BI-Presseerklärung: Investoren-Angebote Einkaufsschwerpunkt Rudolf-Breitscheid-Straße

11. Juli 2011 | von | Kategorie: Häuserkampf

Geht es endlich aufwärts mit der R-B-S? (Foto: Ralph Stenzel)

Presseerklärung der Bürgerinitiative »Eine bessere Mitte für Fürth« zu den abge­gebenen Angeboten im wettbewerblichen Dialogverfahren »Ein­kaufs­schwer­punkt Rudolf-Breitscheid-Straße« vom 11.07.2011:

Die Bürgerinitiative »Bessere Mitte Fürth« bedankt sich bei den Investoren, die sehr viel Mühe und Arbeit aufgewendet haben, um ein konkretes und teilweise sehr detailliertes Angebot für den neuen »Einkaufsschwerpunkt Rudolf-Breitscheid-Straße« nach den Vorgaben der Stadt Fürth abzuge­ben. Die Angebote dreier renommierter, deutschlandweit und teilweise europaweit agierender Investoren haben gezeigt, wie attraktiv Fürth als Investitionsstandort ist und dass ausge­arbeitete Vorgaben der Stadt Investoren nicht etwa abschrecken, sondern ganz im Gegenteil als Orientierung für seriös agierende Investoren eher hilfreich sind.

Den Vertretern der Bürgerinitiative »Bessere Mitte Fürth« sind Kaufpreisangebot und rechtliche Vertragsklauseln der drei Angebote im Detail nicht bekannt. Somit können von unserer Seite die Aspekte der Angebote in dieser Hinsicht nicht wirklich beurteilt werden. Die Bürgerinitiative hat aber großes Vertrauen in die kompetente Bewertung dieser Zuschlagskriterien durch die Verwaltung. Als selbstverständlich erscheint es der BI, dass der Verkauf der drei Grundstücke Parkhotel, Fiedler- und Wölfelareal (die alle von der Stadt äußerst günstig erworben wurden und eine absolute 1a-Lage mit natürlich gegebener Frequenz aufweisen) mindestens kosten­neutral für die Stadt erfolgen muss. Selbstredend sollten auch die Kosten für den nach Ab­schluss der Baumassnahme wieder – hoffentlich gestalterisch aufgewertet – herzustellenden öffentlichen Raum vom Investor übernommen werden. Der Vertrag sollte keine unzumutbaren Rücktrittsklauseln, aber entsprechende Erfüllungsbürgschaften der Investoren erhalten.

Unter Würdigung der Angebotspräsentationen im Projektbeirat am 07.07.2011 und vorbe­haltlich der oben erwähnten rechtlich-vertraglichen Gesichtspunkte empfiehlt die Bürger­initiative »Bessere Mitte Fürth« der Stadt, das Angebot der Firma MIB anzunehmen. Der Vertreter der BI wird im Projektbeirat entsprechend votieren.

 
Begründungen:

MIB lässt den öffentlichen Raum als solchen unangetastet und wertet ihn auf. Das MIB- Konzept schafft es, über ein reines Geschäftshausmodell mit attraktiven Lichthöfen und der Straße als natürlicher „Mall“ ein auf Fürth individuell zugeschnittenes Konzept anzubieten, das verspricht, sich sowohl in der Architektur als auch im damit angezogenen Besatz vom üblichen Shopping-Center-Einerlei wohltuend abzusetzen, welches keiner in Fürth will und braucht.

Bei den Zuschlagskriterien »Öffentlicher Raum« und »Städtebau/Maßstäblichkeit« vergibt die BI die volle Punktzahl an MIB und sieht keinen Verbesserungsbedarf. Besonders positiv soll hier erwähnt werden, dass MIB vorschlägt, die einzelnen Geschäftshausfassaden von unterschiedlichen Architekten entwickeln zu lassen, um so die Gefahr einer entstehenden Großstruktur schon im Ansatz zu vermeiden. Beim Kriterium »Denkmalschutz« liegt MIB ebenfalls vorne, weil mit den Denkmälern an der südlichen Rudolf-Breitscheidstraße deutlich am sensibelsten umgegangen wird und weil die Fassade und die Saaldecke (zumindest nach der Schnittzeichnung von MIB) des denkmalgeschützten Saales im Parkhotel erhalten werden sollen. Hier regt die BI an, noch einmal im Detail prüfen zu lassen, ob nicht doch der Erhalt des gesamten Saales möglich ist.

Die »Erschließung« erschien der BI ebenfalls schlüssig. Die Geschäftserschließung in die Tiefe über Lichthöfe ist genial zu nennen. Die Anlieferung über die Moststraße ist vermutlich ohne echte Alternative und die verhältnismäßig kleine Anzahl der Parkplätze erhöht den integrativen Faktor des Konzeptes: Der Kunde kommt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln oder nutzt den bisher in Fürth eigentlich ausreichend verfügbaren Parkraum in den Parkhäusern. Die bestehenden Parkhäuser und die U-Bahn-Stationen mit unmittelbarer Anbindung an die vorhandenen fußläufigen Einzelhandelslagen wirken so als »Magneten« bzw. als »Knochen­enden« für die gesamte Einkaufsstadt. Die Kundenfrequenz in der bisherigen Fußgängerzone steigt. Anzumerken wäre hier, dass die erhobenen Gebühren in den bestehenden Parkhäusern deutlich günstiger gestaltet werden sollten und dass zusammen mit allen Einzelhändlern der Innenstadt über ein einheitliches Erstattungssystem bei Kauf nachgedacht werden sollte.

Nicht im Kriterienkatalog als Bewertungspunkt enthalten, aber dennoch sehr wichtig erscheint der BI, dass die Firma MIB durch Ihr bisheriges Engagement z.B. in Leipzig und in der Weltkulturerbestadt Wittenberg eindrucksvoll dargestellt hat, dass sie ein »stadtverträgliches Bauen im historischen Umfeld« nicht nur kann, sondern auch will. Dass gestalterisch und wirtschaftlich nachhaltiges Engagement bei MIB keine Absichtserklärung oder reines Präsen­tationsvokabular darstellt, lässt sich sehr gut anhand der Referenzenliste von MIB nachprüfen.

Wichtig und zielführend sieht die BI den Architekten-Wettbewerb im Anschluss an die Auswahl des Investors an. Der Auslobungstext sollte die Leitlinien des MIBKonzeptes deutlich heraus­stellen. Bei der Auswahl der Teilnehmer, vor allem aber bei der Auswahl der Jury ist darauf zu achten, dass alle Beteiligten positive Referenzen im Umgang mit historischen Städten und deren denkmalgeschützer Bausubstanz aufweisen können.

