem Hintergrund der Haltung des Wirtschaftsreferates leicht verständlich, den man sah den Lokschuppen als Hindernis für die wirtschaftliche Gesamtverwertung des Grundstückes. Allerdings stellte sich sogleich ein eher ungutes Omen ein: OB Jung teilte mit, dass Stadtbaurat Krauße persönlich als »zuständiger Leiter des Geschäftsberichts Bauen und Denkmalschutz« die weiteren Gespräche mit Frau Nikolov führen solle. Ein Hintergrund war der, dass der bis­he­rige leitende Mitarbeiter in Sachen Denkmalschutz bei der Stadt Fürth im November 2011 schwer erkrankt war. Dieser leitende Mitarbeiter war zwar mitunter genervt, von mir immer wieder den Lokschuppen unter die Nase gerieben zu bekommen, aber er war ungeachtet dessen wirklich ernsthaft an der Sache interessiert und neigte eher selten zu irrationalen Aussetzern. Nun allerdings hatten wir es mit Stadtbaurat Krauße persönlich zu tun.

Träume

Für den 19. Juni 2012 wurde zu einem gemeinsamen Termin DB-Museum und Stadt Fürth eingeladen. In dem von Nikolov gegengelesenen, korrigierten und von ihr umfangreich ergänzten Protokoll hieß es u.a.: »Frau Nikolov wurde gleich mit ihrem Amtsantritt vor einem Jahr von dem Fürther Stadtheimatpfleger Dr. Mayer ge­be­ten, sich um den vermutlich ältesten Lokschuppens Deutschlands zu kümmern. Nach gründlichen Über­le­gun­gen, Gesprächen und Diskussionen hat das DB Museum den Vorschlag unterbreitet, den Lokschuppen auf das Freigelände des Museums zu versetzen und es auf diese Weise zu retten. Das Museums sieht sich verpflichtet, die Ei­sen­bahn­ge­schich­te Deutschlands zu erhalten. Dort würde er an das museale Schienennetz angeschlossen und den funktionstüchtigen Nachbau der ‚Adler‘-Lokomotive beherbergen. Dort soll auch der Beginn des Ei­sen­bahn­fahrt als kleine Ausstellung dargestellt werden«. – Das klang geradezu traumhaft. Das DB Museum hatte zudem schon einen Architekten gebeten, erste Vorgehensweisen und kalkulatorische Berechnungen auf Papier zu bringen. Stadtbaurat Krauße ver­mel­de­te allerdings für die Stadt Fürth, dass diese sich nicht mit In­ve­sti­tions­mit­teln beteiligen werde, lediglich organisatorische Unterstützung sei möglich. – Dennoch: so weit, so gut.

Exkurs: Maritimes Museum Hamburg

Um zu verstehen, was dann geschah, ist ein kleiner Exkurs zur DB Museumsleiterin notwendig. Nikolov hatte vor dem DB Museum im heutigen Internationalen Maritimen Museums Hamburg an leitender Stelle gewirkt, das aus einer sehr umfangreichen Privatsammlung hervorgegangen war. Das Ausstellungskonzept des Museums ist um­strit­ten. Dem Museum wurde unter anderem ein »dubioser Inhalt«, Kriegsverherrlichung, »musealer Mi­li­ta­ris­mus« und mangelnde Distanz zu Nazi-Exponaten vorgeworfen, darunter auch der hakenkreuzverzierte Groß­ad­mi­rals­stab von Karl Dönitz (vgl. z.B. Süddeutsche Zeitung: Maritimes Museum distanzlos), es gab auch weitere Vorwürfe (vgl. z.B. hier und da).

Es würde hier zu weit führen, über die Gründe (?) der DB zu spekulieren, warum gerade in Nürnberg eine Mu­se­ums­lei­te­rin eingestellt wird, an deren früheren Wirkungsstätten eine mangelnde Distanz zu Nazi-Exponaten bemängelt wurde. Das ist hier nicht das Thema.

