»Neue Mitte« – Der Denk­mal-Frevel geht weiter!

17. Dezember 2013 | von | Kategorie: Häuserkampf

Im Brennpunkt des »Häuserkampfes«: die R-B-S (Foto: Ralph Stenzel)

Pressemitteilung des Vereins »Wir sind Fürth«:

Wir sind Fürth e.V.
Gustavstraße 53
90762 Fürth
ww.wir-sind-fuerth.de
postfach@wir-sind-fuerth.de

 
 
Fürth, den 17. Dezember 2013

 
Neue Mitte: Offensichtlicher Wortbruch der Stadt Fürth und MIB in Sachen Denkmalschutz

Und wieder wird die Geisteshaltung der Stadtspitze offenbar: Während man privatfinanzierte, denkmalschutzgerechte Sanierungen in Fürth über den Klee lobt, scheint man im »eigenen Haus« eher genau das Gegenteil zu machen. In der letzten Bau-und Werksausschuss-Sitzung des Jahres wird unter dem Punkt »Mitteilungen« den anwesenden Stadträten mitgeteilt, dass das letzte noch verbliebene Einzeldenkmal, Rudolf-Breitscheid-Straße 4, komplett entkernt werden soll und somit seiner Denkmaleigenschaft gänzlich beraubt wird. Gleichzeitig unter­schlägt der Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung den anwesenden Stadträten die fachliche Stellungnahme des Landesamts für Denkmalpflege aus dem April (!) diesen Jahres und die Stellungnahme der Unteren Denkmalschutzbehörde aus dem September diesen Jahres. Ledig­lich die SPD-Stadtratsfraktion konnte im Vorfeld die Unterlagen einsehen und durch einen persönlichen Vortrag des Baureferenten Krauße in der SPD Fraktionssitzung vor dem Bau­aus­schuss über den Sachverhalt diskutieren. Damit wird eines klar, die Tatsache, dass bei der Ausschreibung zum Investorenauswahl verfahren zur Neuen Mitte ausgerechnet der Satz »der Denkmalschutz ist zwingend einzuhalten« verschwunden ist, war kein Zufall, wie die Stadt­spitze dies immer wieder darstellte – sondern hatte Methode!

Und die Methode geht noch weiter. Obwohl durch den Abriss des Fiedler- und Wölfelareals mehrere Tausend Quadratmeter barrierefrei bebaubare Fläche zur Verfügung stehen, wird ausgerechnet ein durchaus sinnvolles »Leuchturmprojekt« der Lebenshilfe in den l. Stock des letzten verbliebenen denkmalgeschützten Hauses geplant. Ein Zufall? Wohl kaum, denn dieser Standort wurde vom Oberbürgermeister persönlich ausgesucht! In der weiteren Vor­gehens­weise wird anscheinend der Pädagogische Leiter der Lebenshilfe zum Bauleitplaner ernannt – und dessen Architekt bekommt von Seiten der Stadt bzw. Lebenshilfe keinerlei Auflagen zur Prüfung der historischen Bausubstanz mit der geplanten künftigen Nutzung. So wird die Stadt Fürth nach dem illegalen Abriss des Festsaals erneut zürn Leuchtturm in Sachen Denk­mal­abriss!

Wir stellen fest, dass nach dem Abriss des Festsaales, der Öffnung der Hausfassaden über zwei Stockwerke in der südlichen Rudolf-Breitscheid-Straße und der vollständigen Entkernung der Häuser Rudolf-Breitscheid-Straße 4, 6 und 10 vom Denkmalschutz nichts mehr übrig bleibt.

Wir schließen uns deshalb der Unteren Denkmalschutzbehörde an, die aus fachlicher Sicht der vorgelegten Planung nicht zustimmen kann. Wir schließen uns weiterhin dem Landesamt für Denkmalpflege Bayern an, das gewichtige Gründe gegen die Entkernung sprechen sieht, da das Baudenkmal seiner historischen Aussage und seiner künstlerischen Bedeutung beraubt würde – und konsequenterweise die Erlaubnis zur Entkernung verweigert.

Deshalb fordert Wir sind Fürth e.V.:

  • Eine Klärung, ob das geplante Vorhaben der Lebenshilfe nicht an einer anderen (besseren) Stelle der Neuen Mitte realisiert werden kann.