Susanne Zoller
Peter Krauss
Dipl-Ing. Klaus Heller
Dr. Alexander Mayer
Dr. Christofer Hornstein

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51 Kommentare zu »BI-Presseerklärung: Investoren-Angebote Einkaufsschwerpunkt Rudolf-Breitscheid-Straße«:

  1. Julia Thomas und Thomas Steigerwald von der Medien PRAXIS haben am letzten Donnerstag die Präsentationen der Firmen Fondara, ATP/Ten Brinke und MIB mit der TV-Kamera aufgezeichnet und daraus drei Zusammenfassungen von jeweils gut zehn Minuten Dauer geschnitten.

  2. […] Gründen scheiterte, scheint jetzt doch als »Einkaufsschwerpunkt Rudolf-Breitscheid-Straße« konkrete Formen anzunehmen. Der sperrige Name muß kein Schaden sein, im Gegenteil, ein (autarkes) »Center« mit tödlicher Wirkung auf den existierenden Einzelhandel drumherum […]

  3. Martin Gebhart sagt:

    Das Loblied auf die MIB verstehe ich nicht. Vor allem das »historische Bauen« der Firma in der Weltkulturerbestadt Wittenberg sieht die Wittenberger Bürgerinitiative recht kritisch. »Stopp des Bauvorhabens in der historischen Altstadt in den Ausmaßen. Ein Klotz dieser Größenordnung gehört nicht in ein Weltkulturerbe.«

    Ich will nicht Spotten, aber vielleicht ist Wittenberg momentan »noch« Weltkulturerbe, weil dort bisher nur der erste Spatenstich erfolgt ist. (Zuschlag war 2007!)

    Warum will die Fürther Bürgerinitiative so votieren, wie es hier angekündigt wird?

  4. Es geht hier und heute um das Projekt in Fürth und da hat MIB überzeugt. Nicht nur die Bürgerinitiative und mich als Heimatpfleger, sondern auch das Landesamt für Denkmalpflege, das mit Stellung­nahme von heute eindeutig für MIB votiert. Einziges gravierendes Manko, das ich und das Landesamt sehen: MIB will den Saal des Parkhotels nicht erhalten – aber da ist noch nicht aller Tage Abend.

  5. Klaus Heller sagt:

    Die städtebauliche Ausgangslage ist in Wittenberg leider etwas anders gelegen als in Fürth. Dort sollte ein bisher ungenutzter Platz über ein Center neu erschlossen werden. Die eventuell einzubezie­henden denkmalgeschützten Gebäude stehen hier in Bezug zum Platz, nicht als direkt angrenzende Bebauung. Und damit ist eine grossflächige, moderne Architektur – möge man zu diesem Beispiel stehen wie man will – durchaus erlaubt. Auch steht das Center abseits der drei Weltkulturerbestätten und lässt damit einen anderen architektonischen Umgang mit dem Ort zu.

    In Fürth sieht der MIB-Entwurf vor, die kleinteilige Fassadengliederung und die Traufhöhen entlang der Rudolf-Breitscheidstraße, der Friedrichstraße und der Hallstraße im Bereich ehemaliges Fiedlerareal und Parkhotel aufzunehmen. Dies lässt sich als Untergliederung bereits in der Fensteraufteilung und den unterschiedlichen Satteldachausbildungen erkennen. Die Gebäude Hausnummer 4 und 6 wer­den in der jetzigen Form vollständig eingebunden. MIB hat somit den Charakter unserer Stadt erkannt.

    Einen Entwurf über eine einzige Visualisierung zu beurteilen, wie es Herr Gebhart tut, ist leichtfertig und wird dem jeweiligen Projekt nicht gerecht. ( Center Wittenberg MIB )

  6. Lieber Herr Gebhart, danke für Ihre Hinweise. Für welches Konzept würden Sie denn in der Bürger­initiative votieren und mit welcher Begründung?

  7. Als Mitglied des Vorstandes von Medien PRAXIS e.V. sehe ich mich in der sich dort entspinnenden Diskussion zur Wahrung strikter Neutralität verpflichtet, und auch hier in der »Fürther Freiheit« will ich mich als deren Herausgeber nicht zum Inhalt der Präsentationen äußern (wiewohl ich als leidenschaft­licher Fürther natürlich schon eine dezidierte Meinung dazu habe).

    Aus meiner langjährigen Berufserfahrung als Fachtrainer mit Dutzenden durch­geführter Präsenta­tionstrainings in der professionellen Vita erlaube ich mir freilich die Anmerkung, daß ich mich wie drüben der Herr Göbel streckenweise doch sehr über einen Mangel an handwerklichem Können bei diversen Vortragenden gewundert habe. Ich meine, das kleine 1×1 des Präsentierens ist doch keine Geheimwissenschaft: Man spricht zum Publikum (und nicht zur Leinwand), man überfrachtet die Fo­lien nicht (Schrift­größe! Gliederung!), man zeigt sie im Vollbild und nicht im Fenster mit Menüleisten oben und Taskleiste unten, man fuchtelt nicht unruhig mit dem Laserpointer herum, man schlägt einen logischen Argumentations- und Spannungsbogen und springt nicht im Thema hin und her, man zeigt sich als mit den örtlichen Gegebenheiten bestens vertraut und, und, und…

    Ich hätte nicht gedacht, daß sich große Firmen – denen die Wichtigkeit derartiger Konzeptvorstellun­gen ja zweifellos bewußt ist (und für die sowas zum Tagesgeschäft gehört) – derartig gravierende Schnitzer leisten. Erst recht nicht dann, wenn sie sich wochenlang vorbereiten können und nicht – wie im Seminar-Kontext – dafür nur ein paar Stunden Zeit zur Verfügung haben: Auch wenn später die Entscheidungen (hoffentlich) nach inhaltlichen Kriterien gefällt werden, die psychologische Wirkung einer gelungenen Präsentation kann ebenso zum Zünglein an der Waage werden wie der gefühls­mäßige Nachhall einer handwerklich mißratenen!

  8. christa sagt:

    @klaus heller: schöne Investoren-Bildchen haben sie da verlinkt. der Finanzpartner der MIB hat da aber eine andere visuelle Präsentation

    Die Presse hat dieses Bild vom Projekt. Was wird nun gebaut? werfen die ´ne münze? und wann?
    Wissen Sie das auch (neben ihren fundierten Kenntnissen über das Ausmaß des Weltkulturerbes in Wittenberg)?

  9. Martin Gebhart sagt:

    Hallo Herr Hornstein,

    so richtig konnte ich mir noch keine Meinung bilden. In den Filmen wird mit vielen schönen Bildern gezeigt, wie es einmal aussehen soll. Ich finde es traurig, dass es nach so langer Zeit gerade mal drei Vorschläge für die doch sehr sensible Architekturfrage gibt. Irgendwie haben alle drei Firmen Geschäfte, die von der Rudolf-Breitscheid-Straße erreichbar sind. Es gibt zwei kleine Ansätze mit Geschäftshäusern – da ändert sich nicht wirklich was zu jetzt – und einen größeren Vorschlag von Fondara, der alles fast genau so macht, nur dass es dann mehre Wege durch das Gelände gibt – diese neuen Durchgänge finde ich ein gute Idee. Warum gibt es nur so wenige Auswahlmöglichkeiten und wer entscheidet über das Erscheinungsbild? Nach der Geschichte mit Sonae Sierra hat schein­bar keiner was gelernt. Wir kriegen wieder fertige Planungen vorgelegt und entschieden wird im Verborgenen. Die Auswahl zwischen eigentlich keiner Veränderung (MIB und ATP wollen auf den ersten Blick nur »Renovieren«) und etwas Größerem – was vielleicht interessant für die Stadt sein könnte – fällt mir nach jetziger Kenntnis nicht leicht. Gibt es nicht noch mehr Informationen?

