Der »Führer« in Fürth?

23. Juni 2010 | von | Kategorie: Vermischtes
Graffiti an einem Pumpenhäuschen an der Regnitz (Foto: Ralph Stenzel)

Graffiti an einem Pumpenhäuschen (Foto: Ralph Stenzel)

Mehr oder weniger gelungene und in allen Fällen den Tatbestand der Sachbeschädigung erfüllende Graffiti finden sich an vielen Gebäuden, vorzugsweise dort, wo sich die »Künstler« bei ihrer kreativen Arbeit einigermaßen ungestört wähnen können. Wie bei­spielsweise an jenem etwas außerhalb der Stadt­grenzen an der Regnitz stehenden Pumpen­häuschen, welches einen Sprühdosenbesitzer zu einem hinter­sinnigen »Späßchen« animierte…

Ist das nun eine rechtsradikale Verherrlichung der Nazizeit oder im Gegenteil die ironische Verball­hornung der braunen Leitfigur? Man weiß es nicht, aber es gibt einem zu denken, und damit ist das Ganze letztlich wohl doch ein – wenn auch illegales – Kunst-Stück(chen)!

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2 Kommentare zu »Der »Führer« in Fürth?«:

  1. Gast sagt:

    Auf keinen Fall ist das Kunst. Wenn man nur das »Führerbunker« dort stehen hat, KÖNNTE man es als Satirischen, wenn auch extrem schlechten, Witz auffassen. Da allerdings die Zahlenkombination 88 beigefügt ist, zeigt es deutlich Ultrarechte Züge. 88 ist eine Zahlenkombination vieler Neonazis. Die Zahlen stehen für das Alphabet: Das H ist die 8. Zahl im Alphabet, 88 bedeutet also HH = He*l H*tler. und sowas als Kunst zu bezeichnen, ist doch sehr fraglich, liebe Homepagebetreiber!

    Anbei dazu:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Neonazismus Passage Codes nachzulesen.

    Bitte diesen Bericht zu ändern, da sowas kein bisschen zu tollerieren ist!

  2. Gemeinhin nehme ich Kommentatoren, die sich hinter einem Pseudonym verstecken zu müssen meinen, nicht allzu ernst, aber hier muß ich angesichts der hanebüchenen Behauptungen doch mal eine Ausnahme machen:

    Die verschlüsselte Bedeutung der »88« ist hinlänglich bekannt, und wer den Text des Beitrages aufmerksam liest, wird feststellen, daß die depperte Farbkleckserei dort an keiner Stelle wirklich als Kunst bezeichnet wird, sondern vielmehr durch Verwendung von Anführungszeichen (in diesem Fall französische Guillemets) Werk und Machwerker der Lächerlichkeit preisgegeben werden. Das hat man übrigens auch bei der Stadt Fürth so gesehen, die sich telefonisch bei mir bedankte und sich nach der genauen Lokalität erkundigte, um den Schmarrn umgehend beseitigen zu lassen. Daß hier ein durchgeknallter Neonazi das winzige Pumpenhäuschen mit seiner Sprayerei ernsthaft zur zweiten Wolfsschanze hat um­deklarieren wollen, nimmt tatsächlich auch ämterseitig niemand ernsthaft an: Die satirische Verarsche (pardon) liegt doch auf der Hand!

    Ich bitte also Herrn »Gast«, seinen Ironie-Detektor umgehend nachjustieren zu lassen. Übrigens kommt »tolerieren« von Toleranz und nicht von Tollheit und schreibt sich mithin nur mit einem »l«. Sowas mag ich nun wieder nicht tolerieren… ;-)

     
    P.S.: Geändert wird von mir im Kommentar des unbekannten Gastes der Name des größten Unheils­bringers der jüngeren deutschen Geschichte, denn wir wollen nicht, daß Google & Co. diese Seite entsprechend katalogisieren können.

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