Zurück nach Fürth

An dem oben berichteten Besichtigungstermin am 19. Juni 2012 war nun Nikolov mit ihrer Crew ein klein wenig zu spät gekommen, etwas mehr als eine Stunde, um genauer zu sein. Diese geschlagene Stunde warteten der von OB Jung abkommandierte, offenkundig mäßig begeisterte Stadtbaurat Krauße, der erwähnte DB-Mitarbeiter, ein wei­te­rer engagierter Bürger sowie der Heimatpfleger und versuchten sich die Zeit zu vertreiben. Mir selbst war Nikolov und ihre frühere Wirkungsstätten seinerzeit nicht bekannt, aber der engagierte Bürger gab ob der langen Zeit die eine und andere Geschichte zum Besten, unter anderem jene vom ausgestellten Dönitz-Stab. Als Nikolov dann erschien, war das selbstverständlich kein Thema mehr und hätte es nie mehr sein müssen, hätte nicht … ja, hätte es nicht Stadtbaurat Krauße für notwendig erachtet, Nikolov nachträglich telefonisch über diese kritischen Äußerungen zu informieren, warum auch immer. Nebenbei verwechselte er noch die angeschwärzte Person und schob die kritischen Äußerung dem DB-Mitarbeiter zu. Wie es der Zufall wollte, traf ich die fassungslose Frau Nikolov daraufhin zufällig in Nürnberg, wo sie fast schon aufgelöst von haltlosen Anwürfen erzählte etc. Der zu Unrecht verdächtigte DB-Mitarbeiter setzte sich dann natürlich zu Wehr etc. etc. In jedem Fall war das Klima in der Angelegenheit nachhaltig belastet.

Translozierung à 720.000 €

Die Kostenschätzung der Translozierung erreichte dann die Beteiligten Ende Juni 2012, bis zu 720.000 Euro sei­en zu veranschlagen. Am 10. Juli 2012 kam es dann im Bauamt zu einem weiteren Treffen in eher abgekühlter Atmosphäre, obwohl die aktiven und passiven Beteiligten an den aufgetretenen Irritationen dieses Mal ab­ge­se­hen von Nikolov nicht anwesend waren. Teilnehmer waren neben Frau Nikolov u.a. ein Vertreter des Lan­des­am­tes für Denkmalpflege und ich selbst. Das Landesamt stellte eine Zustimmung der Translozierung in Aussicht, da das Ziel der Denkmalpflege aber die Erhaltung schutzwürdiger Denkmäler am Ort ihrer Entstehung sei, könne die Translozierung nur der letzte gangbare Weg sein. Eine Bezuschussung seitens der öffentlichen Hand oder der Stif­tung Denkmalschutz sei deswegen nicht zu erwarten. Eine fachliche Begleitung sei jedoch denkbar. Das DB Museum schränkte den ursprünglichen Enthusiasmus ein und stellte klar, »dass es bei diesem Projekt lediglich unterstützend tätig wird, in dem es prüft, ob ein Grundstück für das Gebäude auf dem Freigelände des DB Museums zur Verfügung gestellt werden kann … Das DB Museum ist nicht Eigentümer des Lokschuppens und wird kein Geld für die Translozierung zur Verfügung stellen. Vielmehr wird die Gründung eines Fördervereins angestrebt, der Spendengelder einwirbt. Hierbei kann das DB Museum unterstützen«. – Auch gegenüber OB Jung vermeldete Nikolov, dass sie sich melden werde, sobald die Freigabe des Geländes durch das Eisen­bahn­bun­des­amt vorliege, was gut ein Jahr dauern könne. Das waren zwar insgesamt deutlich weniger Zu­ge­ständ­nis­se und Unterstützung als zunächst erwartet, aber sobald die als recht wahrscheinlich dargestellte Freigabe erfolgen sollte, können wir loslegen … dachte ich.

War da was?

Erst 18 Monate später, im Januar 2014, wagte ich es, das DB-Museum und Frau Nikolov an das gegebene Versprechen zu erinnern. Da dies ohne Antwort blieb, wiederholte ich die Anfrage im Februar 2014. Daraufhin erfolgte eine schroffe Antwort von Nikolov: »Bei unserem letzten Treffen in Fürth haben wir uns verabschiedet mit der Entscheidung, bei den gegenwärtigen Bedingungen das Thema nicht weiterzuverfolgen«. Das war genau das Gegenteil vom Besprochenen. Aber auch die Zusendung der von der DB erstellten und von Nikolov ge­gen­ge­le­se­nen Protokolle, die eben das Gegenteil bewiesen, nützten nichts. OB Jung äußerte sich zwar erstaunt über Nikolov, aber war in jener Zeit in erster Linie wohl schon mit Fragen der Kommunalwahl, seiner Wiederwahl und meiner Abwahl beschäftigt, so dass diese Sache nicht mehr weiter verfolgt wurde. Es kamen zwar Anfang und Mitte 2014 nochmals zwei Privatinteressenten ins Spiel, die aber aus unterschiedlichen Gründen absprangen.