  10. Klaus Heller sagt:

    @christa: Nun, wenn sie sich intensiv mit den »Bildchen« in ihren Links beschäftigt und mit Luft­bildern verglichen hätten, wäre ihnen aufgefallen das es sich um einen Entwurf handelt, der natürlich im Entwicklungsprozess etwas variiert.

    Es ist eben nicht damit getan nur Bildchen zu begutachten. Ein Entwurf ergibt sich aus Umfeld, Lage und wirtschaftlichen Vorgaben. Unsere Stadt Fürth hat als Vorgaben einen auf alle Bedürfnisse aus­gerichteten Kriterienkatalog erstellt der zu erfüllen war. Vergleicht man nun diese Vorgaben mit den Entwürfen, schneidet eben MIB, leicht vor ATP, am besten ab. (den wirtschaftlichen und rechtlichen Teil kann ich natürlich wegen fehlender Informationen nicht bewerten).

  11. Lieber Herr Gebhart, im Vergleich zum Sonae Sierra-Projekt sind das gewählte Verfahren, die Trans­parenz, die Bürgerbeteiligung und die Stadtverträglichkeit aller drei Konzepte um Lichtjahre voraus. Der Bürgerinitiative geht es um Stadtverträglichkeit und eine nachhaltig attraktive Einkaufslandschaft, ohne dabei den immer noch bestehenden (!) Einzelhandel platt zu machen. Wenn Sie sich für das Thema interessieren, empfehle ich Ihnen die Homepage der BI: Dort finden Sie auch einen von Herrn Pump-Uhlmann u.a. verfaßten »Leitfaden zum Umgang mit großen innerstädtischen Einkaufs­centern«. Ansonsten kann ich mich den Ausführungen von Herrn Klaus Heller nur anschliessen.

  12. Leicht neben dem Thema, dennoch relevant: »Wachsende Gegnerschar will Höffner stoppen« (FN)

  13. Dittmer sagt:

    Wie kann der VCD Fürth (mit gesamt 10 Mitgliedern), als Verkehrsclub es befürworten, wenn der gesamte Verkehr mit Anlieferung und neuem Parkhaus über die Moststraße geht ? Allein schon bei Kerwa ist das Chaos perfekt.

    66 Tiefgaragenstellplätze sind lächerlich für so ein Bauvorhaben. Wo sollen denn die neuen Kunden dann parken, die armen Anwohner. Alleine schon 66 Fahrradabstellplätze währen zu wenig für ein neues Einkaufszentrum.

  14. Parkhäuser scheint es mir in der Fürther Innenstadt genug zu geben (ex Quelle, ex Marktkauf, Otto­straße, Mathildenstraße, City Center). Nur werden diese durchaus üppigen Kapazitäten derzeit nicht hinreichend angenommen (vermutlich kostenbedingt). Eine attraktivere Preisgestaltung (Einzel­händler bilden einen Pool und erstatten das Parkentgelt bei Einkauf ganz oder teilweise) würde die Fürther Parkhäuser nicht nur füllen, sondern auch flanierende Kunden in die Fußgängerzone und die angrenzenden Geschäfte bringen.

    Eine große Tiefgarage unter der Freiheit mit Verbindungs-Tunnel in das (Fondara-)Einkaufscenter hingegen nützt primär den neuen Läden dort und kaum dem vorhandenem Umfeld: Wer mit seiner Karre da runter fährt und dann im Center alles findet, was er braucht (oder zu brauchen meint), wird gar nicht mehr aus dem Ding rauskommen (wollen), und das nicht nur bei schlechtem Wetter. Kann der alteingesessene Fürther Einzelhandel das wirklich wollen oder sieht er die Gefahr nicht?

  15. dittmer sagt:

    Das mit den Parkplätzen sehe ich ganz anders.

    Das neue Einkaufszentrum, Geschäftshausmodell (genialer Name, ist aber auch ein Einkaufs­zentrum) oder Mal, soll neue Kunden nach Fürth ziehen, bzw. Kunden nach Fürth ziehen, die nicht mehr zum Einkaufen nach Fürth kommen. Es wird doch darauf gehofft, dass das gesamte Fürther Umland wieder nach Fürth zum Einkaufen kommt.

    Wenn man jetzt daran denkt wie die Leute aus dem Umland nach Fürth kommen, kann ich mir folgendes vorstellen, also nur die Kunden die extra zum Einkaufen oder bummeln nach Fürth kommen aus dem Umland, wie Veitsbronn, Großhabersdorf, Obermichelbach, Puschendorf usw.

    ca. 1% mit dem Fahrrad, ca 20% mit den Öffentlichen und dar Rest sehr wahrscheinlich mit dem Auto.

    So ein Zentrum soll sehr viele nach Fürth locken und braucht auch sehr viele Kunden.

    Ich schätze mal ab 5.000 aufwärts pro Tag, wenn das überhaupt reicht. Dann reichen aber nicht die vorhandenen Parkhäuser !!

    Und die Kunden kommen einmal oder zwei mal um sich das ganze anzuschauen und sagen dann, in Fürth kann man ja nicht parken und fahren dann nicht mehr nach Fürth. Dann ist keinem geholfen, weder dem Betreiber noch dem bestehenden Einzelhandel.

    Die Lösung Fondara finde ich gut von den Stellplätzen (Anzahl und endlich ein Parkhaus unter der Freiheit, was ja seit Jahren gewünscht wurde und was die Stadt immer schon wollte), aber es sollte der Ausgangs Schwerpunkt auf der Freiheit liegen ! Gut ist dabei auch das der Verkehr nicht auch noch über die Moststraße geht. Bei der Lösung MIB finde ich viel zu wenige Parkplätze nur 66 Stück, die reichen noch nicht einmal für die Verkäufer und Mitarbeiter in dem neuen Einkaufzentrum.

    Es gibt viele tolle und einzigartige Geschäfte in Fürth, die strengen sich jetzt schon an und das wird sich in Zukunft auch nicht ändern, hoffe ich. Ich persönlich kaufe alles in Fürth und was ich da nicht bekomme, brauche ich auch nicht.

