Kunst aus purer Leiden­schaft

13. Mai 2011 | von | Kategorie: Kultur

Seit geraumer Zeit arbeitet der ungarische Künstler Szilard Huszank mit der Galerie Seeling in Fürth zusammen. Jetzt gibt es wieder eine gemeinsame Ausstellung in der Mathilden­straße. Mit dem Fokus Landschaftsmalerei zeigt Szilard Huszank in seiner neuen Ausstellungsreihe »bewusst – unbewusst« ein spannendes Spektrum von abstrakten und gegenständlichen Arbeiten. Im renommierten Kerber Verlag ist hierzu ein umfangreicher Katalog erschienen.

Andreas Reinhardt kennt die Ausstellung und hat sich mit den aktuellen Arbeiten befasst:

Szilard Huszank: Imaginäre Landschaft Nr. 20, Öl auf Leinwand, 40 x 50 cm, 2009 - 2010

Szilard Huszank, Imaginäre Landschaft Nr. 20
Öl auf Leinwand, 40 x 50 cm, 2009 - 2010

Kann man von einer Ausstellungsreihe zu Landschafts­malerei mehr erwarten als ein enttäuschendes Déjà-vu? Man kann und man sollte. Insbesondere im Fall des jungen ungarischen Künstlers Szilard Huszank, dessen Landschaftsgemälde vom 13. Mai bis 9. Juni 2011 in der Fürther Galerie Seeling ausge­stellt werden. Seine Werkserie »bewusst – unbewusst« ist eine kreative Spielerei, ein Manifest des technisch Mög­li­chen, eine spannende Absurdität. Kunst aus purer Leidenschaft.

Die ausgestellten Gemälde lassen sich in zwei Grup­pen fassen, die ständig miteinander im Dialog stehen: einerseits großformatige, gegenständliche Landschafts­collagen, andererseits kleinformatige imaginäre Landschaften. Dabei zeigen die gegenständlichen Landschaftscollagen auf subtile Art eine Absurdität, die sie genauso imaginär machen wie die abstrakten Studien. Im Gegenzug weht durch Huszanks imaginäre Bilder dank der konsequenten Gestaltung von Perspektive und Licht und Schatten ein Hauch von scheinbarer Realität. Die Spannung zwischen Bewusstem und Unbewusstem besteht also nicht nur zwischen den beiden Gemälde­gruppen, sondern findet sich auch in jedem Bild selbst wieder.

Und um dem klassischen Sujet Landschaftsmalerei zusätzliche Dramatik zu entlocken, spielt Szilard Huszank noch mit einem weiteren Kontrast in seinen Gemälden. Während die Landschaften selbst friedlich, ruhig und fast schon idyllisch daliegen, hängen darüber dunkle Wolken gleich einem Damoklesschwert. Diese spannungs­geladene Stimmung einer bedrohten Harmonie wird vom großen Format der Arbeiten noch verstärkt.

Szilard Huszank: Landschaftscollage Nr. 6, Öl auf Leinwand, 150 x 200 cm, 2009 - 2010

Szilard Huszank: Landschaftscollage Nr. 6
Öl auf Leinwand, 150 x 200 cm, 2009 - 2010

Die technische und inhaltliche Vielfalt dieser Ausstellung »bewusst – unbewusst« ist dabei das Resultat von künstlerischem Talent, einer hochwerti­gen akademischen Ausbildung mit zwei Abschlüssen und enormer Produktivität. Szilard Huszank studierte an der Ungarischen Universität der Bildenden Künste in Budapest und an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg und ist seit 2009 Meisterschüler bei Prof. Peter Angermann. Der künstlerische Werde­gang verlief von Aktmalerei über Werkgruppen zu Interieur, Stillleben und Porträt hin zu den Land­schaftsgemälden dieser Ausstellung, die seit 2008 entstanden sind. Wie in den Werkgruppen zuvor auch arbeitet Huszank in Serie, um sich experimentell in das Thema vertiefen zu können und es aus unter­schiedlichsten Perspektiven abzubilden.

Dieser abwechslungsreiche Werdegang wurde seit 2008 von der Galerie Seeling begleitet und unterstützt. Die Zusammenarbeit zeigt sich in drei gemeinsamen Ausstellungen und im neuen Katalog. So freut sich die Galerie Seeling darüber, dass Szilard Huszank sich dafür entschied, seine Ausstellungsreihe »bewusst – unbewusst« nach Stationen in Nürnberg, Brunsbüttel und Hamburg in Fürth enden zu lassen.

 
Szilard Huszank, bewusst – unbewusst

Ausstellungeröffnung:
13. Mai 2011, 20 Uhr

Führungen:
4. und 5. Juni 2011, jeweils 15 Uhr
Öffnungszeiten nach Vereinbarung

Galerie Seeling
Mathildenstraße 20 / Rückgebäude
90762 Fürth
Telefon 0911 – 7 90 90 13

info@galerie-seeling.de
www.galerie-seeling.de

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2 Kommentare zu »Kunst aus purer Leiden­schaft«:

  1. Pressespiegel: »NN-Kunstpreis: Entführung in geheimnisvolle Welten« (NN)

    Szilard Huszank erhielt den 2. Preis. (Foto: Michael Matejka)

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