  • Eine Machbarkeitsstudie des geplanten Vorhabens unter »zwingender Einhaltung des Denkmalschutzes«!

  • Einen sofortigen Baustopp in der Rudolf-Breitscheid-Straße 4 bis zur Klärung der beiden oben genannten Punkte um sicher zu stellen, dass nicht erneut vollendete Tatsachen geschaffen werden.

Abschließend möchten wir noch darauf hinweisen, dass selbst die Untere Denk­mal­schutz­behörde zur Entkernung der Rudolf-Breitscheid-Straße 4 feststellt, »…dass die geplanten Um­bau­maßnahmen weit außerhalb des in der Stadt Fürth praktizierten gängigen Gen­eh­mi­gungs­spektrums liegen.« Dem ist nichts hinzuzufügen!

 
Kamran Salimi 
1. Vorsitzender
Wir sind Fürth e.V.

 
Anlage:
Schreiben des Landesamts für Denkmalpflege vom 29. April 2013

 
Verteiler: 
– Örtliche Presse 
– Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung 
– Bürgermeister- und Presseamt 
– SPD-Stadtratsfraktion 
– CSU-Stadtratsfraktion 
– Bündnis 90 / Die Grünen-Stadtratsfraktion 
– Freie Wähler  
– Die Linken 
– Mohamed Younis 
– Siegfried Tiefel

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10 Kommentare zu »»Neue Mitte« – Der Denk­mal-Frevel geht weiter!«:

  1. Keine Frage, daß ein von Behinderten betriebenes Café ein wunderbare Sache ist, Stichwort »Inklu­sion«. Fraglos begrüßenswert ist es auch, wenn so eine Einrichtung in bester City-Lage betrieben und nicht in quasi unsichtbarer und schwach frequentierter Randlage versteckt wird. Toll!

    Völlig unverständlich ist mir aber, wenn eine in Denkmalschutzfragen offenbar ebenso ignorante wie arrogante Stadtspitze sich einmal mehr am bauhistorischen Erbe vergehen will, welches Fürth bis­lang zur in Deutschland einmaligen Denkmalstadt gemacht hat: »‚Abriß verpflichtet‘ – Vom Krieg ver­schont, vom Stadtrat nicht« ist keine polemische Zuspitzung, sondern die traurige Realität im Jahre 2013!

    Es ist überhaupt nicht einzusehen, warum für das Lebenshilfe-Projekt bestens erhaltener Gründerzeit-Stuck geopfert werden soll: Ein paar Meter nebenan, in der Friedrichstraße, erfreut sich ein Schoko­la­den-Geschäft mit Café-Betrieb größter Beliebtheit gerade wegen seiner prachtvollen Deckenver­zie­rung aus der Bauzeit!

    Ein paar einfach gestrickte Gemüter scheinen in der öffentlichen Debatte den Denkmalschutz und die soziale Integration von behinderten Menschen gegeneinander ausspielen zu wollen. Ein ebenso un­lau­terer wie verachtenswert manipulativer Versuch zur Beeinflussung der öffentlichen Meinung! Nie­mand stellt den gesellschaftlichen Wert des Lebenshilfe-Projektes in Frage. Die Frage ist nur, warum sich auf den -zigtausend Quadratmetern der neuerrichteten MIB-Projektfläche kein adäquater Standort dafür finden soll, der von vorneherein barrierefrei, sprich ebenerdig ist und zudem frei von denkmal­schütze­rischen Auflagen?

    Die Antwort scheint mir auf der Hand zu liegen: Weil in den Premium-Lagen eben doch die Rendite-Bringer und nicht die Zuschuß-Projekte untergebracht werden sollen! MIB beweist einmal mehr, was ihr Bekenntnis zur Besonderheit Fürths wert ist: keinen Pfifferling. Und die Stadtspitze erweist sich er­neut als willfähriger Vollstrecker von Investoren-Interessen. Der Oberbürgermeister und seine all­zeit devote Fraktion präsentieren sich damit als lernresistent und als die eigentlich Rückständigen. Ver­mut­lich sind sie auch noch stolz darauf.

    Schlimm.