    Ganz wichtig ist

    – Das wir so schnell wie möglich einen Einkaufsmagneten in Fürth bekommen.
    – Das dieser schnell gebaut wird (ohne lange Bauzeit oder Stillstände)
    – Das dieses neue Einkaufzentrum ordentlich vom Inhaber betrieben wird und ordentliche Mieter hat

    Fürth kann sich ein zweites City Center nicht leisten !

    Von einer schönen Präsentation mit Fassadenbildern, die gar nicht zur Präsentation gehören sollten, da es ja einen Architektur Wettbewerb geben sollte, darf man sich nicht blenden lassen. Man sollte auch mal hinter die Firmen blicken, was auch wirklich selber gebaut wurde ! Oder was fertig gekauft wurde.

    Ich hoffe Fürth bekommt ein neuen schönen Einkaufsschwerpunkt.

  16. Andreas Labs sagt:

    Ich bin sehr verwundert bzw. fast schon entsetzt, dass bisher weder durch die Bürgerinitiative »Bessere Mitte Fürth«, noch durch diverse Foren die Hintergründe der werbewirksamen Referenz­objekte und schönen Bilder von MIB hinterfragt wurden.

    So wurde doch die Mädlerpassage in Leipzig erst 2008 und damit 11 Jahre nach erfolgter Sanierung und Umplanung von MIB übernommen (zu 87,5%). Die wirklichen Sanierungen wurden nach der Schneider Pleite von der Commerzbank beauftragt. MIB hat nach Erwerb lediglich die Beschilderung und Beleuchtung getauscht.

    Die Passage Barthels Hof / Webers Hof in Leipzig (auch ein ehemaliges Schneider Objekt) ist eben­falls ein sehr ansprechendes Objekt – wurde aber auch erst nach erfolgter Sanierung (erfolgte 1989) mit einer MIB Tochter (MIB Barthels Hof Beteiligungs GmbH) übernommen und relativ kurze Zeit danach in 2007 an das Londoner Unternehmen CIT Europe verkauft.

    Das frechste finde ich jedoch beim Shoppingcenter Southgate in Bath (UK). Dieses Objekt wurde von der BI bei der Präsentation deutlich hervorgehoben und dessen Architektur (meiner Meinung nach auch vollkommen richtig) als nahezu perfektes Beispiel einer innerstädtischen Einbindung dargestellt. Dieses Objekt findet sich auf Seite 24 des aktuellen Konzeptes von MIB als Referenz.

    Nach meinen Recherchen hat weder MIB, noch deren Architekten (DunnettCraven) etwas mit dem Objekt Southgate zu tun, da es von Chapman/Taylor entworfen und bis zur Fertigstellung betreut wurde. Chapman/Taylor ist aktuell aber das Planungsbüro vom Mitbewerber Fondara. Für Southgate gab es auch entsprechende Auszeichnungen zugunsten Chapman/Taylor.

    Hier unter Factsheet zu finden:
    http://www.multi.eu/index.php?option=com_project&view=project&project_id=19

    Hier die Auszeichnung:
    http://www.bcsc.org.uk/goldawards/2010.htm

    Über das Objekt bzw. die Baulücke in Wittenberg wurde bereits viel geschrieben. Interessant ist vielleicht noch, dass insgesamt ca. 4 Jahre zwischen Vergabe und Baubeginn waren.

    Es ist schon verwunderlich wenn hier mit nachweislich falschen Angaben, schönen Bildern und auch noch fremden Referenzobjekten geworben wird und genau diese Objekte anderer dann durchaus den Ausschlag für die vermeintliche Favoritenrolle geben.

    Informationen und Fakten ansonsten unter http://www.google.de – es muss eben nur einmal danach gesucht werden…

  17. Konkrete Architektur-Entwürfe waren explizit nicht gefragt bei den unlängst vorgestellten Konzepten; dazu folgt später ja noch der Architekten-Wettbewerb. Ausschlaggebend für die bevorstehende Entschei­dung für einen der drei Bewerber ist der Erfüllungsgrad des Kriterienkatalogs, welchen der Stadtrat im Vorfeld verabschiedet hat!

    Natürlich bilden sich manche Bürgerinnen und Bürger eine dezidierte Meinung zum Konzept, indem sie jetzt schon auf realisierte Referenzen (ggf. auch falsche) schauen, aber das ist momentan noch irrelevant: Derlei war nicht Gegenstand des Kriterienkatalogs.

    Mit der Auswahl eines Investors ist in jedem Fall erst mal ein Etappensieg errungen: Zur stadtver­träglichen Architekturgestaltung wird man jeden der drei Kandidaten anhalten und (per Wettbwerb) ermuntern müssen! Das primäre Interesse bei denen ist unisono Kostenminimierung einerseits und Gewinnmaximierung andererseits, da sollte man sich keinen großen Illusionen hingeben. Alle Firmen haben gut gelungene Beispiele ebenso im Portfolio wie scheußliche Zweckbauten: Wo man sie hat machen lassen, da kam halt die preiswerte 08/15-Lösung hin. Das ist hier bei uns allen Beteiligen (vom OB bis zur BI) bewußt, weshalb ich guten Mutes bin, daß am Schluß doch noch was auf Dauer Vorzeigbares entsteht in unserer guten Stube!

  18. S. Kern sagt:

    Als interessierter Fürther Bürger kann man nur hoffen, daß sich die Stadtoberen nicht erneut durch bunte Bildchen und entsprechend eloquentes Auftreten eines Investors beeindrucken lassen. Das mittlerweile erneut zähe Vorankommen um den CC läßt da gewisse Parallelen erkennen.

    Die von Herrn Labs aufgeworfenen Fragen bezügl. der Glaubwürdigkeit des derzeitigen Favoriten, sollten vor einer Entscheidung beantwortet sein.

    Was nützte FÜ ein zweites Stllstandsprojekt ( 4 Jahre zwischen Vergabe und Baubeginn sind deutlich zuviel Zeit ) im Wettbewerb um die Kaufkraft seiner Bürger, die gezwungener Massen in N oder ER ihr Geld lassen, da in Fürth der großflächige Einzelhandel als Magnet fehlt?

  19. dittmer sagt:

    Ich bin auch der Meinung, dass eine lange Bauzeit der Stadt Fürth und dem Einzelhandel nur schaden wird. Das muss auf alle Fälle verhindert werden und ist Aufgabe der Stadt, das vorher zu 100% aus­zuloten.

    Sehr geehrter Herr Stenzel, sie haben absolut Recht, dass die Architektur nicht gefragt war bei der Vorstellung. Aber von MIB wurde zum großen Teil Architektur und Referenzobjekte (welche noch nicht einmal von MIB sind) präsentiert. Viele lassen sich durch den tollen Namen und die tollen Architektur Bilder blenden.

    Unterschiedliche Meinungen sind dazu da, dass diese diskutiert werden und dafür finde ich dieses Forum gut, mir kommt es nur so vor, als ob sich alle vorab schon eine Meinung gebildet haben. Positives liest man in der Presse nur über MIB, von vorne bis hinten und dass stösst mir irgendwie auf.