Was kommt?

Kürzlich erfuhr der aufmerksame nordbayern.de-Leser, dass ein nicht genannter Investor das ehemalige Bahn­ge­län­de um den Recyclinghof erworben hat. Nachfragen ergaben: einschließlich des Lokschuppens, Käufer ist P&P (!). Der Bauausschuss hat im Oktober 2015 beschlossen, deswegen einen Bebauungsplan für das Gebiet auf­zu­stel­len: »Im Bebauungsplan sollen folgende Planungsziele umgesetzt werden: … – Denkmalgeschützte Sub­stanz erhalten«.

Abschließend lässt sich nur die Stellungnahme der Stadt Fürth zu meiner ersten Anfrage im Jahre 2004 wiederholen: »Die Gebäude befinden sich einem sehr schlechten baulichen Zustand; dieser ist auf eine jah­re­lan­ge Vernachlässigung notwendiger Mindestmaßnahmen eines sachgerechten Bauunterhaltes zurückzuführen. Zwi­schen­zeitlich hat sich der Zustand des Daches des Lokschuppens so weit verschlechtert, dass die bauliche Substanz diese Baudenkmals ernsthaft in Gefahr ist. Bei einem weiteren Zuwarten ist der Abgang des Lok­schup­pens wohl zu befürchten.«

Man darf gespannt sein, was der Investor mit dem Lokschuppen anstellt, der Festsaal mahnt.

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16 Kommentare zu »Wie die Rettung des Lokschuppens versemmelt wurde. Ein Erlebnisbericht.«:

  1. Peter Kunz sagt:

    Einfach unglaublich.

    Realsatire. Bürgerliches Trauerspiel. Mafiadrama. Alles zusammen.

    Immer die gleiche, sich immer wieder wiederholende Geschichte, bis irgendwann die P&P-Bauten, Metroplexe, Stadthallen, City Centers und Neuen Mitten diese ehemals schöne Stadt dominieren…

    Bin fassungslos.

  2. netz10 sagt:

    Vielen Dank für soviel Hingabe und Hartnäckigkeit.

  3. Andreas Schlieter sagt:

    Unfassbar.

  4. Wolfgang F sagt:

    Es ist noch nicht so lange her, da hörte man vom DB Konzern »Zukunft braucht Herkunft«.

    Irgendwie hat irgendjemand das wohl gemeinschaftlich vergessen.

    Schade, traurig.

  5. Marcus Kantner sagt:

    In einer Zeit in der alle Welt Geiz geil findet, Privatisierung stets das Mittel der Wahl ist und Gemein­gut kaum etwas zählt, sind das die Folgen…

  6. Stadt Fürth will mit P & P riesige Brachfläche entwickeln (FN): »Hoffnung gibt es für den denk­mal­ge­schütz­ten Lokschuppen auf dem Areal, den die früheren Eigentümer haben verfallen lassen. „Wir kön­nen uns vorstellen, ihn in das Gesamtkonzept zu integrieren“, sagte Firmenchef Michael Peter auf FN-Nachfrage. Denkbar sei zum Beispiel, ihn als Raum für Gastronomie zu nutzen. Wo viele Men­schen arbeiten, müsse auch eine „gewisse Grundversorgung“ gewährleistet sein, so Peter.« – Hoffentlich ist P&P klüger als MIB, aber da bin ich vorsichtig optimistisch.

    Interessant auch, dass die Stadt Fürth bis zum Erscheinen dieses Artikels bzw. meines Rundbriefes 95 verschwiegen hat, dass P&P der Investor ist. Vielleicht aufgrund der schlechten Presse in jüngster Ver­gangenheit …

  7. Wikipedia hat nachgezogen, ein Kollege vom Denkmalnetz Bayern war (mit meiner Hilfe) so frei:
    Lokschuppen (Fürth)

    Man beachte auf Wikipedia auch die Darstellung des positiven Schicksals eines ähnlich alten Lok­schuppens in Magdeburg:
    Lokschuppen Alte Neustadt

  8. Pressepiegel : »Denkmal Lokschuppen: Tauziehen vor Gericht« (FN)

    Untertitel: »Stadt streitet mit Aurelis um den Erhalt – Welche Rolle spielt die Fürther Firma P&P?«

    Jedem Kenner des Denkmalgesetzes und der einschlägigen Rechtsprechung ist klar, warum der Vor­besitzer Aurelis und nicht P&P klagt bzw. was der eigentliche Grund hierfür ist… nur haben wir da bei der Stadt vermutlich keine.