  2. Michael Gründel sagt:

    Die Idee, dass ein Cafe von Menschen mit Handicap geführt wird, finde ich wirklich gut. Es würde sicher eine Bereicherung für Fürth darstellen. Aber ist das Gebäude Rudolf-Breitscheid-Straße Nr. 4 dafür geeignet? Wie bei jedem denkmalgeschützten Gebäude sollte am Anfang aller Planungen die Frage stehen, ob die geplante Nutzung zum Gebäude passt. Bei einem Denkmal hat sich die Nutzung dem Gebäude unterzuordnen, nicht das Gebäude der Nutzung!

    Um ein barrierefreies Cafe einzurichten, ist der erste Stock eines denkmalgeschützen Hauses der wohl denkbar problematischste Ort. Massive, kostenintensive Umbauten wären notwendig. Umbau­ten, die in diesem konkreten Fall offenbar nicht mit dem Denkmalschutz in Einklang zu bringen sind. Das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege hat bereits im April 2013 folgende Stellungnahmen zu den Planungen abgegeben:

    »Das Gebäude (Rudolf-Breitscheidt-Str. 4) gehört aufgrund seiner Zuschnittes und Überlieferungs­grades zu den besonderen Baudenkmälern Fürths. Folge dieser (Umbau-) Maßnahme wäre ein architektonisch entbeintes und seiner historischen Aussage und künstlerischen Bedeutung völlig beraubtes Bauwerk. Dagegen sprechen gewichtige Gründe des Denkmal­schutzes. Die Maßnahme ist nach den Vorgaben des Bayerischen Denkmalschutzgesetzes nicht erlaubnisfähig.«

    In unmittelbarer Nachbarschaft werden Neubauten errichtet, die wesentlich einfacher für Menschen mit Behinderung nutzbar wären. Auch an anderer prominenter Stelle, beispielsweise im geplanten Ludwig-Erhard-Zentrum, könnte ein barrierefreies Cafe eingerichtet werden. Warum also muss aus­gerech­net hier das Cafe entstehen?

    Ganz einfach: MIB und seinen Geschäftspartnern geht es nicht um Chancengleichheit oder Integration behinderter Menschen, es geht um knallharte wirtschaftliche Interessen! Das Gebäude soll für die zu­künftige Nutzung im Einzelhandel vorbereitet werden, die Denkmaleigenschaft beseitigt werden. Das berechtigte Interesse behinderter Menschen wird als moralisches Argument gegen den Denkmal­schutz missbraucht. Eine im Kern sehr gute Idee wird pervertiert und geschickt instrumentalisiert – Bürgermeister und Stadtrat werden regelrecht erpresst. Aber lassen sie sich auch wirklich erpressen?

    MIB lässt nur die Wahl zwischen Pest und Cholera: Entweder wird die wertvolle, geschützte Innen­einrichtung des Gebäudes zerstört oder die erhaltenswerte Fassade durch einen Schaufenstereinbau massiv entstellt. In beiden Fällen würde das Haus seiner architektonischen und künstlerischen Qualität beraubt. Fürth würde ein bauliches Kleinod verlieren. Das Landesamt für Denkmalpflege hat den Umbauten der benachbarten Gebäude nur unter der Voraussetzung zugestimmt, dass das Haus Nr. 4 vollständig erhalten bleibt.

    Der Ruf der »Denkmalstadt Fürth« ist seit dem Abriss des historischen Parkhotel-Festsaals deutsch­landweit schwer beschädigt. Aber ist der Ruf erst ruiniert, lebt’s sich… Nein, stopp! Dr. Jung und der Stadtrat haben die Chance, diesmal Rückgrad zu beweisen. Die Chance, sich zu widersetzen und zu zeigt, dass sie nicht erpressbar sind.

    Alle – Bürgermeister, Baureferent und Stadtrat – wären gut beraten, ihren verfassungsmäßigen Auf­trag endlich wahrzunehmen und dem Rat des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege zu folgen. Sprich: Dem Gemeinwohl zu dienen und damit dem Investor substantielle Eingriffe an der histo­ri­schen Bausubstanz gänzlich zu untersagen und damit die Vorgaben des Bayerischen Denk­mal­schutz­gesetzes einzuhalten.

    Sollte MIB mit seinem Vorhaben Erfolg haben, bleibt doch ein negatives »Geschmäckle« am Stadtrat haften. Der Titel »Denkmalstadt Fürth« wäre endgültig ad absurdum geführt und sollte deshalb aus dem Portfolio der Stadt und von den Autobahnwegweisern gestrichen werden.