  20. Herr Dittmer, in Sachen Bauzeit-Minimierung haben Sie natürlich absolut recht: Das muß so schnell wie möglich über die Bühne gehen, schon um den vorhandenen »Kleinkrauterern« nicht jede Über­lebenschance im Wortsinne abzugraben (was übrigens auch ein Argument für ein unter dem Strich weniger aufwendigeres Geschäftshausmodell wäre). Wobei bei Baustellen dieser Dimension Ver­zögerungen freilich nie ganz auszuschließen sind. Weitergedacht bedeutet das, daß der finanziellen Potenz des Investors einiges Gewicht zukommt: Die größte Katastrophe für Fürth wäre eine ausge­hobene Baugrube und ein darüber in die Pleite geschlitterter Bauherr!

    Daß sich viele durch tolle Namen und aufgestylte Bilder blenden lassen, ist ja nun nix Neues. Davon lebt schließlich unsere ganze Wirtschaft und Sie selbst übrigens auch, indem Sie ziemlich kostspieli­ge Produkte eines Premium-Herstellers auch jenen Halbblinden verkaufen, die mit jeglicher Kamera nur Murks statt guter Fotos zustande bringen, dafür aber ihr Ego mit dem roten Neiderweckungs-Punkt auf der Knipse aufpäppeln. Insofern gehört Klappern und Klingeln seit jeher zum Verkäuferhandwerk, Blenden und Täuschen mitunter leider auch. Wobei es mich andererseits wie weiter oben ausgeführt doch sehr wundert, warum sich manche Investoren so arge handwerkliche Blößen beim Vorstellen ihrer Konzepte gegeben haben…

    Ich freue mich, daß Sie die »Fürther Freiheit« als gute Diskussions-Plattform zur Meinungsbildung empfinden, genau das ist ja Ziel und Zweck des Projektes. Auch wenn ich als Herausgeber und Be­treiber dieses Blogs natürlich schon meine eigene Meinung zu vielen der hier aufgegriffenen Themen habe, bin ich natürlich als guter Demokrat bemüht, hier auch abweichenden Stimmen und Ansichten eine Plattform zu bieten. Nur: Die muß halt auch jemand artikulieren! Eine fruchtbare Diskus­sion kommt erst dadurch zustande, daß eine(r) seine/ihre Meinung formuliert und jemand anderes drauf antwortet. Deswegen kann man hier seinen eigenen Senf jederzeit dazugeben, aber diese Möglichkeit wird leider nicht immer im wünschenswerten Umfang genutzt. (Nebenbei: Zum Wetter, zur Deutschen Bahn und zum Nahost-Konflikt äußern sich viele gern und lautstark, zeigen sich aber auf einmal sehr reserviert, wenn sie in kommunalpolitischen Angelegenheiten Stellung beziehen sollen: Wer weiß, ob das nicht jemanden verprellen und für die eigene Reputation zum Bumerang werden könnte…)

    Danke für Ihre Wortbeiträge, mir ist klar, daß Sie sich die Zeit für Ihre engagierten Kommentare irgend­wo abzwacken müssen und ich weiß das sehr zu schätzen: Wenn ich meiner Knipserei überdrüssig werden und mich der ernsthaften Lichtbildnerei verschreiben sollte, dann transferiere ich das Geld für eine M9 in die Fürther Fußgängerzone und nicht ins Internet oder gar nach Nürnberg…

  21. Lieber Herr Labs, lieber Herr Dittmer,

    die BI ist sich durchaus bewußt, dass alle vorgelegten Angebote und Konzepte qualitativ wesentlich besser sind als das ursprüngliche Konzept von Sonae Sierra. Alle drei im Wettbewerb verbliebenen Konzepte haben zudem Schwachpunkte und Stärken.

    Neben dem Kriterienkatalog der Stadt, den die BI massgeblich mitgestaltet hat, zählt für die BI ihr 8-Ziele- Programm, das Sie auf der Homepage der BI auf der ersten Seite untere Mitte nachlesen können. Dies ist quasi die Agenda der BI und nur daran kann sich eine bunt zusammengewürfelte Truppe engagierter Fürther orientieren. Grob vereinfacht bekommt danach Sonae Sierra die Schulnote 6, Fondara 3, ATP 2 und MIB 1-.

    Es ist richtig, dass in der Presseerklärung die positiven Referenzen von MIB erwähnt sind. Dadurch wurde fälschlicher Weise der Eindruck erweckt, dass diese Referenzen ausschlaggebend für das Votum der BI waren. Das waren Sie aber nicht. Wir haben nach Kriterienkatalog und dem 8-Ziele-Programm eine Wertung vorgenommen und kamen zur gleichen Reihung wie die Stadtverwaltung, obwohl die Punkteverteilung in einigen Bereichen deutlich zur Bewertung der Stadtverwaltung abgewichen sind.

    Ich bin wie Sie der Meinung, dass eine schnelle und dennoch qualitätvolle Umsetzung des Einkaufs­schwerpunktes Rudolf-Breitscheid-Straße erfolgen muß und halte das auch für möglich. Noch liegt die Stadt sehr gut innerhalb ihres sehr ambitionierten Zeitplanes und ich sehe bisher keinen Grund, warum es hier zu Verzögerungen kommen sollte.

    Bedenken Sie bitte auch, dass der Stadtrat am Mittwoch zunächst eine Empfehlung für konkrete Vertragsverhandlungen beschliessen wird. Erst wenn ungefähr im Oktober ein für die Stadt und deren Ziele annehmbarer Vertrag unterschriftsreif vorliegt, wird der Stadtrat über den endgültigen Zuschlag entscheiden.

    Im bin kein Jurist, aber die Stadt wird darauf achten, dass in einem entsprechenden Vertrag eine Erfüllungsbürgschaft enthalten ist, so dass Zeitverzögerungen, die der Investor zu verantworten hat, auch sanktioniert werden.

    Natürlich kann jeder Fürther für sich selbst entscheiden, welche Lösung er favorisiert und die Vielfalt der Meinungen tut auch der öffentlichen Diskussion gut. Es war bisher und es wird auch noch in Zukunft eine Abwägung und Entscheidung der Verantwortlichen sein, die sich sicher keiner leicht macht. Zu groß ist die Bedeutung des Projektes für die Zukunft der Einkaufsstadt Fürth.

    Wenn im Oktober dann die Verträge abgeschlossen sind, wünsche ich mir, dass auch die Befürworter der unterlegenen Mitbewerber hinter dem gesamten Projekt stehen……für Fürth!

  22. dittmer sagt:

    Sehr geehrter Herr Stenzel,

    dass sie so abfällig meine Kunden beleidigen nehme ich sehr persönlich und das hat hier gar nichts zu suchen. Besonders wenn man sehr wenig Ahnung von der Materie Fotografie hat.