  9. Nach einer Pressemitteilung der Stadt Fürth findet zur Stunde und Minute des folgenreichen Waffenstillstandes von 1918 ein Pressetermin am Lokschuppen statt, man darf gespannt sein:

     
    Termin: Freitag, 11. November, 11 Uhr,
    Treffpunkt: Eingang zum Recyclinghof Jakobinenstraße (siehe Plan)

    Hat der historische Lokschuppen wieder eine Zukunft?

    Im Jahr 1860 erbaut, ist er das älteste noch erhaltene Baudenkmal der Fürther Eisenbahngeschichte: der Lokschuppen in Nähe der Stadtgrenze zu Nürnberg. Allerdings ließen seit dem Jahr 2008 juristi­sche Auseinandersetzungen die Zukunft des historischen Gebäudes im Ungewissen, der endgültige Verfall drohte.

    Nun ist die Sachlage geklärt und Oberbürgermeister Thomas Jung kann am Freitag, 11. November, 11 Uhr, gemeinsam mit Stadtheimatpflegerin Karin Jungkunz und dem Eigentümer mögliche Perspektiven für das Denkmal vorstellen.

    Die Vertreterinnen und Vertreter der Medien sind hierzu herzlich eingeladen.

  10. Na ja, am 11.11. wird um 11:11 Uhr gemeinhin die Saison der Possenreißerei eröffnet. Das mag ge­nau­so eine zufällige Koinzidenz sein wie die Sache mit dem Waffenstilstand…

  11. »Saison der Possenreißerei« ? – Mag sein, nomen est omen. Pressemitteilung noch dazu am Tag der amerikanischen Präsidentschaftswahl … was für bedeutungsschwere Kombinationen ;-). Aber wahr­schein­lich soll nur vom projektierten und durchgewinkten Abriss der Langen Straße 53 abgelenkt werden.

  12. Möchte sein. Das Projekt Spiegelfabrik aus denkmalschützerischer Sicht zu hinterfragen und zu kriti­sie­ren ist überfällig. Virtueller Raum dafür wäre hierorts genug vorhanden…

  13. Karl Fuchs sagt:

    Es ist ja nun nicht mehr wirklich viel, was an die alte Ludwigsbahn im Raum Nürnberg/Fürth erinnert. Aber das ist halt das typische Verhalten solcher Verwertungsgesellschaften: Es wird auf den maxi­ma­len Profit geschaut, alles was dem im Wege steht, ist lästig. Wir haben da ein Baudenkmal? Mal sehen, wie lange es dauert und was wir tun müssen, um das in einen Steinhaufen zu verwandeln, den wir wegschieben können. So ähnlich werden wohl die Überlegungen beim Lokschuppen sein. Und wenn man den Prozess noch ein paar Jährchen strecken kann, hat die Zeit ihr Werk getan. Die Fotos zum Artikel zeigen, dass außer den Außenmauern ohnehin fast nichts mehr zu retten sein wird. Gut, im Inneren wird es auch nicht mehr viel originale Substanz geben – das zeigen die Bilder ebenso. Andererseits lassen sich solche Gebäude mit etwas Geschick durchaus einer modernen Nutzung zuführen – siehe zum Beispiel das Fabrikschloss in Augsburg oder die Schrannenhalle in München. Aber so weit sind wir hier wohl noch nicht.

  14. Auch ich setze mich seit Jahren für den Erhalt des Lokschuppens und der daneben stehenden Feld­schmiede ein. Mit der Ludwigsbahn haben beide Bauten aus Bayerischen Staatssbahn-Zeiten al­ler­dings überhaupt nichts zu tun. Als Remineszenz an die erste Deutsche Eisenbahn hätte ein re­stau­rie­rter Festsaal des Park-Hotels bestens getaugt, aber den haben unser OB und sein biegsamer Bau-Referent ja zur Müllhalde kleingeredet und den Investoren-Interessen geopfert. In allerbester (?) Fürther Tradition

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