    Ich wünsche mir, dass es nicht soweit kommt. Ich wünsche mir, dass Fürth mit Stolz sein kulturelles Erbe verteidigt. Ich wünsche mir, dass sich Bürgermeister, Stadtrat und alle beteiligten Gremien lokal­patriotisch im Sinne Fürths handeln und sich nicht mehr vor den Karren eines von wirtschaftlichen Interessen geleiteten Investors spannen lassen.

    Zahlreiche Beispiele wie die »Süße Freiheit« in unmittelbarer Nachbarschaft oder Gastronomie und Geschäfte in der Altstadt zeigen, dass sich Denkmalschutz und wirtschaftliche Nutzung nicht wider­sprechen müssen. Es sind zumeist die kleinen, privaten Investoren, die mit viel Herzblut und fi­nan­ziel­len Aufwand Denkmalschutzauflagen erfüllen. Sie sind es, die einen wichtigen Beitrag zum Erhalt unseres kulturellen Erbes leisten, nicht Investoren wie MIB! Dabei entstehen oft Orte mit hoher Quali­tät, an denen man gerne verweilt. Orte, die von vielen Menschen geschätzt und geliebt werden. Orte, die Fürth einzigartig machen Orte, derentwegen ich gerne in Fürth lebe!

  3. Manu sagt:

    Ich gebe meinem Vorschreiber gerne in allen Punkten Recht, muss ihm aber leider gleichzeitig alle Hoffnungen nehmen.

    In der Stadtratsitzung am Mittwoch wurden in der Diskussion – wie befürchtet – Denkmalschutz und Inklusion gegeneinander ausgespielt. Die Alternativen lauteten »Denkmalschutz ODER Lebenshilfe­café« sowie »zerstörte Fassase ODER abgerissene Stuckdecke« (auf die Idee, beides zu erhalten, ist man nicht gekommen.) Die Frage, warum das Lebenshilfecafé ausgerechnet in Haus Nr. 4 einziehen soll, wurde nicht beantwortet. Die Forderung, die Zwischendecke des Neubaus an die des Altbaus anzupassen, wurde als utopisch verworfen. Die Frage, was denn passiert, wenn die Decke um 76 cm angehoben wird, der Fußboden des 1. Stockes damit seltsam nahe an die Fenster heranrückt, wurde erst gar nicht gestellt. Die Abstimmung/Empfehlung fiel – angesichts der oben genannten Alternativen – erwartungsgemäß gegen die denkmalgeschützten Stuckdecken aus.

  4. Medien PRAXIS e.V. hat die Stadtratsitzung vom 18.12.2013 aufgenommen, eine Zusammenfassung angefertigt und als Video-Clip ins Netz gestellt:

    »Neue Mitte Fürth: Denkmalschutz oder ein integratives Café der Fürther Lebenshilfe?«

  5. Angesichts der Feiertage von meiner Seite vorerst nur drei Dinge hierzu:

    1. Einige Stadträte inklusive Stadtbaurat Krauße meinten im Stadtrat, dass die Entfernung der Decke u.a. den großen Vorzug habe, dass so die Fassade erhalten werden könne. Zitat aus den Fürther Nachrichten vom 17.12.13 (»Wieder Streit mit dem Denkmalschutz«): »Problematisch wird es, weil der MIB-Neubau, der auf dem Wölfel-Areal von hinten an die alten Häuser an der Breitscheidstraße an­docken wird, eine andere Raumhöhe hat. Der Fußboden des ersten Stocks ist exakt um 76 Zentimeter höher als im Altbau.« In ihrer »fachlichen Stellungnahme« nennt eine pädagogische Fachkraft (die bei der Lebenshilfe offensichtlich auch gleich die architektonische Planung mit übernimmt) eine Lösung: »Die Erdgeschossdecke müsste auf das Niveau des Neubaus angehoben werden, was allerdings zur Folge hätte, dass sich Besucher die Köpfe an der Decke des ersten Stocks stoßen würden«. Diese müsste also raus, die Räume würden dann »durch die Decke der ehemaligen zweiten Etage abge­schlossen«. »Wir würden tränenden Auges den Abriss der Decke in Kauf nehmen, dafür aber die Fas­sade erhalten«, so Krauße. – Angesichts dieser einfühlsamen Worte kommen mir auch die Trä­nen der Rührung, denn: Wenn der Boden des 1. OG um 76 cm angehoben wird, ist die Fensterbrüstung lediglich ca. 14 cm vom Fußboden entfernt, bei einer Fensterhöhe von geschätzt 1,2 bis 1,3 m. Es sähe in einem Café äußerst seltsam aus, wenn die Fenster auf Bauchnabelhöhe enden würden, ver­mutlich ist das baurechtlich überhaupt nicht zulässig. Folglich müssen die Fenster vergrößert oder in der Lage verändert und damit die Fassade aufgerissen werden.