    Unser Premium Hersteller, ist der einzige deutsche Fotohersteller den es noch gibt. Er baut seine M Modelle und die Objektive dazu alle in Deutschland in reiner Handarbeit, mit den besten Materialien. Dadurch kommt auch der hohe Preis, aber auch die viel bessere Qualität.

    Gerne lade ich Sie auf eine Kundenreise zu dem Hersteller ein. Dort können Sie selber sehen, wie die Produkte hergestellt werden und warum die Qualität besser ist. Danach können Sie am 2. Tag selber mit einer M fotografieren und die Kamera kennen lernen. Ich stelle ihnen gerne meine zur Verfügung. Die nächste Kundenreise findet im November statt. Kosten entstehen nur für Übernachtung und Abendessen.

    Ich verkaufe die Produkte nicht aus wirtschaftlichem Interesse, sondern weil besonders gut sind. Ich selber fotografiere damit seit meinem ersten Lehrjahr ,als Fotograf, und da war ich 16.

    Das gehört alles hier nicht her, ich konnte es leider aber nicht so stehen lassen !!!

    Bitte die Diskussion sachlich führen, wir wollen alle nur das Beste für die Stadt, nur sind wir unter­schiedlicher Meinung,

    So jetzt mal sachlich:

    Das ein Investor dabei war, der sich die Blöße gegeben hat, da er noch nicht einmal die Straßen­namen kannte und dachte das Parkhotel ist noch in Betrieb, vom dem rede ich gar nicht, da dieser persönlich für mich ausgeschieden ist. Ich bin der Meinung dieser Investor hat sich nicht mit der Stadt Fürth und seinen Einwohnern beschäftigt und deshalb auch Fürth nicht verdient. (rein persönliche Meinung)

    Und ich bin halt der Meinung, bei einem neuen Einkaufsschwerpunkt müssen Parkplätze her. Die neuen Kunden brauchen Platz. Das City Center wird hoffentlich auch irgendwann mal fertig und braucht dann seine Parkplätze.

    Wissen Sie ob es ein Verkehrsgutachten gibt ?? Und wie viele Parkplätze bei der neuen Verkaufs­fläche benötigt werden oder vorgeschrieben sind. Bisher konnte man nie etwas darüber lesen, weder in der Zeitung (da gibts auch einige die mit der Premium Marke fotografieren (FN)) noch im Netz.

    Das würde mich sehr interessieren.

  23. Werter Herr Dittmer,

    ich bitte Sie, meinen letzten Kommentar noch einmal aufmerksam zu studieren: Nichts lag mir ferner als Ihre Kunden beleidigen zu wollen. Schon gar nicht wollte ich irgendwelche Verallgemeinerungen vornehmen! Ich habe nur die von Ihnen ins Gespräch gebrachten »tollen Namen« aufgegriffen und darauf hingewiesen, daß diese in allen Branchen und zu allen Zeiten als Verkaufsargumente aufge­baut wurden und werden, was ja auch völlig legitim ist. Ich bin übrigens in fotografischer Hinsicht nicht übermäßig unterbelichtet und wie ich am Ende meines Kommentares andeutete, weiß ich auch Ihre Kompentenz als Händler und fachkundiger Berater durchaus zu schätzen. Sollten Sie meine Wortwahl in den »falschen Hals« gekriegt und als unangemessen empfunden haben, bitte ich hiermit um Ent­schuldigung und leiste öffentlich Abbitte. Belassen wir es dabei, um die anderen Diskursteilnehmer nicht zu langweilen…

    In Sachen Verkehrsgutachten bin ich leider überfragt, dazu werden sich (hoffentlich) kompetentere Leser noch erhellend äußern. Ich habe allerdings gehört, daß im Vergleich zu Erlangen Fürth erstaun­licherweise besser dastehen soll, doch kenne ich die zugrundeliegende Vergleichsmethodik nicht. Es ist aber offensichtlich schon so, daß vorhandene Park-Kapazitäten in großem Umfange brachliegen, weil sie als zu teuer empfunden werden. Ein intelligentes Parkleitsystem und eine unkomplizierte Gebührenerstattungsregelung könnte in Fürth einiges bewirken.

  24. dittmer sagt:

    Sehr geehrter Herr Stenzel,
    sehr geehrter Herr Hornstein,
    sehr geehrter Herr Labs,

    und wer noch möchte……..
    Wir sollten uns alle mal in der Gustav Straße bei einem Bier treffen, egal ob vor oder nach der Entscheidung im Stadtrat.

  25. …. da wäre doch zum Beispiel am Mittwoch beim Treffen der BI um 19.30 im PanOleo eine Gelegenheit, denn die BI steht JEDEM offen…;-)

  26. Guter Plan! Schriftliche Kommunikation ist nicht ohne Tücken (s.o.), doch wenn man seinem Ge­sprächspartner ins Auge sehen kann, entstehen manche Mißverständnisse vielleicht gar nicht erst…

    Übrigens trifft sich die BI – der auch ich angehöre – am übermorgigen Mittwoch um 19:30 Uhr wieder im »Pan Olio« in der Waagstraße. Wir sind kein exklusiver Club (und schon gar kein geheimer Bund) und begrüßen interessierte FürtherInnen gerne an unserem Tisch zum intensiven Gedankenaus­tausch! Wir wollen ja alle das Beste für unsere Stadt, auch wenn wir im Detail unterschiedlicher Ansicht über die richtigen Rezepte dafür sein mögen.

  27. Andreas Labs sagt:

    Huch, kaum ein paar wenige Stunden nicht in das Forum gekuckt und schon gehen die Debatten los. ;)

    Gerne komme ich auch zu einem persönlichen Treffen, nur leider sind dann schon die wichtigsten Weichen gestellt und es stört mich nach wie vor, dass zu meinem eigentlichen Thema überwiegend nur auf den Punktekatalog verwiesen wurde und jetzt (nachdem wohl viele Meinungen gefestigt sind) das teilweise vorgestellte Thema Architektur und deren Hintergründe aktuell keine Rolle spielt.

    Der erstellte Kriterienkatalog ist ein sehr gute Idee und wurde super durch die BI ergänzt. Es konnte ja keiner wissen, dass es eigentlich auch einen kalkulativen Wert für Punkteabzug beim vortäuschen falscher Referenzobjekte hätte geben müssen. Dann hätte MIB jetzt wohl viele Punkte weniger….

    Dass soll nicht bedeuten, dass ich ATP dadurch den Vorzug geben würde. Ich persönlich finde eine grundsätzliche (wenn machbare) Öffnung zur Schwabacher Strasse für unverzichtbar um eben nicht alle Kunden innerhalb der Mall (oder auch Geschäftshauskonzept) einzufangen, sondern den beste­henden Einzelhandel einzubinden. Dies spiegelt doch auch die Planung für die jeweilige TG unterhalb der Geschäfte, bei denen alle Aus- und Aufgänge innerhalb der Geschäfte enden. Die TG von Fondara unterhalb der FF ist wohl auch zu mächtig und ich würde auch die oberen Stellplätze nicht entfernen da sicherlich nicht alle Kunden gerne eine TG benutzen. Die »alte« Idee dieser Positionierung ist doch perfekt und würde aufgrund der vielfachen freien Ausgänge sicher auch von vielen Dauerparkern angenommen werden (diesen bereits aktuellen Bedarf gibt es sicherlich).

