Mei Grossvadder

13. Februar 2011 | von | Kategorie: Spielplatz

Mundart-Text (Grafik: Irma Stolz)

 
MEI GROSSVADDER

Mei Großvadder wor
a ganz normaler junger Mo,
iich mahn etz so vom Aussehng her.
Net bsonders schee,
obber a net nersch.

Und amol hat er si
a Schnorrn wachsn lassn,
dou hat er ausgschaut
wie a richticher Italiener.
Dou hommer nu a Bild.

Und an Bauernhof hat er a ghat.

Und amol hat er uns erzählt,
dass domols a Heiratsvermittleri
gehm hat.
Die hat erscht alles auskundschaft
und dernoch die Sach‘ ausghandlt.

Und die hat’n mit an Madla aus Diespeck
zsammbringer wolln
und unbedingt gmahnt
dass aus denna zwa wos wern müsst.

Obber des Madia hat
mein Großvadda net gmecht.
Und dann hat der die Kuni kenna
glernt, mei Großmudder.

Und wie die anner
des erfahrn hat,
is mittn in Winter
in Wald naus kumma,
wo mei Großvadder
mit die Gaal
is Holz afglodn hat,
und hat nan schee tu,
und gsacht:
Etz wollerts’n doch!

Obber mei Großvadder
hat dera zur Antwort gehm:

»Die Kuni,
die hat mi glei gmecht,
und doderbei bleib i.«

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