    2. Eine negative Stellungnahme der Unteren Denkmalschutzbehörde Fürth lag schon vor, wird aber nun für nichtig, für nie dagewesen erklärt, business as usual in Fürth. Die Planung von MIB sah schon immer die Entfernung der Decke vor, von daher ist es für den Investor schon ein Glücksfall (Glücks-Zufall?), dass man die Lebenshilfe mit ins Boot holen konnte. In der jetzigen Konstellation wird die per­fide Stimmungsmache gegen den Denkmalschutz in Fürth um die effektive Komponente »Denk­mal­schutz gegen Menschen mit Behinderung« ergänzt. Insofern bedanke ich mich bei Dr. Joachim Schmidt für seinen Redebeitrag in der Stadtratssitzung (»Diejenigen, die sich mehr für den Denk­mal­schutz entscheiden, sind nicht gegen Menschen mit Behinderung«).

    3. Im September 1984 war ich bei der Eröffnung der integrativen Kneipe »Lenny´s Hütte« in der Frie­drich-Ebert-Straße (geschlossen im Juli 1993), weil ein Freund dort Zivildienst ableistete. Von den etwa 100 zur Eröffnung eingeladenen Nachbarn kam kein einziger. Die Hemmschwelle war einfach zu hoch. Ich bin Café-Liebhaber und habe auf der ganzen Welt von Kalifornien bis Neuseeland, von Irland bis Nepal, von Kairo bis Lima Cafés besucht. Einem Café, das sich nicht im Erdgeschoss einladend öffnet, gebe ich wenige Chancen. Ich glaube nicht, dass das so geplante Samocca-Café die Inte­gra­tion und Inklusion in Fürth bedeutend weiterbringen wird.

  6. Michael Gründel sagt:

    @manu @alexander mayer

    Lassen Sie doch die guten Argumente, die hier angeführt werden, den Entscheidungsträgern zu­kom­men! Auf dieser Plattform verhallen sie!

    Wir sind Fürth e.V. habe ich vorgeschlagen, alles Fakten, die dem Verein über den Vorgang RBS 4 und Festsaalabriss vorliegen, z. B. der Redaktion von »quer« des Bayerischer Rundfunk, zu posten und somit eine breite Öffentlichkeit zu schaffen.

    Ansonsten bleibt nur zu sagen: Armes Fürth – Denkmalschutz ist ein reines Lippenbekenntnis ohne jede Substanz, sobald die Stadtspitze die Finger im Spiel hat. Selbst vor besonders qualitätsvollen Denkmälern macht OB Jung und sein Baureferent nicht halt, wenn es darum geht, materielle Inter­es­sen von Investoren zu befriedigen und dann bei der nächsten Kommunalwahl als Retter des Einzel­handels dazustehen. Ich denke, OB, Baureferent und nicht zuletzt der Stadtrat machen es sich nur allzu leicht. Und dass nun die Inklusion behinderter Mitmenschen als Argument gegen den Denk­mal­schutz herhalten muss, ist eine einzige Schweinerei!

    Die Kaltschnäuzigkeit, mit der hier benachteiligte Menschen instrumentalisiert werden ist wirklich un­geheuerlich! Ebenso wie die Kaltschnäuzigkeit, den Stadtrat viel zu spät in letzter Minute mit unab­än­der­lichen Fakten zu konfrontieren. Das Urteil der obersten bayerischen Denkmalschützer wird in Fürth quasi von »Gottes Gnaden« übergangen! Das ist ein Politikstil, den ich bestenfalls der CSU zu FJS-Zeiten zugetraut hätte!

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