    Die letztliche aber sehr gewichtige Architekturfrage ist dann nochmals im Wettbewerb zu klären und fast akribisch zu überwachen. Aller Überwachungsmöglichkeiten zum Trotz genießen die Wettbewer­ber aber auch eine Art Vertrauensstellung und viele Bürger setzen ihre Erwartungen auf den hoffentlich richtigen Partner. Da habe ich aufgrund meines bereits erstellten Kommentares inkl. aller Fakten aktuell so meine Bedenken!

  28. Aus Sorge um die mögliche Störung, ja Zerstörung des Stadtbildes hat sich die Bürgerinitiative vor Jahren schon konstituiert: Den sich dort einbringenden Bürgerinnen und Bürgern ist zuförderst am Erhalt des einmaligen Flairs gelegen, welches sie an ihrer Stadt schätzen und lieben! Es gilt, einer­seits notwendige Modernisierungsmaßnahmen und zukunftsweisende Projekte zu befördern, dabei andererseits aber streng darauf zu achten, daß nicht unwiederbringliche Baudenkmäler einer kurz­fristigen Profitgier und städebaulichen Ignoranz geopfert werden. Dabei muß man langfristig und »nachhaltig« denken, um dieses Modewort einmal mehr zu strapazieren: Das Fürther Rathaus z.B. kann man heute immer noch anschauen und bewundern, der häßliche Commerzbank-Klotz hingegen ist erst wenige Jahrzehnte alt, galt aber zum Errichtungszeitpunkt durchaus als modern und avant­gardistisch. Man könnte heulen, wenn man sich auf alten Fotos anschaut, was dafür weichen mußte. So schnell ändern sich die Maßstäbe!

    Shopping-Mall-Erbauer und -Betreiber haben natürlich primär anderes im Sinn, als architektonische Meilensteine hinzustellen: Die haben mit Nachhaltigkeit nicht unbedingt was am Hut und wollen vor allem Kasse machen! Ob der große Kasten in 20, 30 Jahren noch das Stadtbild aufwertet oder im Gegenteil zum öden Fremdkörper heruntergekommen ist, juckt die nicht weiter. Daher müssen die­jenigen sich kümmern, engagieren und einbringen, denen was am Wohlergehen ihrer Stadt liegt! Daß das nicht immer einfach ist und es auch innerhalb der BI, der Stadt und bei den anderen Betroffenen unterschiedliche Ansichten gibt, liegt in der Natur der Sache. Aber zum Dialog gibt es keine Alternative, darum erneuere ich hiermit das Angebot von mir und Christofer Hornstein, uns doch beim morgigen BI-Treffen im Pan Olio zu treffen: Wir sind kein Chaoten-Verein aus notorischen Nein-Sagern und Fortschrittsverhinderern, sondern ein übersichtlicher Haufen »normaler« Menschen, die die Liebe zu ihrer Heimat- oder Wahlheimatstadt eint und umtreibt…

    Kleiner Nachtrag in Sachen Architektur: Wir wissen alle, daß bei Präsentationen idealisierte Ansichten gezeigt werden, die das städtische Grün (die Handvoll Bäume an der Freiheit) überproportional beto­nen und dabei die voluminösen Neubauten so transparent und unauffällig wie möglich zeigen. Große, quietschbunte Laden-Logos kommen in den Prospektbildern ebensowenig vor wie häßliche Anliefer­zonen. Auch derlei Dinge langfristig zufriedenstellend geregelt zu bekommen ist die Aufgabe, die noch zu bewältigen ist!

  29. Peter Krauss sagt:

    Zum Thema Referenzen – Fa. MIB / Architekten *dunnettcraven*

    Mir ist es wichtig hier neutrale Aufklärungsarbeit zu leisten:

    Referenz (Wiktionary):

    [3] allgemein: Empfehlung als Unterstützung bei einer Bewerbung
    [4] allgemein: Verweis auf etwas oder jemanden, die als verlässliche Quelle dienen können

    Wenn man die Präsentation genau betrachtet, sieht man auf Bild 23 überschrieben: »B – NEUBAU IM STIL DER STADT – REFERENZ BATH« – den Circus in Bath hat Chapman Taylor nicht gebaut ;) und dieses »B – NEUBAU IM STIL DER STADT« bezieht sich auch auf Bild 24 REFERENZ – SOUTHGATE BATH und das wieder auf Bild 19: A – ERHALT DER GEBÄUDE / B – NEUBAU IM STIL… C – NEUBAU

    also: alles immer im Kontext betrachten ! !

    Richtig ist sicher, dass es etwas verwirrend ist, dass ein Architekturbüro das Projekt eines anderen (hier sogar Mitbewerber) hernimmt um »NEUBAU IM STIL DER STADT« zu visualisieren.

  30. Andreas Labs sagt:

    @Peter Krauss: Da hätten Sie vielleicht den Duden heranziehen sollen: Referenz = von einer Vertrau­ensperson gegebene [lobende] Beurteilung, Empfehlung; (Demnach würde DunnetCraven für MIB also Chapman/Taylor von Fondara empfehlen!)

    Alle unter Kommentar 21 gelisteten Objekte und hier insbesondere Southgate in Bath wurden bei der BI und nachfolgend als Objekte der MIB verpackt und so auch publiziert. Es fand sich auch nicht der kleinste Vermerk, dass es sich hier entweder gleich um Fremdobjekte oder bereits längst sanierte und steril eingekaufte Objekte handelte.

    Vorgetragen von Mr. Charming und unterlegt mit schönen (aber in vielen Bereichen undurchführbaren) Bildern und Handzeichnungen ist es aktuell wohl fast egal das hier bereits zu Beginn ein verfälschtes Bild des Investors generiert wurde.

  31. S.Kern sagt:

    Zur Diskussion um Referenzen möchte ich beitragen, daß aus meiner Sicht ein Projektentwickler auch tatsächlich nur Projekte heranführen kann, die er selbst projektiert und ggf. auch deren Bau­ausführung massgeblich gesteuert/ veranlasst hat.

    Ein Immo-Makler kann ein von einem anderen Makler vermitteltes Ladengeschäft NICHT als Referenz angeben, damit schmückte er sich mit fremden Federn!!! Und darüberhinaus gilt soetwas nicht erst seit dem Fall z. G. als Betrug.

    z. G. mußte zurücktreten!!!

  32. dittmer sagt:

    Zum Geschäftshausmodell ist mir gestern Nacht noch folgendes eingefallen.

    Jeder aber wirklich jeder Betreiber der sich in den letzten Jahren das City Center angesehen hat meinte: Viel zu viele Eingänge (8 wie beim Geschäftshausmodell) und deshalb nicht wirtschaftlich zu betreiben.

    Wir wissen alle wie es in den letzten Jahren um das City Center steht und es ist eigentlich ein Schandfleck in unserer Stadt.

    Es war auch wie eine Art Geschäftshausmodell geplant, jedoch die Alexanderstraße, war trotz der vielen aussenliegenden Läden tot und abgeschnitten. Und die Alexanderstraße war 1762 die teuerste Einkaufsstraße in Deutschland und die erste Straße in Europa mit einem Gehsteig. Dieser war komplett aus Marmor gefertigt.

    Das MIB fast alle seine Referenzen nicht selber erbaut hat ist glaube ich jedem klar. Wir brauchen aber nicht nur einen Bauherren sondern auch einen Betreiber für den neuen Einkaufsschwerpunkt. Und wir sind uns alle einig, dass es am besten ist, wenn Bauherr und Betreiber eine Firma sind. Wie sieht es denn mit dem Betreiber aus.

    Wir sind ja alle in Fürth gestraft vom City Center und wir sollten aus den Fehlern lernen, die dort passiert sind die letzten Jahre. Fragt euch mal alle warum das City Center so da steht wie es jetzt da steht ! Ausser dem Renovierungsstau den das City Center hat, kann uns alles wieder passieren, wenn nicht aufgepasst wird.

  33. Werte »Diskutanten«,

    ich darf noch einmal ganz deutlich darauf hinweisen, dass Referenzen oder gezeigte Beispiele in der Präsentation weder beim BI-Votum, noch beim Projektratvotum, noch bei der Bepunktung und Reihung durch die Stadtverwaltung (ausgewiesene Fachleute!!!) eine Rolle gespielt haben! Auch die Präsentation war für diese Gremien überhaupt nicht ausschlaggebend!

    Wenn man sich trotzdem mit dem Thema Referenzen beschäftigen möchte, dann gehe man bitte auf die Webseiten der drei Wettbewerber: Man findet hier einzig bei MIB positive Referenzen für Bauen im historischen Umfeld oder Sanierung von Denkmälern und die entsprechende Referenliste ist nicht kurz! Ich habe zudem in der Präsentation Herrn Craven nicht so verstanden, dass er das englische Bath als Beispiel für ein MIB-Projekt angeführt hat, sondern nur als ein Beispiel für eine gelungene Eingliederung von neuen Bauten ins historische und mit Fürth vergleichbare Umfeld. Ich kannte die Projekte von MIB über ihre Homepage und ich wußte selbstverständlich, dass es keine MIB-Projekte sind… Hätte ich den Eindruck gehabt, hier wird Bath als MIB-Projekt dargestellt, hätte ich sicher nach­gefragt….. und nicht nur ich!

    Im Zusammenhang mit der Präsentation von Betrug zu reden, ist ziemlich unterirdisch!

    Nochmal: Die Referenzenliste auf der Homepage von MIB macht sicher einen guten Eindruck auf diejenigen, denen Stadtverträglichkeit und Nachhaltigkeit von Investitionen in historischen Städten am Herzen liegt, MIT DEM ERGEBNIS DER REIHUNG HAT DAS ABER ABSOLUT NICHTS ZU TUN!!! Hier gilt der vom Stadtrat verabschiedete Kriterienkatalog, SONST NICHTS! Sollte der Kriterienkatalog oder das auch juristisch überprüfbare Bewertungsverfahren jetzt im Nachhinein geändert werden, wirft dies ganz andere Fragen auf……

    In diesem Zusammenhang eine ganz andere Anmerkung noch: Die BI hatte zu keinem Zeitpunkt des Verfahrens direkten Kontakt zu einem der Wettbewerber. Diesen Eindruck habe ich allerdings von einigen aus der Immobilienbranche und Geschäftswelt, die hier posten, nicht. Möge sich jeder selbst einen Reim darauf machen……

  34. dittmer sagt:

    Da ich auch zwischen den Zeilen lesen kann, verabschiede ich mich von dieser Diskussion. Es wird langsam etwas heiss.

    Meine persönliche Meinung habe ich gesagt.

    Für nähere Auskünfte stehe ich gerne zur Verfügung und bin in meinem Laden jederzeit anzutreffen. So viele Fotoläden gibt es ja nicht mehr in Fürth.

    Mir liegt nur die Stadt Fürth am Herzen, da ich dort mein Geld verdiene und wohne. Die Stadt Fürth, mit allen ihren Angestellten auch immer zu mir gehalten hat.

    Was die Stadt auch beschließt hat für mich Gültigkeit und wird respektiert. Nachkatteln gibts bei mir nicht.

    P.S. ich habe das erste mal in meinem Leben SPD gewählt, auf Grund unseres O.B. und ich habe es nicht bereut.

  35. Aber meine Herren (mit der silbernen Tischglocke heftig herumbimmel), ich rufe zur Ordnung! Wir sollten nicht schmollen und zwischen den Zeilen lesen, sondern uns zusammenraufen in unserem Zweckbündnis: Wir alle wollen doch das Beste für unsere Stadt und aus meiner Sicht wäre es traurig und schlimm, wenn ausgerechnet die Engagiertesten nicht miteinander reden wollen!

    Alle hier haben unterschiedliche Hintergründe und Erfahrungen und deshalb vielleicht auch teilweise divergierende Ansichten. Aber gerade das macht das (leidlich geordnete) Miteinander so wertvoll! Der eine sorgt sich um die historische Bausubstanz, der andere um das Florieren der Geschäftswelt, der Dritte will vielleicht wenig mehr als weiterhin seine Ruhe haben. Natürlich ist es nicht einfach, es allen recht zu machen, und jeder Kompromiß wird niemanden völlig zufriedenstellen können. Das Beispiel SATURN zeigt aber exemplarisch auf, daß bürgerliches Engagement zu etwas nütze ist!

    Daß in Sachen »Neuer Mitte« oder »Einkaufsschwerpunkt« oder wie immer man das Ding nennen mag, mittlerweile bei vielen die Nerven blank liegen, ist kein Wunder. Dennoch, jetzt ist die Sache am Laufen und man muß zusehen, daß sie nicht doch noch aus dem Ruder läuft. Ich würde mich daher freuen, wenn morgen abend alle, die weiter oben ihre Meinung geäußert haben, den Weg in die Waag­straße fänden: Bei einer Radlerhalben und einer radgroßen Pizza schaut die Welt doch gleich ganz anders aus…

  36. Lieber Herr Dittmer,

    in den meisten Punkten Ihrer letzten Mail kann ich Ihnen persönlich nur beipflichten! Vielleicht schaffen Sie es ja doch morgen zum BI-Treffen. Ich würde mich freuen!!!

  37. An dieser Stelle wird die Diskussion nunmehr geschlossen und unter einem neuen Artikel zum gleichen Thema weitergeführt.